$SPCX $SPCXB $SPCX.US Leerverkäufe haben 29% des Streubesitzes erreicht – ist Spacexs Short-Squeeze-Szenario in der Entstehung?
Vor drei Wochen betrug die Zahl der von Leerverkäufern gehaltenen Aktien von SpaceX nur etwa 40 Millionen Aktien, also 5% bis 7% der umlaufenden Aktien. Doch laut den neuesten Daten von S3 Partners ist diese Zahl inzwischen auf rund 185 Millionen Aktien gestiegen – das entspricht 29% der frei handelbaren Aktien und einem Short-Position-Volumen von bis zu 25 Milliarden US-Dollar. Die Leerverkäufer verzeichneten im vergangenen Monat kumuliert rund 4 Milliarden US-Dollar an Buchgewinnen; in einigen Daten wird sogar angezeigt, dass die Gewinne bereits auf 5 Milliarden US-Dollar angewachsen sind.
In nur drei Wochen ist der Short-Bestand von 5% auf 29% hochgeschnellt – die Geschwindigkeit allein ist bereits ein Signal.
Warum sind die Leerverkäufer so aggressiv?
Auf den ersten Blick häufen sich tatsächlich negative Faktoren: Der 13. Testflug von Starship wurde in der Zündphase automatisch abgebrochen, weil einige Triebwerke nicht gestartet werden konnten; am Freitag schloss die Aktie bei 123,99 US-Dollar – das sind rund 45% weniger als der Hochpunkt von Mitte Juni bei 225 US-Dollar; die Renditen von Unternehmensanleihen nähern sich dem „Junk“-Niveau an; und die im August anstehende Entsperrung von Aktien (Lock-up-Ende) sorgt am Markt für Sorgen über möglichen Verkaufsdruck.
Doch bei genauerem Hinsehen betreffen die meisten dieser Negativpunkte vor allem „Narrativ“-Schläge: Der Abbruch beim Testflug ist zwar nicht perfekt, aber das Sicherheitssystem hat rechtzeitig ausgelöst; Musk hat zudem gesagt, man werde „voraussichtlich innerhalb weniger Tage“ erneut versuchen. Was die Leerverkäufer jedoch dazu bringt, so stark aufzustocken, ist vor allem die Bewertung selbst: SpaceX hatte 2025 lediglich Einnahmen von 18,7 Milliarden US-Dollar, während der Nettoverlust sogar 4,9 Milliarden US-Dollar betrug; die IPO-Bewertung lag zeitweise bei über dem 90-fachen des Umsatzes (Price-to-Sales). Der bekannte „Big Short“-Vertreter Michael Burry erklärte, das Unternehmen sei „keinen einzigen Billionen-Dollar wert“.
Aber ein Short-Bestand von 29% ist an sich eine Chance
Wenn der Short-Bestand einer Aktie fast ein Drittel des Streubesitzes erreicht, kann jedes positive Katalysator-Ereignis eine heftige Short-Squeeze-Welle auslösen. Die größte Variable als Nächstes ist der erneute Start von Starship – selbst wenn nur das grundlegende Ziel erreicht wird, könnte das viele Leerverkäufer zwingen, ihre Positionen einzudecken. Für kurzfristig orientierte Trader könnten sich Chancen rund um das Timing vor dem Launch-Fenster ergeben.
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