Ich bemerke immer wieder dasselbe Muster durch die Geschichte.
Die Systeme, die den meisten Wert schaffen, sind selten die Systeme, die am meisten leisten.
Es sind die Systeme, die alles andere ermöglichen.
Straßen produzieren keine Waren.
Sie bewegen sie.
Das Internet schafft kein Wissen.
Es bewegt es.
Finanznetzwerke schaffen kein Kapital.
Sie bewegen es.
Doch im Laufe der Zeit werden diese verbindenden Schichten oft wichtiger als die Dinge, die über sie transportiert werden.
Das hat mich dazu gebracht, über Krypto ein wenig anders nachzudenken.
Die meisten Investoren verbringen ihre Zeit damit, Vermögenswerte zu bewerten.
Tokens.
Anwendungen.
Ökosysteme.
Die Annahme scheint offensichtlich: Je mehr Aktivität ein System erfasst, desto wertvoller wird es.
Aber die Geschichte legt eine andere Möglichkeit nahe.
Manchmal wird der größte Wert von der Infrastruktur erfasst, die die Aktivität überhaupt erst möglich macht.
Jede neue Blockchain schafft eine weitere Insel.
Eine weitere Gemeinschaft.
Eine weitere Wirtschaft.
Zunächst sieht Fragmentierung wie Wachstum aus.
Aber letztendlich schafft Wachstum ein neues Problem.
Verbindung.
Kapital will sich bewegen.
Daten wollen sich bewegen.
Benutzer wollen sich bewegen.
Die Systeme, die diese Bewegungen mühelos ermöglichen, werden oft wichtiger als die Systeme, die verbunden werden.
Deshalb fühlt sich Interoperabilität weniger wie ein Merkmal und mehr wie ein historisches Muster an.
Nicht, weil jedes Netzwerk erfolgreich sein wird.
Sondern weil jedes wachsende Ökosystem schließlich Nachfrage nach Koordination schafft.
Die Frage ist, ob die Zukunft von Krypto durch die Chains definiert wird, die die meiste Aktivität ansammeln, oder durch die Infrastruktur, ohne die diese Aktivität nicht funktionieren kann.
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