Gold erreicht ein 2-Monats-Tief, während Inflationsrisiken seine traditionelle Rolle als sicherer Hafen überschattet
📌 Gold ist kürzlich stark gefallen und hat sein niedrigstes Niveau seit etwa 2 Monaten erreicht, bevor es einen Teil des Rückgangs eingrenzen konnte, da Kaufgelegenheiten bei niedrigeren Preisniveaus auftauchten. Das deutet darauf hin, dass der Markt nicht im Panikverkaufsmodus ist, aber der kurzfristige Druck auf das Edelmetall bleibt klar.
💡 Der entscheidende Punkt ist, dass Gold nicht mehr einfach durch geopolitische Spannungen unterstützt wird. Während die Risiken zwischen den USA und Iran die Ölpreise nach oben treiben, betrachtet der Markt die Situation eher durch die Linse einer hartnäckigeren Inflation, was die Erwartungen verstärkt, dass die Fed eine striktere Haltung länger beibehalten könnte.
⚠️ Der PCE-Index der USA stieg im April um 3,8 % im Vergleich zum Vorjahr, was den Erwartungen entspricht, aber immer noch ausreicht, um die Inflationssorgen hoch zu halten. Da die Renditen von Staatsanleihen und der USD gleichzeitig steigen, hat Gold einen Nachteil, da es keine Rendite wie andere defensive Vermögenswerte generiert.
🔎 Das macht die Reaktion von Gold anders als das übliche Muster des sicheren Hafens. Geopolitische Unsicherheiten sind nach wie vor vorhanden, aber wenn diese Unsicherheiten Öl, Inflation und Renditen nach oben treiben, kann der unterstützende Effekt für Gold kurzfristig neutralisiert werden.
✅ Der Bereich um $4.400 ist das psychologisch entscheidende Niveau, das es zu beobachten gilt. Wenn der USD und die Renditen hoch bleiben, besteht für Gold weiterhin das Risiko, niedrigere Zonen zu testen; umgekehrt, wenn die Spannungen nachlassen und die Ölpreise sinken, könnte sich eine Erholung in Richtung des Bereichs von $4.500–$4.600 schneller zeigen.
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