XRP-ETFs bleiben im Plus, aber Zuflüsse erreichen Rekordtief – wie reagiert der Kurs?
Der XRP-Kurs bleibt über 2,08 USD, aber der Ausbruch ist noch nicht bestätigt. Das liegt nicht nur an einer Schwäche beim Kurs. Es geht vor allem um das richtige Timing. In der letzten Woche sind die Zuflüsse bei den XRP-Spot-ETFs so stark gesunken wie noch nie seit dem Handelsstart. Das passt zu der erkennbaren Verlangsamung beim Anstieg.
Zur gleichen Zeit kaufen Langzeitinhaber jetzt sehr stark. Dadurch gibt es eine seltene Situation: Institutionelle Nachfrage und langfristige Überzeugung stehen sich gegenüber. Für XRP ist das nun ein wichtiger Moment.
Schwächste XRP-ETF-Zuflüsse: Musterbestätigung verzögert sich
XRP bewegt sich weiterhin in einem bullischen, umgekehrten Kopf-Schulter-Muster auf dem Tageschart. Die Formation gilt noch, aber der Ausbruch verzögert sich. Der Kurs bleibt über der rechten Schulter bei 2,08 USD, doch bis zur Bestätigung der Nackenlinie fehlt noch einiges.
Diese Verzögerung passt genau zu den ETF-Daten.
In der Woche bis zum 9. Januar kamen nur 38,07 Mio. USD an Nettozuflüssen in die XRP-Spot-ETFs. Das ist der niedrigste Wochenwert seit dem Start und etwa 84 Prozent weniger als der Höchstwert von fast 244 Mio. USD Ende November. Der Zeitpunkt ist wichtig.
Der stärkste Rückgang bei XRP war zwischen dem 6. Januar und dem 9. Januar – genau in dem Zeitraum, als die ETF-Nachfrage besonders schwach war.
ETF-Zuflüsse schwächeln: SoSo Value
Das bullische Muster bleibt trotzdem erhalten. Die Situation erklärt nur, warum der Ausbruch noch nicht passiert ist. Bei einem umgekehrten Kopf-Schulter-Muster braucht es stetige Nachfrage in der Nähe der Nackenlinie. Die ETF-Zuflüsse haben aber während der rechten Schulter nachgelassen. Deshalb kommt der Kurs nicht richtig in Fahrt.
Verzögerter XRP-Ausbruch: TradingView
Ein weiteres Detail macht die Lage schwieriger. Die Nackenlinie bei etwa 2,50 USD steigt an. Das heißt, der XRP-Kurs braucht starke Kurse und anhaltende Nachfrage, damit es zum Ausbruch kommt. Doch aktuell fehlt dafür die Unterstützung durch die ETFs.
Holder kaufen stark zu – wichtige Angebotszonen rücken in den Fokus
Während die ETF-Nachfrage abgenommen hat, hat sich etwas anderes deutlich verändert.
Zwischen dem 9. Januar und dem 10. Januar stieg die Netto-Positionsänderung der XRP-Halter von etwa 62,4 Mio. XRP auf 239,5 Mio. XRP. Das ist ein Anstieg von fast 300 Prozent in nur 24 Stunden. Dieser Wert zeigt, wieviel netto von Inhabern angesammelt wurde. Ein so starker Anstieg bedeutet, dass viele Anleger nicht kurzfristig handeln, sondern langfristig kaufen.
XRP-Halter kaufen stark zu: Glassnode
Das ist wichtig, weil es den Rückgang bei den ETFs ausgleicht. Während institutionelle ETF-Käufer pausiert haben, haben die langfristigen Anleger beherzt zugegriffen.
Die „Cost Basis“-Heatmap zeigt, wo der Kaufdruck auf Widerstand trifft.
Die erste große Angebotszone liegt zwischen 2,14 und 2,15 USD. Dort wurden etwa 1,88 Mrd. XRP angesammelt. XRP bewegt sich gerade knapp unter dieser Zone. Ein Tagesschlusskurs darüber wäre der erste richtige Durchbruch durch das Angebot.
Damit diese riesige Zone überwunden wird, braucht der Kurs deutlich mehr als nur Überzeugung von langfristigen Haltern. Es braucht auch Unterstützung von den ETFs, sobald diese ab morgen wieder gefragt sind.
Wichtige XRP-Angebotszone: Glassnode
Danach folgt die nächste und noch wichtigere Zone zwischen 2,48 und 2,50 USD, wo etwa 1,62 Mrd. XRP gehalten werden. Diese Zone passt fast genau zur Nackenlinie des Kopf-Schulter-Musters. Ein Durchbruch hier wäre nicht nur technisch ein Ausbruch. Es würde bedeuten, dass sich der Kurs durch zwei große Angebotsbereiche der Halter bewegt.
Nackenlinien-Bereich: Glassnode
Deshalb hat die ETF-Pause bisher keinen Einbruch ausgelöst. Die langfristige Ansammlung nimmt den Druck auf, sodass der XRP-Kurs stabil bleibt, während der Markt auf den nächsten Nachfrage-Impuls wartet.
Diese XRP-Kursmarken zeigen, ob der Ausbruch jetzt gelingt
Der Kurs von XRP befindet sich gerade zwischen starkem Kaufinteresse und fehlender Bestätigung. Die nächsten wichtigen Bereiche sind bekannt.
Die erste wichtige Marke liegt bei 2,15 USD (genau genommen 2,146 USD). Schließt der Kurs an einem Tag darüber, steht er über dem nächsten Angebotsbereich. Das zeigt, dass Käufer in letzter Zeit stärker wurden.
Danach ist besonders der Bereich bei 2,28 USD interessant. Dieser Wert stimmt mit dem 0,618er Fibonacci-Retracement überein. Wird dieser Bereich überschritten, ist der Weg frei bis 2,42 USD, danach folgt die Nackenlinie nah bei 2,50 USD.
Ein klarer Ausbruch und ein Tages-Schlusskurs über 2,50 USD würden das sogenannte „inverse Kopf-Schulter“-Muster bestätigen. Dann könnte XRP etwa 34 Prozent vom jetzigen Kurs zulegen.
XRP Kursanalyse: TradingView
Nach unten bleibt die Zone um 2,06 USD sehr wichtig. Fällt der Kurs darunter, wird die rechte Schulter im Chart schwächer. Das bullische Muster ist dann verzögert, aber noch nicht aufgehoben.
Im Moment wartet der Kurs von XRP noch auf einen Ausbruch. Die Nachfrage von ETFs ist gerade zum falschen Zeitpunkt zurückgegangen. Dafür steigen aber viele langfristige Investoren nun ein. Es hängt jetzt an einer Sache: Kann genug neue Nachfrage den Kurs über 2,15 USD und dann über 2,50 USD schieben, bevor das starke Kaufinteresse wieder verschwindet?
Krypto-Entführungen in Frankreich: Schock überstrahlt Absage der NFT Paris
Die Veranstaltungen NFT Paris und RWA Paris 2026 wurden am 5. Januar offiziell abgesagt. Als Gründe wurden der weltweite Einbruch am Krypto-Markt und zu hohe Kosten genannt. Allerdings gibt es auch mehr Gewalt rund um Krypto. Das macht die Absage noch beunruhigender.
In Frankreich hat es seit Januar 2025 mehr als zwanzig Entführungen und gewaltsame Angriffe auf Krypto-Profis und ihre Familien gegeben. Dadurch herrscht viel Angst in der französischen Web3-Community.
Welle der Gewalt trifft französische Krypto-Community
Allein Anfang Januar 2026 gab es vier versuchte Entführungen innerhalb von vier Tagen. Führende Leute aus der Krypto-Branche gaben deswegen dringende Warnungen heraus.
Außerdem gibt es Fragen zur Sicherheit für Besitzer von digitalen Vermögenswerten in Frankreich. Bei den letzten Vorfällen ging es unter anderem um:
6. Januar 2026: Eine Frau wurde in ihrem Zuhause in Manosque, Alpes-de-Haute-Provence, von Angreifern festgehalten. Sie suchten Krypto-Werte ihres Partners.
6. Januar 2026: Vorfall in Manosque (Diebstahl eines Krypto-USB-Sticks) – Ein weiterer Bericht schildert, dass vermummte Männer eine Frau gefesselt haben und einen USB-Stick mit Krypto-Keys gestohlen haben.
9. Januar 2026: Ein Ingenieur wurde aus seinem Zuhause in Saint-Léger-sous-Cholet, Maine-et-Loire, entführt.
9. Januar 2026: Ein Krypto-Investor und seine Familie wurden zu Hause in Verneuil-sur-Seine, Yvelines, gefesselt und geschlagen.
Die Sponsoren des NFT-Paris-Events sind enttäuscht über nicht erstattbare Ausgaben. Manche verlieren viel Geld durch die plötzliche Absage.
„Der wahre Grund, warum NFT Paris abgesagt wurde”, sagte der Kunstmarkt-Analyst Arthemort.
Der Analyst betonte weitere frühere Entführungsfälle im Krypto-Umfeld, die BeInCrypto in den letzten mehr als zwölf Monaten gemeldet hat. Das zeigt eine erschreckende Serie von Vorfällen.
Manchmal konnte die Polizei die Täter stoppen. So wurden ein Schweizer Krypto-Profi in Valence befreit und mehrere Verdächtige nach gezielten Einsätzen festgenommen.
Trotz dieser Erfolge sind viele Täter weiterhin auf freiem Fuß – das macht das Sicherheitsproblem der Branche in Frankreich deutlich.
Insider Farokh warnte, dass staatliche Mitarbeiter Daten von Steuerzahlern an kriminelle „Sponsoren“ weitergeben könnten. Dadurch werden Steuerangaben direkt genutzt, um Krypto-Besitzer ins Visier zu nehmen.
„Wir haben jetzt vier Entführungsversuche in vier Tagen in Frankreich, nachdem bekannt wurde, dass ein staatlicher Mitarbeiter Informationen über Krypto-Steuerzahler an ‚Sponsoren‘ gegeben hat. Wenn du im Krypto-Bereich bist, deine Steuern machst und in Frankreich wohnst, sei bitte vorsichtig”, schrieb Farokh.
Der angebliche Daten-Leak sorgt für noch mehr Sorge über die Meldungspflichten für Krypto-Bestände in Frankreich im Rahmen von Anti-Geldwäsche- und Steuerregeln.
Sicherheitsexperten raten dazu, Pseudonyme zu verwenden, nur wenig online preiszugeben und keine Wallet-Informationen öffentlich zu machen, um sich selbst besser zu schützen.
Absage von NFT Paris zeigt große Herausforderungen der Branche
Die Veranstalter von NFT Paris nannten den Markteinbruch und die hohen Kosten als Gründe für die Absage des Events im Januar 2026. Sie haben versprochen, alle Tickets zu erstatten.
Sponsoren sagten, dass nicht erstattbare Kosten ein großes Problem sind. Durch die plötzliche Absage verlieren viele Geld.
„Als Sponsor habe ich die E-Mail auch bekommen. Es steht drin: ‚Laut Artikel 12 unseres Vertrags übersteigen die bislang nicht erstattbaren Kosten für das Event die gesamten Sponsorengelder. Deshalb können wir aktuell keine Rückzahlung anbieten.‘ Habe dazu schon auf Telegram geschrieben, an die Nummer aus der Mail”, schrieb ein Nutzer.
Öffentlich wurden vor allem wirtschaftliche Gründe genannt. Insider sagen jedoch, dass auch die steigenden Sicherheitsprobleme in der Community zur Absage beigetragen haben.
Die Entführungsserie zeigt, wie verletzlich Krypto-Profis in Frankreich sind. Es bleibt schwierig, sowohl die persönliche Sicherheit als auch digitale Werte zu schützen.
Während Behörden versuchen, besser zu schützen und gegen kriminelle Gruppen vorzugehen, befindet sich die französische Web3-Community in einer schwierigen Lage. Hier kommen die Belastungen des Marktes und echte Bedrohungen zusammen.
Analysten erkennen Chance auf Bitcoin-Kursanstieg – Löst Trumps 10-Prozent-Kreditgrenze die Rally...
Der Bitcoin-Kurs könnte bald kurzfristig steigen. Das sagt der On-Chain-Analyst Willy Woo. Gründe dafür sind neue Wirtschaftspolitiken in den USA, die die Krypto-Nutzung schneller machen könnten.
Laut Woos Datenmodellen haben Investoren am 24. Dezember 2025 das meiste Kapital aus Bitcoin abgezogen. Seitdem fließt wieder mehr Geld in Bitcoin. Für das Jahr 2026 ist Woo vorsichtig, weil es immer weniger Geld im Markt gibt. Trotzdem sieht er aktuell ein vorsichtig bullisches Zeitfenster für die nächsten Wochen.
Bitcoin-Flows deuten auf Erholung – Trump plant Kreditkarten-Limit
Im Moment liegt der Bitcoin-Kurs bei ungefähr 90.580 USD. Das ist weniger als die Produktionskosten von etwa 101.000 USD pro Bitcoin für Miner.
Bitcoin (BTC) Kursentwicklung. Quelle: BeInCrypto
Laut dem Analysten Wimar.X führt ein Kurs unter den Miner-Kosten laut Daten aus der Vergangenheit nicht zu Panikverkäufen. Stattdessen drosseln Miner ihre Produktion und warten auf höhere Kurse. Es kommt dann öfter zu Zeiten mit wenig Aktivität, die man als vorübergehenden Boden sehen kann.
„BTC ist günstig im Vergleich zu den Produktionskosten … Viele verkaufen in Panik in solchen Phasen. Danach steigt BTC oft wieder über die Kosten der Miner, und plötzlich wird die Stimmung in der Community wieder bullisch. Das ist in jedem Zyklus dasselbe“, sagte Wimar.X .
Anderswo betont On-Chain-Analyst Willy Woo, dass echte Zuflüsse in den Spotmarkt – und nicht nur Erzählungen oder die Entwicklung der Aktienmärkte – entscheidend für die Erholung des Bitcoin-Kurses sind.
„Der ganze Markt kann nach oben gehen, auch ohne BTC, falls Anleger ihr Geld nicht in Bitcoin stecken“, sagte er. „Unser Fokus liegt darauf, die echten Kapitalströme der Investoren in BTC zu messen … und nicht auf erfundene Zuflüsse aus irgendeiner Geschichte.“
Die aktuelle technische und zuflussbasierte Lage trifft auf einen möglichen Auslöser im großen Maßstab: Präsident Donald Trump will die Zinsen für Kreditkarten für ein Jahr auf 10 Prozent begrenzen. Das soll ab dem 20. Januar 2026 gelten.
Trumps Kredit-Limit: Wechseln jetzt mehr Nutzer zu BTC und DeFi?
Die neue Initiative von Präsident Donald Trump wird viele Menschen in den USA entlasten, indem die Zinsen für Kreditkarten auf 10 Prozent gedeckelt werden. Doch könnten so Kundinnen und Kunden mit einem Score unter 780 schwerer Zugang zu klassischen Krediten bekommen.
Analysten und Leute aus der Krypto-Community warnen, dass diese Nutzer dann eher alternative Finanzsysteme wie Krypto nutzen könnten – zum Beispiel Bitcoin.
Andere weisen darauf hin, dass Banken wie Visa und Mastercard kurzfristig starken Kursschwankungen ausgesetzt sein könnten, weil sie sich auf diese neuen Regeln einstellen müssen und hochriskante Kreditnehmer seltener bedienen dürften.
„Morgen werden wir sehen, wie die Märkte auf Trumps Vorschlag reagieren, die Kreditkarten-Zinsen auf 10 Prozent zu begrenzen. Das könnte Visa und Mastercard stark treffen“, schrieb Analyst Crypto Rover.
Fachleute im Bereich Finanzen sagen zudem, dass Banken dann eher Kundinnen und Kunden mit schlechtem Score loswerden könnten. Diese würden vielleicht auf DeFi-Lending-Plattformen wie Aave oder Compound wechseln.
Krypto-Experten meinen, das könnte einen „nahtlosen Adoptionszyklus“ auslösen, wodurch Stablecoins, Bitcoin und Ethereum-basierte DeFi-Angebote noch mehr genutzt würden, weil höhere Nachfrage nach DeFi-Diensten entsteht.
Obwohl Woo aktuell Chancen für einen kurzfristigen Kursanstieg sieht, bleibt er für das Jahr 2026 vorsichtig. Nach Januar 2025 sind die Geldzuflüsse im Vergleich zu den Kursbewegungen gesunken. Dadurch könnten temporäre Anstiege passieren, doch es fehlt oft die nötige Unterstützung für einen dauerhaften Aufwärtstrend.
Dennoch sorgen die Faktoren wie Unterstützung durch Miner-Kosten, mehr Zuflüsse und vielleicht mehr Nachfrage durch Politik für ein Umfeld mit hoher Volatilität beim Bitcoin-Kurs.
Wenn die neue Politik am 20. Januar startet und die aktuellen Geldflüsse anhalten, könnten die kommenden Wochen spannend werden. Dann zeigt sich, ob Bitcoin von diesen Fundamentaldaten und wirtschaftlichen Schocks profitieren kann.
Es entsteht ein seltener Moment, in dem kurzfristige bullische Faktoren auf eine unsichere Lage im großen Bild treffen.
Satoshi-Ära-Miner bewegt Millionen USD in Bitcoin – nach 15 Jahren Funkstille
Ein Bitcoin-Miner aus den ersten Tagen des Netzwerks ist nach Jahren der Ruhe wieder aktiv geworden und hat 2.000 Bitcoin verschoben. Dieser Schritt zum Gewinnmitnehmen ist etwa 181 Mio. USD wert.
Julio Moreno von CryptoQuant sagte, dass dies die größte Aktion eines „Satoshi-Ära“-Wals seit Ende 2024 ist.
Bitcoin nimmt 181-Millionen-USD-Satoshi-Ära-Verkaufsdruck auf
Moreno betonte den Zeitpunkt der Transaktion und erklärte, dass „Satoshi-Ära-Miner ihre Bitcoin oft an wichtigen Wendepunkten bewegen.“
Satoshi-Ära-Miner. Quelle: CryptoQuant
Als technischen Hintergrund bestätigte Sani, der Gründer von TimechainIndex, dass die Coins aus Block-Belohnungen von 2010 stammen. Damals erhielten Miner als Belohnung pro Block 50 Bitcoin.
Die Coins waren mehr als 15 Jahre lang auf 40 alten Pay-to-Public-Key-(P2PK)-Adressen liegen geblieben. Sie wurden später zusammengeführt und zu Coinbase transferiert.
Normalerweise deuten Marktbeobachter solche Transfers zu zentralen Börsen als Vorbereitung auf einen Verkauf am offenen Markt.
Diese Transaktion ist jedoch kein Einzelfall. Sie zeigt vielmehr einen wachsenden Trend: Immer mehr „alte“ Coins kommen auf den Markt.
Im vergangenen Jahr wurden Wallets aus der Phase 2009 bis 2011 vermehrt reaktiviert. Es zeigt, dass frühe Besitzer entweder Gewinne sichern oder ihre Aufbewahrung neu organisieren.
Zum Vergleich: Galaxy Digital hat einen der größten Krypto-Verkäufe der Geschichte ermöglicht, indem sie einem Investor der Satoshi-Ära im Juli 2025 geholfen haben, mehr als 9 Mrd. USD zu verkaufen.
Trotz dieses Verkaufsdrucks zeigte der Markt eine starke Widerstandsfähigkeit. Der Bitcoin-Kurs konnte solche großen „OG“-Schocks aufnehmen, ohne dass die Marktstruktur gebrochen ist.
Das bedeutet, auch wenn frühe Bitcoin-Nutzer dabei sind, langfristigen Wohlstand zu sichern, bleibt die Liquidität im Markt groß genug, um diese Verkäufe zu verkraften.
Doch obwohl es kurzfristig Verkaufsdruck von alten Inhabern gibt, bleiben langfristige Vorhersagen von Institutionen bullisch.
In einem Bericht der letzten Woche sagte Vermögensverwalter VanEck, dass Bitcoin bis 2050 einen theoretischen Wert von 2,9 Mio. USD pro Coin erreichen könnte. Der Bericht geht davon aus, dass Bitcoin in Zukunft weltweit als Abwicklungswährung genutzt wird.
X Smart Cashtags: Elon Musks Plattform plant Krypto- und Aktienhandel
Eine neue Funktion namens Smart Cashtags, vorgestellt von X-Produktchef Nikita Bier, zeigt, dass die Plattform mehr als nur Marktdiskussionen bieten will. X könnte bald ein Echtzeit-Zugangspunkt sein, um Aktien und Krypto-Vermögenswerte zu verfolgen und vielleicht auch direkt zu handeln.
Die ersten Reaktionen auf X (früher Twitter) zeigen, dass die Plattform von Elon Musk vielleicht plant, Finanzgespräche viel handlungsfähiger zu machen.
Smart Cashtags: Das solltest du als X-Nutzer wissen
Bier sagt, X sei die beste Quelle für Finanznachrichten. Zudem wurden Hunderte Milliarden USD schon auf Grundlage von Informationen ausgegeben, die Nutzer auf der Plattform gelesen haben.
Laut Bier sollen Smart Cashtags diesen Einfluss deutlich zeigen. Statt allgemeiner $TICKER-Erwähnungen können Nutzer exakt bestimmte Vermögenswerte oder auch spezielle Smart Contracts markieren. Klickt man in der Timeline auf ein Cashtag, bekommt man den aktuellen Kurs des Vermögenswertes sowie alle dazugehörigen Beiträge auf X angezeigt.
Diese Veränderung ist wichtig, denn sie macht aus X nicht nur einen sozialen Verstärker, sondern etwas wie eine Finanz-Infrastruktur. Die gezeigten Beispiele sind unter anderem:
Gewöhnliche Aktien wie etwa Berkshire Hathaway $BRK.B
Krypto-Token wie der Memecoin auf Solana $BONK
Alle diese werden direkt mit aktuellem Kurs und in Beiträgen angezeigt.
Die öffentliche Einführung ist für Februar 2026 geplant. Bis dahin soll Feedback gesammelt und eingearbeitet werden.
Das Design richtet sich klar an Krypto-Fans. Bier sagte, dass die API von Smart Cashtags „fast in Echtzeit für alles, was auf Chain geprägt wurde”, Daten liefern wird.
Dadurch könnten auch kleinere Token und neue DeFi-Token (die oft bei großen Datenanbietern fehlen) neben bekannten Blue-Chip-Aktien angezeigt werden.
Viele Nutzer wollten wissen, ob dafür dezentrale Daten als Quelle genutzt werden. Bier betonte, dass die Abdeckung von On-Chain-Daten im Mittelpunkt steht.
So wird X zum ultimativen Trading-Portal
Spannend ist vor allem, was als Nächstes passieren könnte. Screenshots von Bier zeigen Buttons zum Kaufen und Verkaufen direkt bei bestimmten Vermögenswerten. Analysten fragen bereits, ob X bald auch direkten Handel ermöglicht.
Mockup der Smart Cashtags-Benutzeroberfläche zeigt automatische Vermögens-Suche mit Live-Kursen und Marktkapitalisierungen. Zu sehen ist zudem eine Handelsseite für NVDA mit Chart, Kaufen/Verkaufen-Buttons und Erwähnungen im Feed (Nikita Bier)
Analyst AB Kuai Dong sagte, der Beitrag habe viele Nutzer überzeugt, dass X Einstiegspunkt für Aktien- und Krypto-Trading werden könnte. Dies könnte auch durch Partnerschaften mit Coinbase, Base und klassischen Brokern möglich sein.
„…Momentan glaubt die englischsprachige Community, dass es wohl eine Kooperation mit Coinbase und Aktienbrokern geben wird. Twitter bietet den Einstieg, Coinbase, Base App sowie traditionelle Broker machen den Handel im Hintergrund möglich“, erklärte Analyst Kuai Dong.
In diesem Modell kümmert sich X (Twitter) um die Entdeckung, während der eigentliche Handel über regulierte Plattformen stattfindet.
Andere sehen noch größere Pläne. Kuai Dong meinte, Elon Musk könne später sogar eine eigene Börse oder ein internes Handelssystem erstellen. X Money sei dafür angeblich schon fast ein Jahr in Vorbereitung.
Nutzer wünschten sich außerdem, dass spätere Versionen auch selbstverwaltete Wallets, DEX-Integrationen oder an Regionen angepasste Broker-Anbindungen bieten, bei denen die Trades zum bevorzugten Anbieter weitergeleitet werden.
Auch die Krypto-Industrie reagiert schnell. Vertreter von Solana luden X offen dazu ein, Solana-Technologie zu testen.
Unterdessen erklärten Analysten, dass Smart Cashtags den gesamten Handelsprozess – von der Entdeckung bis zur Ausführung – auf einen Klick verkürzen könnten. Der Krypto-Forscher Kryll sagte, dass jeder erwähnte Vermögenswert direkt zur Kaufmöglichkeit wird, wenn der Kurs im sozialen Beitrag sichtbar ist.
Finanzielle Expansion steht vor neuen Regulierungen
Allerdings kommt die Einführung zu einer Zeit, in der X mit immer mehr Regulierung zu tun hat. Die Plattform steht unter anderem vor folgenden Herausforderungen:
Verlängerte Speicherpflichten in der EU zum Thema Algorithmus-Transparenz
Eine laufende französische Untersuchung wegen möglicher algorithmischer Voreingenommenheit und
Eine aktuelle Strafe von 120 Mio. EUR (140 Mio. USD) nach dem Digital Services Act.
In diesem Zusammenhang wirkt Musks Versprechen, den Empfehlungs-Algorithmus von X offenzulegen und alle vier Wochen zu aktualisieren, wie ein Zeichen für mehr Offenheit. Gleichzeitig wird die finanzielle Bedeutung der Plattform größer.
Im Moment sind Smart Cashtags nur als Vorschau verfügbar. Doch zusammen mit X Money, krypto-nativen Daten und Handelsspekulationen stellt sich erneut die Frage, ob dies ein weiterer Schritt zu einer Alles-App ist. In so einer App würden Gespräche, Märkte und Geld in einem einzigen Feed zusammenkommen.
Tether friert mehr als 180 Mio. USD ein: Stablecoins beherrschen illegale Krypto-Flüsse
Tether, der Herausgeber des weltweit größten Stablecoins, hat in den letzten 24 Stunden mehr als 180 Mio. USD an USDT eingefroren.
Am elften Januar hat der Blockchain-Tracking-Dienst Whale Alert fünf verschiedene Einfrieraktionen von Tether gemeldet.
Warum hat Tether Millionen USDT plötzlich eingefroren?
Die Aktionen richteten sich gegen Wallets auf Tron, die Summen zwischen zwölf Mio. und 50 Mio. USD hielten. Dadurch wurden an einem Tag 182 Mio. USD vom aktiven Ledger entfernt.
Die genauen Auslöser dieser Einfrierungen sind weiterhin unbekannt. Die Größe und Geschwindigkeit der Aktion deuten jedoch auf eine enge Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden oder auf eine Reaktion auf einen wichtigen Sicherheitsvorfall hin.
Der Vorgang zeigt einen Widerspruch in der Welt der digitalen Werte: Obwohl Krypto ursprünglich als zensurresistent entwickelt wurde, sind die Stablecoins, die rund 60 Prozent des Marktes ausmachen, sehr zentralisiert.
Tether besitzt die „Admin-Keys“, mit denen Guthaben auf Smart-Contract-Ebene sofort eingefroren werden kann. Das Unternehmen nutzt diese Möglichkeit regelmäßig, um den Bitten des US-Justizministeriums, des FBI und des Secret Service nachzukommen.
Diese konsequente Einhaltung gesetzlicher Vorgaben ist nötig geworden, da kriminelle Netzwerke sich zunehmend auf mit USD gekoppelte Token konzentrieren.
Laut Chainalysis-Daten hat sich kriminelle Finanzierung stark verändert. Früher war Bitcoin die erste Wahl für Darknet-Märkte. Doch Stablecoins machten bis Ende 2025 84 Prozent aller illegalen Transaktionen aus.
Forensische Daten von AMLBot bestätigen diesen Trend. In einem Bericht vom letzten Dezember wurde festgestellt, dass Tether zwischen 2023 und 2025 rund 3,3 Mrd. USD an Guthaben eingefroren hat.
Diese Maßnahmen betrafen vor allem die Netzwerke Ethereum (ERC-20) und Tron (TRC-20), wo die Liquidität von Tether am höchsten ist. In dieser Zeit wurde der Zugang zu 7.268 Wallet-Adressen gesperrt.
Trotz dieser Eingriffe bleibt die Marktführerschaft von Tether unangefochten.
Der Token (USDT) hat laut DeFiLlama aktuell eine Marktkapitalisierung von fast 187 Mrd. USD. Damit stellt Tether etwa 60 Prozent des 308-Mrd.-USD-Stablecoin-Sektors.
Bitcoin-Bullenmarkt: Startet er jetzt mit einem 4,5-Prozent-Sprung? Historische Charts sprechen K...
Der Bitcoin-Kurs steht gerade an einem wichtigen Punkt nach einer ruhigen Korrektur. Seit dem Höchststand am fünften Januar ist BTC etwas gefallen, hat aber keinen größeren Einbruch erlebt. Im Vergleich zum Vorjahr liegt Bitcoin noch etwa 4,5 Prozent im Minus, zeigt also eine leicht negative Jahresbilanz.
Diese kleine rote Zahl ist wichtiger, als sie aussieht. Nur ein kleines Kursfenster trennt Bitcoin jetzt von einem seltenen historischen Signal, das zuletzt 2020 aufgetreten ist. Ob Bitcoin diese Schwelle überschreitet oder nicht, könnte über die nächste Richtung entscheiden.
Steht ein 4,5-Prozent-Bitcoin-Kurs-Sprung bevor? Seltenes 2020-Muster könnte sich wiederholen
Eine neue Auswertung der Vergangenheit zeigt eine seltene Situation. Wenn die 1-Jahres-Veränderung beim Bitcoin-Kurs negativ wird und danach wieder ins Positive dreht, hat das oft einen neuen Trend eingeleitet. So ein Wechsel war zuletzt im Juli 2020 zu sehen. Danach begann eine starke bullische Phase.
Gerade steht Bitcoin knapp unter diesem Wendepunkt. Eine Bewegung von etwa 4,5 Prozent ins Plus würde die Veränderung auf Jahressicht wieder grün machen und diese seltene Bedingung wiederherstellen.
Auch die Charttechnik zeigt, warum das so wichtig ist. Bitcoin befindet sich aktuell in der „Tasse mit Henkel“-Formation, einer bullischen Struktur. Hier pausiert der Kurs nach einer runden Erholung, bevor ein möglicher Ausbruch versucht wird.
Breakout Pattern Holds: TradingView
Es wäre spannend zu sehen, ob das Kursziel aus dieser Ausbruchs-Formation (über der Nackenlinie) ungefähr im selben Bereich wie die 4 bis 5 Prozent liegt.
EMA-Unterstützung und 95 Prozent weniger Verkaufsdruck: Setup wird deutlich stärker
Kurzfristige Trends bestätigen die bullische Sicht.
Ein exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA) gibt den letzten Preisen mehr Gewicht und hilft, die kurzfristige Richtung zu erkennen. Bitcoin konnte sich zuletzt die 20-Tage-EMA zurückholen und hält sich nun darüber. Das letzte Mal, als BTC dieses Level Anfang Januar zurückeroberte, stieg der Kurs innerhalb weniger Tage um fast 7 Prozent.
Als die 20-Tage-EMA in der Mitte des Dezembers verloren ging, fiel der Kurs um 6,6 Prozent. Das zeigt deutlich, wie stark der Kurs auf dieses Level reagiert. Aktuell bleibt der Aufwärtstrend intakt, solange Bitcoin über dieser Marke bleibt.
EMAs Hold The Line For BTC: TradingView
Das nächste wichtige Level ist die 50-Tage-EMA. Bitcoin hat diese am zwölften Januar verloren und kurz danach korrigiert. Wenn der Kurs diese Marke klar zurückgewinnt, wäre das ein starkes Zeichen für eine weitere Erholung und passt zur „Tasse mit Henkel“-Struktur.
Auch On-Chain-Daten stützen das Bild. Die Einzahlungen auf Börsen, die zeigen, wie viele Coins verkauft werden könnten, sind auf das niedrigste Niveau seit sechs Monaten gefallen. Die täglichen Zuflüsse gingen von etwa 78.600 BTC am 21. November auf jetzt etwa 3.700 BTC zurück. Das ist ein Rückgang von mehr als 95 Prozent.
Drop Is Possible Selling Pressure: Santiment
Dieser starke Rückgang deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachgelassen hat. Weniger Coins werden an Börsen geschickt, das verringert das Angebot für Verkäufe bei Kursanstiegen.
Derivativer Druck und wichtige Bitcoin-Kursmarken bestimmen die nächste Bewegung
Auch Hebel-Positionen spielen eine Rolle.
In den nächsten sieben Tagen liegt die Gesamtmenge möglicher Short-Liquidationen bei etwa 4,10 Mrd. USD, bei Long-Liquidationen sind es ungefähr 2,17 Mrd. USD. Damit gibt es fast 89 Prozent mehr offene Short-Positionen als Longs.
Liquidation Map: Coinglass
Ein Überhang an Short-Positionen kann für Bewegung sorgen. Sollte der Bitcoin-Kurs wieder steigen, könnten viele Shorts aufgelöst werden. Das sorgt automatisch für Käufer. Bitcoin hat in den letzten zwölf Monaten öfter das Gegenteil der Mehrheit gemacht, deshalb ist dieses Ungleichgewicht eher spannend als klar bärisch.
Das alles spielt sich an klaren Kursmarken ab.
Ein täglicher Schlusskurs über 94.880 USD würde den Ausbruch aus der Cup-and-Handle-Formation vollenden und mit der 4,5-Prozent-Jahresmarke übereinstimmen. Danach liegen die nächsten Ziele beim Kurs nahe 99.810 USD und danach bei 106.340 USD. Diese Marken ergeben sich aus Fibonacci-Erweiterungen und der Projektion des Cup-and-Handle-Ausbruchs.
Analyse zum Bitcoin-Kurs: TradingView
Auf der Unterseite ist 89.230 USD die erste wichtige Unterstützung. Fällt der Kurs darunter, drohen weitere Verluste bis 86.650 USD. Dann wäre die bullische Struktur nicht mehr gültig.
Zurzeit bewegt sich der Bitcoin-Kurs in einem engen Bereich.
Der Verkaufsdruck ist seit sechs Monaten so niedrig wie nie, zudem hält die kurzfristige Unterstützung weiter. Außerdem ist ein seltenes historisches Signal nur 4,5 Prozent entfernt. Ob der Bitcoin-Kurs dieses Ziel erreicht, könnte entscheiden, wie es weitergeht.
Binance-Gründer „CZ“: Kommt jetzt der Krypto-Superzyklus durch US-Politikwandel?
Binance-Gründer Changpeng „CZ” Zhao meint, dass der Kryptomarkt in einen „Superzyklus” starten könnte. Er führt diese Entwicklung auf die vollständige Kehrtwende der US-Regierung beim Umgang mit digitalen Vermögenswerten zurück.
Zhaos bullische Prognose für einen Krypto-Superzyklus kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die US-Regierung aktiv das strenge Regelwerk der letzten Jahre abwickelt.
Darum spricht der Binance-Gründer jetzt vom Krypto-Superzyklus
Der Wandel wird durch das neue Gesetz „Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins (GENIUS) Act“ gestützt.
Das GENIUS Act, das im Juli beschlossen wurde, hat die erste bundesweite Regelung für Zahlungs-Stablecoins festgelegt. Dadurch gelten diese Werte nun als wichtiger Teil des US-Finanzsystems und nicht mehr als Risiko für das System.
Allerdings schaut die Branche nun gespannt auf den 15. Januar. An diesem Tag will der Bankenausschuss des Senats den CLARITY Act weiter bearbeiten.
Wird das Gesetz verabschiedet, würde damit der lange Streit um Zuständigkeiten zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beendet. Die Behörden müssten dann bei der Regulierung zusammenarbeiten.
Zudem zeigen sich erste Anzeichen dieser neuen Zusammenarbeit bereits jetzt.
Im letzten Jahr strich die SEC Krypto von ihrer Prüfliste für 2026. Das zeigt, dass die Behörde sich von ihrer Strategie der „Regulierung durch Durchsetzung” entfernt. Stattdessen lenkt sie ihre Mittel nun mehr auf Künstliche Intelligenz und Risiken durch Drittanbieter.
Diese neue Klarheit bei den Regeln öffnet bereits institutionellen Investoren die Tür. Auffällig ist, dass Spot Bitcoin-ETFs seit ihrem Start 2024 mehr als 56 Mrd. USD neues Kapital erhalten haben.
Zur gleichen Zeit entwickeln große Banken wie JPMorgan und Morgan Stanley aktiv Krypto-Produkte.
Dennoch mahnen Marktexperten zur Vorsicht bei allzu bullischen Erwartungen. Sie erinnern daran, dass selbst krypto-freundliche Gesetze kein garantiertes, stetiges Wachstum versprechen.
„Wenn du wegen dieses Tweets glaubst, ein Superzyklus steht bevor, wirst du sehr enttäuscht sein. Senke deine Erwartungen. Es kann sein, dass im nächsten Jahr gar nichts passiert. Das wäre sogar gut, weil du dann mehr sammeln kannst”, sagte Rajat Soni, ein Analyst aus dem klassischen Finanzbereich, .
Auch Binance-Chef Zhao bremste die Erwartungen an einen Krypto-Superzyklus und betonte, er könne „die Zukunft nicht vorhersagen“.
Solana veröffentlicht dringendes Update – Validator-Teilnahme bleibt zurück
Die Solana-Blockchain steht an diesem Wochenende vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Entwickler haben ein „dringendes“ Sicherheitsupdate für die Validatoren im Netzwerk bereitgestellt.
Am zehnten Januar hat Solana Status die sofortige Veröffentlichung des Validator-Clients v3.0.14 bekannt gegeben.
Mehr als die Hälfte der Validatoren nutzt weiterhin veraltete Software
Die offiziellen Mitteilungen bezeichnen das Update als vorsorgliche Maßnahme für mehr „Stabilität“. Dennoch deutet das schnelle Ausrollen darauf hin, dass es sich um eine wichtige Sicherheitsmaßnahme handelt.
„Validatoren! Wenn ihr euren Node noch nicht gepatcht habt, aktualisiert so schnell wie möglich auf 3.0.14“, sagte Tim Garcia, Validator-Relations-Leiter bei der Solana Foundation, auf X.
Allerdings ist die genaue Ursache für die Dringlichkeit nicht bekannt. So muss die Community darauf vertrauen, dass das neue Update jede potenzielle Bedrohung behebt.
Validator-Daten von Solanabeach zeigen dennoch, dass viele das Update noch nicht installiert haben.
Zum Zeitpunkt des Artikels nutzt der Großteil des im Netzwerk gesicherten Werts weiterhin die ältere Software.
Ungefähr 51,3 Prozent des Stakes im Netzwerk wird noch von Validatoren mit der alten Version v3.0.13 verwaltet. Nur 18 Prozent sind schon auf die neue, sichere Version v3.0.14 umgestiegen.
In einem Proof-of-Stake-System sorgt so ein langsames Reagieren auf „dringende“ Updates für eine Phase größerer Unsicherheit.
Dabei kommt es zu diesen technischen Problemen, während sich immer mehr Infrastruktur-Anbieter aus dem Netzwerk zurückziehen.
Die Anzahl der aktiven Validatoren, die Transaktionen verarbeiten und das Ledger sichern, ist im letzten Jahr um 42 Prozent gesunken. Laut Solana Compass gab es einen Rückgang von 1.364 auf 783 Validatoren.
Das führt dazu, dass weniger Teilnehmer über das Netzwerk bestimmen. Zudem zeigt dies, dass der Betrieb eines Solana-Nodes für kleinere Anbieter oft nicht mehr lohnt.
Solana-DEX-Volumen erreicht neuen Höchststand
Trotz dieser Warnzeichen bleiben die Nutzungszahlen von Solana in der Kryptobranche erstaunlich hoch.
Laut DeFiLlama-Daten bleibt die Aktivität auf der Chain stark. Das Handelsvolumen auf DEXes ist diese Woche um 23 Prozent gestiegen und liegt bei mehr als 35 Mrd. USD. Das ist der höchste Wert seit Anfang November.
Solana verarbeitet seit einem halben Jahr zudem achtmal mehr tägliche Transaktionen als jede andere Chain.
Marktkapitalisierung von Stablecoins auf Solana. Quelle: Token Terminal
Daten von Token Terminal zeigen zudem, dass der Stablecoin-Einsatz auf Solana in den letzten zwölf Monaten um etwa 200 Prozent gestiegen ist. Das Netzwerk verzeichnet nun ein neues Allzeithoch von rund 15 Mrd. USD an Stablecoin-Liquidität.
Onyxcoin-Kurs-Prognose: 290-Millionen-USD-Wal-Kauf gibt wichtiges Signal
Der Onyxcoin-Kurs gehört diesen Monat zu den stärksten Bewegungen. Allerdings zeigt die jüngste Entwicklung ein genaueres Bild. XCN liegt zwar immer noch fast 97 Prozent im Plus in den letzten sieben Tagen, doch hinter dieser Zahl verbirgt sich ein deutlicher Rücksetzer. Seit dem 6. Januar hat der Token um etwa 36 Prozent nachgegeben, nachdem er kurz 0,0130 USD erreicht hatte.
Diese Korrektur hat den Trend nicht gebrochen. Stattdessen konsolidiert sich der XCN-Kurs jetzt in einer bullischen Flagge, nachdem er sich Tag für Tag um mehr als 4 Prozent erholt hat. Zudem greifen große Halter ein, und der Verkaufsdruck lässt nach. Die entscheidende Frage ist nun, ob XCN endlich den ersehnten, starken Ausbruch schafft.
Bullische Flagge bleibt stark – wichtige Signale deuten auf Trendwende
Im Tageschart konsolidiert Onyxcoin aktuell in einem klassischen Bull-Flag-Muster. Eine solche Flagge entsteht nach einer starken Aufwärtsbewegung, gefolgt von einem nach unten gerichteten Bereich. So kann sich der Kurs abkühlen, ohne den stärkeren Trend zu brechen. XCN handelt zurzeit nahe der oberen Begrenzung der Flagge – es baut sich folglich Druck auf.
Ein Ausbruch über den wichtigen Widerstand bei 0,0095 USD könnte folglich den Ausbruchspfad von 218 Prozent auslösen, der der Höhe des Mastes entspricht.
XCN-Ausbruchsstruktur: TradingView
Gleitende Durchschnitte liefern zudem weitere Hinweise. Ein exponentiell gleitender Durchschnitt, kurz EMA, gewichtet neuere Preise stärker und hilft, kurzfristige Trends zu erkennen. Onyxcoin’s 20-Tage-EMA steigt derzeit auf die 100-Tage-EMA zu – sollte der Schwung anhalten, deutet dies auf ein mögliches bullisches Überschreiten hin.
EMA-Unterstützung: TradingView
Die 200-Tage-EMA ist hier besonders wichtig. Beim letzten Aufschwung Ende Dezember hat XCN an Fahrt gewonnen, als der Kurs diese langfristige Trendlinie zurückerobert hatte. Auch jetzt liegt der Kurs wieder nahe diesem Level. Ein klarer Ausbruch über die 200-Tage-EMA würde folglich das bullische Flaggenmuster bestätigen und zeigen, dass Käufer weiter den Markt bestimmen.
Bisher wurde das bullische Muster nicht gebrochen, trotz des 36-Prozent-Rückgangs seit dem 6. Januar. Es scheint sich eher um eine Konsolidierung zu handeln, nicht um eine Abweisung.
Whales kaufen weiter – Verkaufsdruck lässt spürbar nach
On-Chain-Daten unterstützen das bullische Bild.
Nach der XCN-Kurskorrektur am 6. Januar haben sogenannte Wale begonnen, XCN zu sammeln. Wallets mit großen Onyxcoin-Beständen haben ihre gemeinsamen Guthaben von rund 42,26 Mrd. XCN auf etwa 42,55 Mrd. XCN erhöht. Das sind fast 290 Mio. zusätzliche XCN in der Konsolidierungsphase.
Onyxcoin-Wale kaufen den Dip: Santiment
Zum aktuellen Kurs entspricht dieser Zukauf etwa 2,6 Mio. USD an Kaufkraft. Entscheidend ist zudem, dass diese Käufe direkt nach dem Kursrutsch einsetzten. Das spricht dafür, dass Wale beim Rücksetzer eingestiegen sind und nicht etwa Gewinne mitgenommen haben.
Auch Daten der Börsen stützen diese Sicht: Die Zuflüsse zu Börsen, die anzeigen, wie viele Token auf Handelsplattformen zum Verkauf bereitgestellt werden, haben am 6. Januar ihren Höhepunkt erreicht, gleichzeitig mit dem Kursabsturz. Seitdem sind diese Einzahlungen von etwa 1,53 Mrd. XCN auf rund 51 Mio. XCN gefallen – ein Rückgang um fast 97 Prozent.
Zuflüsse bei XCN nehmen ab: Santiment
Dieser deutliche Rückgang zeigt, dass der Verkaufsdruck abgenommen hat. Weniger Coins landen an Börsen; das Angebot bleibt größtenteils außerhalb des Marktes. Zusammen mit dem erhöhten Kauf der Wale entsteht so eine Angebotsverknappung, die eher für eine Fortsetzung als für einen Abverkauf spricht.
Diese Onyxcoin-Kursmarken bestimmen den Ausbruch
Die erste Onyxcoin-Kurszone, die man genau beobachten sollte, liegt bei 0,0090 USD. Sie liegt dicht an der 200-Tage-EMA. Ein Halten über diesem Niveau sichert das bullische Muster und steigert die Chancen auf einen Ausbruch.
Der eigentliche Triggerbereich befindet sich um 0,0095 USD. Ein Tagesschluss darüber würde den Ausbruch über die obere Trendlinie der Flagge bestätigen. Kommt es dazu, könnte der Kurs erneut 0,0130 USD und damit das letzte lokale Hoch und den ersten großen Widerstand testen.
Auf der Unterseite ist 0,0083 USD die wichtige Unterstützung. Fällt der Kurs unter diese Marke, wird die Flaggenstruktur schwächer und das zeigt, dass die Konsolidierung nicht klappt. Weiter unten wird 0,0069 USD entscheidend. Ein dauerhafter Kurs unter dieser Zone würde das bullische Szenario komplett ungültig machen.
Onyxcoin-Kursanalyse: TradingView
Im Moment bleibt Onyxcoin im Gleichgewicht. Der XCN-Kurs bewegt sich seitwärts, Wale sammeln weiter Coins und der Verkaufsdruck hat deutlich nachgelassen. Ob daraus ein starker Ausbruch wird, hängt davon ab, wie der Onyxcoin-Kurs an der Flaggen-Resistance und bei den langfristigen gleitenden Durchschnitten reagiert.
Cardano scheitert am Ausbruch: Neue Moves der Holder dämpfen Hoffnung auf 50-Prozent-Rally
Der Kurs von Cardano rückt wieder in den Fokus. Nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch konnte ADA nicht weiter steigen. In den letzten 24 Stunden ist ADA rund 2 Prozent gefallen und bewegt sich seit dem 6. Januar nach unten. Dennoch ist der Rückgang bisher begrenzt. In den vergangenen sieben Tagen blieb der ADA-Kurs weitgehend stabil und rutschte nicht ins Minus.
Diese Ausgeglichenheit kommt nicht zufällig zustande. Cardano zeigt weiterhin eine bullische Struktur, und Kaufdruck ist noch vorhanden. Allerdings hat sich die Art des Kaufens verändert. Diese Veränderung ist nun der wichtigste Faktor, der entscheidet, ob ADA stabil bleibt oder weiter abrutscht.
Bullische Keil-Formation hält – Momentum bleibt vorerst stark
Cardano bewegt sich weiterhin in einem fallenden Keil, der seit Anfang November besteht. Ein fallender Keil gilt meistens als bullisch, weil der Kurs nach unten gedrückt wird, während der Verkaufsdruck nachlässt. Solange die untere Grenze hält, bleibt ein Ausbruch möglich.
Deshalb hat ADA auch die 0,383-USD-Unterstützungszone verteidigt. Dieser Bereich war zuvor ein Widerstand und wurde nach dem Ausbruchsversuch im Januar zur Unterstützung. Damit wurde bisher ein stärkerer Rückgang verhindert.
Auch die Indikatoren für die Marktdynamik stützen diese stabile Lage. Der Money Flow Index (MFI) misst Kauf- und Verkaufsdruck anhand von Kurs und Volumen. Zwischen Anfang November und dem 10. Januar ging der ADA-Kurs nach unten, während der MFI nach oben zeigte. Diese Entwicklung legt nahe, dass Käufer bei Kursrückgängen weiterhin aktiv sind.
Bullisches Muster für ADA: TradingView
Auf den ersten Blick sieht das positiv aus und erklärt, warum der Kurs trotz Ablehnung an der oberen Trendlinie nicht gefallen ist. Doch reine Indikatoren zeigen nicht, wer die ADA-Coins kauft. Um einzuschätzen, ob diese Unterstützung hält, ist das Verhalten der Halter wichtiger als technische Werte.
Holder-Wechsel zeigen sinkendes Vertrauen im Hintergrund
On-Chain-Daten zeigen einen klaren Unterschied zwischen Langzeit- und Kurzzeitinhabern.
Langzeitinhaber verkaufen aktuell verstärkt. Am 9. Januar stieg der Wert der bewegten Coins im Alter von 365 Tagen bis 2 Jahren stark an. Die Aktivität dieser Gruppe ging von rund 1,92 Mio. ADA auf 4,51 Mio. ADA nach oben, ein Anstieg von etwa 135 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Dieser Sprung deutet darauf hin, dass ältere Inhaber eher verkaufen, statt über die Schwankungen hinweg zu halten.
Langzeit-Halter könnten verkaufen: Santiment
Die „Spent Coins Age Band“ zeigt, wie lange Coins gehalten wurden, bevor man sie bewegt hat. Damit sieht man, welche Gruppen gerade stärker verkaufen.
Kurzzeithalter verhalten sich anders. In der Gruppe mit 30 bis 60 Tagen Haltedauer ist der Verkaufsdruck stark gesunken. Die bewegten Coins in dieser Gruppe gingen von ungefähr 55,42 Mio. ADA auf 4,28 Mio. ADA zurück – das sind fast 92 Prozent weniger. Das zeigt, dass Kurzzeitteilnehmer eher kaufen als verkaufen.
Kurzzeit-Halter verkaufen deutlich weniger: Santiment
Durch diese Veränderung bekommt das MFI-Signal eine andere Bedeutung. Der steigende MFI spiegelt jetzt wohl eher kurzfristige Käufe bei Rückgang wider als echtes langfristiges Vertrauen. Wenn Langzeit-Halter verkaufen und Kurzzeit-Trader einspringen, kann sich der Kurs zwar stabil halten, aber diese Unterstützung ist meist nur von kurzer Dauer, da Kurzzeithalter häufig spekulativ agieren.
Diese Mischung erhöht das Risiko, weil spekulatives Kapital das geduldige Kapital ersetzt. Auch die Positionierung bei Derivaten, die im nächsten Abschnitt angesprochen wird, verstärkt dieses Ungleichgewicht.
Derivatives-Skew und wichtige Marken: Diese Faktoren bestimmen den nächsten Cardano-Kurs
Liquidationsdaten zeigen, dass sich der Markt stark in eine Richtung bewegt. Auf dem ADA-USDT-Perpetual-Markt von Binance liegt der kumulierte Long-Liquidationshebel bei fast 26,66 Mio. USD, während der Short-Liquidationshebel etwa 14,11 Mio. USD ausmacht. Long-Positionen sind also etwa 89 Prozent größer als die Short-Positionen – ein sehr bullischer Trend.
ADA-Liquidationskarte: Coinglass
Obwohl dieser Trend bullisch wirkt, steigt dadurch das Risiko für Verluste nach unten. Wenn der Kurs fällt und das spekulative Kapital abgezogen wird, könnten viele Long-Positionen schnell aufgelöst werden. Dies würde größere Verluste durch Zwangsliquidationen beschleunigen.
Aus Sicht des Kurses ist der Weg klar: Damit der bullische Fall wieder wahrscheinlicher wird, muss ADA täglich über 0,437 USD schließen. Damit würde die schwache Abwärtstrendlinie (nur zwei Berührungspunkte) gebrochen und ein Anstieg um bis zu 49 Prozent nach dem Keil-Muster wäre wieder möglich.
Wenn der Cardano-Kurs diese Zone nicht zurückerobert, steigt das Risiko weiter. Fällt der Kurs unter 0,351 USD, wird die Keilstruktur schwächer und bei 0,328 USD liegt die nächste wichtige Unterstützung. Sollte Cardano auch diese Marken verlieren, bestätigt das, dass die letzte stabile Phase eher zur Verteilung als zur Sammlung genutzt wurde.
Cardano-Kurs-Analyse: TradingView
Im Moment zeigt sich der Cardano-Kurs von außen ausgeglichen, wirkt aber im Hintergrund unsicher. Der Keil ist noch intakt und die Dynamik scheint unterstützend, allerdings verkaufen Langzeitinhaber ihre Coins, während Käufer mit kurzem Zeithorizont einsteigen. Zudem ist wenig Spielraum bei den Derivaten vorhanden.
Die nächste Entwicklung hängt davon ab, wie lange das spekulative Kapital aktiv bleibt.
Zcash in der Zwickmühle: Kehrt der ZEC Kurs auf 300 USD zurück?
Zcash Prognose für Sonntag, 11. Januar 2026: Der Zcash Kurs könnte jetzt zur Golden Ratio Unterstützung bei rund 300 USD zurückkehren.
Damit könnte der ZEC Kurs bald erneut bullisch abprallen. Jedoch besteht die Gefahr, dass der Kurs bärisch ausbricht.
Zcash weist derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 6,2 Milliarden USD auf
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 6,2 Milliarden USD ist Zcash auf Platz 30 im Ranking der größten Kryptowährungen auf dem Markt. Das Handelsvolumen beträgt dabei rund 670 Millionen USD.
Das fällt im Verhältnis zur Marktkapitalisierung normal aus.
Zcash auf Coingecko Der Zcash Kurs ist im Januar bereits rund 33 % gefallen
Seit Beginn des Jahres ist der Kurs bereits um rund 33 % gefallen. Derzeit befindet er sich rund 49 % unter dem letzten Hoch bei rund 750 USD.
Das Histogramm des MACDs beginnt dabei in diesem Monat bärisch tiefer zu ticken. Währenddessen sind die MACD Linien noch bullisch überkreuzt.
Der RSI bewegt sich währenddessen in überkauften Regionen und kehrt langsam in den neutralen Bereich zurück. Insgesamt könnte der Kurs jetzt um weitere 27 % fallen, um die Golden Ratio bei rund 300 USD zu erreichen.
Sollte diese Unterstützung nicht halten, könnte der Kurs sogar um weitere 58 % fallen, um die 50-Monate-EMA Unterstützung bei rund 116 USD zu erreichen. Vom aktuellen Preisniveau impliziert das ein Abwärtspotenzial von rund 69 %.l
Zcash Preis Chart von Tradingview Zcash konnte die Korrekturphase nicht hinter sich lassen – es geht in die zweite Runde
Im Wochenchart haben die EMAs ein Golden Crossover geformt, womit der Trend mittelfristig bullisch bestätigt ist. Im Gegensatz dazu haben sich die MACD Linien jetzt bärisch überkreuzt und das Histogramm des MACDs tickt seit letzter Woche bärisch tiefer.
Der RSI gibt dabei keine eindeutigen Signale sondern bewegt sich in neutralem Gebiet.
Zcash Preis Chart von Tradingview Wird der Zcash Kurs erneut an der Golden Ratio Unterstützung bei rund 300 USD bullisch abprallen können?
Im Tageschart weisen die EMAs auch noch ein Golden Crossover auf, womit der Trend kurz- bis mittelfristig bullisch bestätigt bleibt. Das Histogramm des MACDs zeichnet hingegen einen klaren Abwärtstrend auf und die MACD Linien sind bärisch überkreuzt, während sich der RSI in neutralem Gebiet bewegt.
Der Kurs könnte jetzt erneut zur Golden Ratio Unterstützung bei rund 300 USD zurückkehren, woran der Kurs zuvor bullisch abprallen konnte. Dort fungiert der 200-Tage-EMA (289 USD) als zusätzliche Unterstützung.
Zwar könnte der Kurs dort erneut bullisch abprallen, da der Kurs aber ein zweites Mal dorthin zurückkehrt, erhöhen sich die Chancen, dass der Kurs bärisch ausbricht. Denn nach dem bullischen Abpraller konnte der Kurs das entscheidende Golden Ratio Niveau bei rund 580 USD nicht überwinden.
Damit bleibt Zcash in einer aktiven Korrekturphase.
Zcash Preis Chart von Tradingview Im 4H-Chart zeichnet der RSI eine bullische Divergenz ab
Im 4H-Chart haben die EMAs jetzt ein Death Cross geformt, womit der Trend kurzfristig bärisch bestätigt ist. Zudem sind auch die MACD Linien bärisch überkreuzt.
Das Histogramm des MACDs tickt hingegen derzeit bullisch höher und der RSI zeichnet eine bullische Divergenz ab. Damit könnte der Kurs erneut zum nächsten Fib Widerstand bei rund 447 USD zurückkehren, woran der Kurs vor wenigen Tagen bärisch abgewiesen wurde.
Zcash Preis Chart von Tradingview Gegen Bitcoin könnte der Zcash Kurs um weitere 28 % fallen
Gegen Bitcoin könnte Zcash jetzt zur Golden Ratio Unterstützung bei rund 0,0032 BTC zurückkehren. Das impliziert ein Abwärtspotenzial von rund 28 %.
Das Histogramm des MACDs beginnt dabei in diesem Monat bärisch tiefer zu ticken, obschon die MACD Linien noch bullisch überkreuzt sind. Der RSI gibt dabei weder bullische noch bärische Signale.
Zcash Preis Chart von Tradingview
Zcash (ZEC) wird unter anderem auf diesen Krypto-Börsen gehandelt:
Coinbase
Bitget
Bybit
Binance
Kraken
KuCoin
OKX
Hier geht es zur letzten Zcash Kurspognose vom 30. Dezember 2025.
Ethereum-Gründer Buterin fordert „Sovereign Web“-Tools gegen Konzernmacht
Vitalik Buterin, der Mitgründer von Ethereum, fordert die Entwicklung digitaler Werkzeuge, die besonders auf die Unabhängigkeit und den Schutz der Privatsphäre der Nutzer achten.
Am 10. Januar schrieb Buterin auf der Social-Media-Plattform X, dass Entwickler sich stärker darauf konzentrieren sollten, ein „souveränes Web“ zu erschaffen. Dieses neue Web soll Nutzer vor psychologischer Beeinflussung und Datensammlung durch Unternehmen schützen.
Vitalik Buterin stellt Plan für unabhängiges Web ohne Big Tech vor
Buterin richtete seine schärfste Kritik an das aktuelle Internet-Ökosystem, das er als „corposlop“ bezeichnete.
Er erklärte, dass diese Entwicklung durch modernes und sauberes Marketing sowie durch übertriebene Firmen-Optimierung entsteht. Ziel ist es, noch mehr Gewinn zu machen, wobei die Selbstbestimmung der Nutzer verloren geht.
Nach Buterin ist dieses Umfeld von einer „seelenlosen“ Gleichförmigkeit geprägt. Große Technologieunternehmen achten daher besonders auf kurze Interaktionen, wie sie etwa aus Algorithmen entstehen, die auf schnellen Belohnungen oder künstlicher Empörung basieren. Echte langfristige Werte bleiben dabei auf der Strecke.
Buterin betonte besonders das Problem unnötiger Massendatensammlungen und geschlossener Plattformen („walled gardens“). Solche Plattformen verlangen hohe Gebühren und verhindern absichtlich die Zusammenarbeit mit anderen Diensten.
Diese Methoden sorgen nur scheinbar für besseren Service und nehmen den Menschen in Wahrheit immer mehr Selbstbestimmung.
Als Gegenvorschlag zu diesem Geschäftsmodell wünscht sich der Ethereum-Mitgründer ein neues Verständnis von digitaler Souveränität.
Früher meinte „Souveränität“ vor allem, staatlicher Zensur zu entkommen. Heute, so findet Buterin, muss die Bedeutung erweitert werden: Es geht darum, auch die eigene psychologische Unabhängigkeit zu schützen.
„[Souveränität] bedeutet, Dinge zu tun, weil du an sie glaubst, und unabhängig zu sein von dem gleichmachenden und seelenraubenden Konzept von ‚dem Meta‘”, erklärte Buterin.
Wahre Souveränität, meint Buterin, braucht kryptografische Werkzeuge. Sie sollen Menschen vor Firmen schützen, die ihre Aufmerksamkeit und ihr Geld „ernten“ wollen.
„Ich muss zugeben, die Bitcoin-Maximalisten waren viel früher dran: Ein großer Teil ihres Widerstands gegen ICOs, andere Token außer Bitcoin, willkürliche Finanzanwendungen und so weiter, war genau, Bitcoin ‚souverän‘ zu halten und nicht zu ‚corposlop‘ werden zu lassen”, schrieb Buterin.
Damit dieses souveräne Web Wirklichkeit werden kann, hat Buterin eine klare Roadmap für Entwickler beschrieben. Sie sollen Anwendungen bauen, die Privatsphäre schützen, möglichst lokal funktionieren und nur wenig auf Dritte angewiesen sind.
Außerdem sollen neue Finanzwerkzeuge den Aufbau von nachhaltigem Vermögen fördern. Plattformen, die Spekulation mit hohem Hebel oder „Sportwetten-Verhalten“ fördern, lehnt er jedoch ausdrücklich ab.
Zum Schluss bat Buterin um offene KI-Systeme. Sie sollen die Produktivität von Mensch und Maschine verbinden und nicht dazu führen, dass Nutzer immer passiver werden.
Garlinghouse feiert Mega-Jahr: Ripple feuert aus allen Rohren!
Ripple-CEO Brad Garlinghouse ist in Feierlaune. In seiner Nachricht auf X zog er Bilanz für 2025 – und die fällt spektakulär aus. Garlinghouse verglich den Erfolg mit Football-Legende Tom Brady: einfach nur „großartig” zu sagen, wäre eine Untertreibung. Für Ripple und XRP war 2025 ein Jahr der Superlative.
Zwei Übernahmen beschleunigen die Vision
Ripple hat im vergangenen Jahr zwei strategische Übernahmen abgeschlossen: Ripple Prime und GTreasury. Beide Zukäufe erweitern Ripples Fähigkeiten erheblich und bringen das Unternehmen seiner Vision näher – dem „Internet of Value”.
Ripple Prime stärkt das institutionelle Geschäft mit Prime-Brokerage-Services. GTreasury bringt Treasury-Management-Expertise ins Ökosystem. Die Kombination ermöglicht es Ripple, Unternehmenskunden eine vollständige Palette an Finanzdienstleistungen anzubieten.
Garlinghouse betonte dabei die zentrale Rolle von XRP: „XRP war und wird auch weiterhin das Herzstück dieser Vision sein.” Eine klare Ansage an alle, die den Token nur als Spekulationsobjekt sehen.
Neue Ripple UK-Lizenz erweitert globale Reichweite
Passend zur Bilanz verkündete Ripple eine weitere Lizenz. Das Unternehmen erhielt die EMI-Lizenz (Electronic Money Institution) im Vereinigten Königreich. Damit wächst Ripples ohnehin beeindruckendes Lizenzportfolio weiter.
Fun Fact: Ripple verfügt mittlerweile über eines der umfassendsten Lizenzportfolios in der gesamten Krypto-Branche – von der OCC-Banklizenz in den USA bis zur MiCA-Konformität in Europa.
Die UK-Lizenz ist strategisch wichtig. Nach dem Brexit ist Großbritannien ein eigenständiger Regulierungsraum. Für Ripple bedeutet das direkten Zugang zu einem der wichtigsten Finanzmärkte der Welt.
Ripple: Langfristige Vision statt Hype-Zyklen
In seiner Nachricht distanzierte sich Garlinghouse klar von kurzfristigem Denken. Ripple werde weiterhin langfristig planen, anstatt Marktzyklen und Hypes hinterherzujagen. Der Aufbau von Krypto-Infrastruktur, die Modernisierung globaler Finanzsysteme und das Überdenken veralteter Strukturen – all das passiere nicht über Nacht.
Diese Aussage ist typisch für Ripples Strategie. Während andere Projekte auf schnelle Gewinne setzen, baut Ripple systematisch ein reguliertes Finanzimperium auf. XRP und RLUSD sind dabei die zentralen Bausteine.
Die Botschaft an Investoren ist klar: Geduld zahlt sich aus. Ripple denkt in Jahren, nicht in Quartalen.
Ausblick auf 2026
Garlinghouse kündigte an, dass 2026 noch bedeutender werden soll. „Wir feuern aus allen Rohren”, schrieb er. Die Voraussetzungen sind geschaffen: regulatorische Klarheit, institutionelle Partnerschaften und ein wachsendes Produktportfolio.
Mit der OCC-Banklizenz, der RLUSD-Expansion auf Layer-2-Netzwerke und den XRP Spot ETFs hat Ripple bereits in den ersten Wochen des Jahres geliefert. Die 30 aufeinanderfolgenden Tage mit ETF-Zuflüssen zeigen, dass institutionelle Investoren an Bord kommen.
Für die XRP-Community ist Garlinghouses Optimismus ein starkes Signal. Nach Jahren der SEC-Klage und regulatorischer Unsicherheit scheint Ripple endgültig in der Offensive. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie groß der Erfolg 2026 wird.
Garlinghouse bringt es auf den Punkt: „It’s happening!”
Mega-Deal: Ripple steigt bei BNYs Blockchain-Revolution ein!
BNY, eine der größten Depotbanken der Welt mit 57,8 Billionen Dollar unter Verwaltung, hat tokenisierte Einlagen für institutionelle Kunden gestartet. Ripple Prime ist unter den ersten Early Adopters – neben Wall-Street-Giganten wie Citadel Securities und der Intercontinental Exchange (ICE). Für das Unternehmen ist das ein weiterer Meilenstein in der Partnerschaft mit dem Bankenriesen.
Was BNY launcht
BNY ermöglicht es institutionellen Kunden ab sofort, Bankeinlagen über Blockchain-Infrastruktur zu bewegen. Die tokenisierten Einlagen spiegeln echte Kundengelder wider, die bei der Bank liegen. Anders als Stablecoins bleiben diese Gelder innerhalb des regulierten Bankensystems.
Der Vorteil: Transaktionen können rund um die Uhr abgewickelt werden, auch an Wochenenden und Feiertagen. Das löst ein fundamentales Problem. Krypto-Märkte schlafen nie, aber traditionelle Banken haben Öffnungszeiten. Mit tokenisierten Einlagen können Millionenbeträge für Margin-Calls oder Sicherheiten sofort bewegt werden.
Fun Fact: BNY bezeichnet tokenisierte Einlagen als das „Bindegewebe” zwischen traditionellen Assets und digitalen Rails. Die Bank denkt groß.
Ripple Prime im Elite-Club
Ripple Prime, die institutionelle Prime-Brokerage-Sparte von Ripple, gehört zu den ersten Nutzern der neuen Technologie. Die Gesellschaft steht damit neben Schwergewichten wie Citadel Securities, ICE, DRW Holdings, Baillie Gifford und Circle.
Noel Kimmel, President von Ripple Prime, kommentierte: „BNY bleibt der Kurve voraus und bringt digitale Assets direkt ins Bankensystem. Wir sind stolz, unsere langjährige strategische Zusammenarbeit als Early Adopter der tokenisierten Einlagen zu erweitern.”
Für das Unternehmen ist die Nennung neben Citadel Securities bedeutsam. Es positioniert das Unternehmen im inneren Kreis der vertrauenswürdigen institutionellen Infrastruktur. Das ist genau die Legitimation, die Ripple für die Eroberung des traditionellen Finanzsektors braucht.
Bestehende Partnerschaft wächst
Die Zusammenarbeit ist nicht neu. BNY fungiert bereits als primärer Reserve-Custodian für Ripples Stablecoin RLUSD. Die Bank verwahrt die Cash-Reserven, die den Stablecoin decken.
Im Tweet zur Ankündigung betonte Ripple: „Wir sind stolz, unsere langjährige, strategische Zusammenarbeit mit BNY auszubauen. Gemeinsam verbinden wir traditionelle und digitale Märkte.”
Diese Aussage fasst Ripples Strategie perfekt zusammen. Während andere Krypto-Projekte gegen das traditionelle Finanzsystem kämpfen, baut das Unternehmen Brücken. BNY ist dabei der perfekte Partner – etabliert, reguliert und mit enormer Reichweite.
Was das für Ripple bedeutet
Für Ripple Prime bedeutet der Zugang zu tokenisierten Einlagen verbesserte Liquiditätsverwaltung, effizienteres Collateral-Management und schnellere Settlement-Zeiten. Das sind essenzielle Komponenten für institutionelle Digital-Asset-Operationen.
Die Partnerschaft stärkt Ripples Position an der Schnittstelle von traditioneller Finanzwelt und Blockchain-Infrastruktur. Mit der OCC-Banklizenz, RLUSD und nun BNYs tokenisierten Einlagen baut Ripple systematisch ein reguliertes Finanzimperium auf.
Für die XRP-Community ist das ein weiteres bullishes Signal. Ripple spielt in der obersten Liga mit – und das Ökosystem profitiert davon.
Ethereum-Staking erreicht Engpass: Institutionen investieren trotz niedriger Renditen
Bei Ethereum hat sich die Staking-Landschaft im letzten Monat stark verändert. Insbesondere institutionelle Anleger wie BitMine und neue ETFs haben das Netzwerk überschwemmt.
Durch diesen Zustrom gibt es nun einen Engpass. Neue Teilnehmer müssen ungefähr einen Monat warten, bis ihre gestakten Vermögenswerte Erträge bringen.
Institutionen setzen verstärkt auf Ethereum-Staking – trotz Rekordtiefs bei den Renditen
Am 9. Januar hat der Blockchain-Analyst Ember CN berichtet, dass BitMine in den vergangenen 30 Tagen mehr als 1 Million ETH (über 3,2 Mrd. USD) in Ethereums Proof-of-Stake-System eingebracht hat.
Diese einzelne Einzahlung macht etwa ein Viertel von BitMines gesamtem Firmenvermögen aus und hat die Eintrittswarteschlange auf 1,7 Millionen ETH anschwellen lassen. Das ist der höchste Stand seit 2023.
Zudem wurde dieser Anstieg auch durch die Einführung regulierter US-Finanzprodukte bei Staking ausgelöst.
In der vergangenen Woche haben der Grayscale Ethereum Staking ETF und der TETH ETF von 21Shares ihre ersten Prämien ausgezahlt. Diese Zahlungen zeigen, dass traditionelle Anlageprodukte die Staking-Erträge aus dem Protokoll erfolgreich an die Anleger weitergeben können.
Bemerkenswert ist, dass dieser institutionelle Trend selbst bei deutlich gesunkenen Staking-Belohnungen anhält.
Laut Daten zur Warteschlange der Validatoren ist der jährliche prozentuale Staking-Ertrag (APR) von ETH Anfang des Jahres auf das Rekordtief von 2,54 Prozent gefallen. Inzwischen hat er sich leicht auf 2,85 Prozent erholt. Im vergangenen Jahr lag der APR im Schnitt bei über 3,0 Prozent.
Ethereum Staking APR. Quelle: ValidatorQueue
Diese Zahlen zeigen, dass Anleger weiterhin bereit sind, ihre Vermögenswerte zu staken – obwohl die Erträge deutlich gesunken sind.
Trotz des Einstiegs regulierter US-Unternehmen bleibt die Kontrolle beim ETH-Staking weiterhin auf einige wenige große Akteure verteilt.
Laut Daten von Dune Analytics dominiert die dezentrale Organisation Lido DAO mit 24 Prozent aller gestakten Ether. Binance folgt mit 9,15 Prozent und Ether.fi mit 6,3 Prozent. Coinbase, die größte US-Krypto-Handelsplattform, hält 5,08 Prozent.
Besonders auffällig ist, dass weiterhin viele anonyme Teilnehmer mitmachen. Die Daten von Dune Analytics zeigen außerdem, dass unbenannte Akteure etwa 27 Prozent der gesamten Einlagen kontrollieren.
So bleibt ein großer Teil von Ethereums Sicherheitsstruktur in den Händen von anonymen Operatoren. Diese müssen keine Vorschriften einhalten wie Unternehmen etwa BitMine.
Polygon-Kurs steigt um 50 Prozent dank starker On-Chain-Nachfrage – Hält der Aufwärtstrend?
POL, der eigene Token des Polygon-Netzwerks, ist in einer Woche um mehr als 50 Prozent gestiegen. Der POL-Kursanstieg kam nicht von einem kurzen Sprung oder einer einzelnen Nachricht. Stattdessen war er durch konstante Nachfrage auf der Kette im gesamten Netzwerk gestützt.
Jetzt, wo der Kurs in der Nähe der letzten Höchststände eine Pause macht, ändert sich der Fokus. Es geht nicht mehr nur um Aufwärtsdynamik. Die wichtige Frage ist nun, ob POL sich gesund seitwärts bewegt oder in eine stärkere Korrektur gerät.
Stabile On-Chain-Nachfrage bleibt – Schwung lässt nach
On-Chain-Daten zeigen, dass Polygon in der ersten Januarhälfte weiterhin stabil genutzt wurde. Die Zahl der täglichen, einzigartigen Adressen bleibt konstant. Zudem nimmt die Zahl der Transaktionen – wie auch bei anderen großen EVM-Netzwerken – zu. Das deutet auf eine dauerhafte Nachfrage und weniger auf kurzfristige Spekulation hin.
Mehr On-Chain-Transaktionen: Dune
Diese anhaltende On-Chain-Nachfrage erklärt, warum POL so stark gestiegen ist. Nutzer verlassen das Netzwerk nicht und die Aktivität bleibt auch nach dem Kursanstieg hoch. Das bildet eine stabile Basis für die Entwicklung.
Einzigartige Adressen bleiben stabil: Dune
Allerdings zeigen Indikatoren für die Dynamik erste Unterschiede. Der Relative-Stärke-Index (RSI) misst die Kursdynamik, indem er jüngste Gewinne mit Verlusten vergleicht. Wenn der RSI steigt, aber der Kurs nicht nachzieht, deutet das darauf hin, dass die Kursdynamik nicht mehr voll umgesetzt wird.
Zwischen Mitte Oktober und Anfang Januar macht der POL-Kurs tiefere Hochs, während der RSI höhere Hochs zeigt. Dieses Muster heißt versteckte bärische Divergenz. Es bedeutet nicht sofort Panik oder einen Einbruch, sondern zeigt, dass die Stärke nachlässt und das Risiko eines Rücksetzers nach dem starken Anstieg zunimmt.
POL zeigt versteckte bärische Divergenz: TradingView
Diese Divergenz bestätigt sich erst, wenn die nächste Kurskerze unter 0,174 USD liegt. Im Moment ist es nur ein Hinweis, dass die Rallye vielleicht eine Pause braucht.
Polygon-Wale verkaufen, während Kleinanleger weiter kaufen
Das Verhalten der Halter zeigt, wie diese Pause verlaufen könnte.
Große Halter haben ihre Bestände noch vor der aktuellen Kurspause reduziert. Wallets mit zwischen 100 Mio. und 1 Mrd. POL haben ab dem 3. Januar begonnen, ihre Bestände zu verringern. Seitdem sind diese von etwa 743,6 Mio. auf circa 708,3 Mio. POL gefallen.
Die nächste Kategorie, mit 10 Mio. bis 100 Mio. POL pro Wallet, ist später gefolgt. Diese Gruppe reduzierte ab dem 7. Januar ihre Bestände von rund 571,7 Mio. auf etwa 563,0 Mio. POL.
POL-Whales verlieren Interesse: Santiment
Zur gleichen Zeit bewegen sich kleinere Halter in die entgegengesetzte Richtung. Nutzer mit zwischen zehn und 10.000 POL haben ihre Bestände während der Rallye und auch in der aktuellen Pause kontinuierlich ausgebaut.
Mögliches Retail-Kaufen: Santiment
Diese Entwicklung ist wichtig. Whales scheinen auf die nachlassende Dynamik und die Charts zu reagieren. Kleinere Anleger reagieren dagegen wahrscheinlich eher auf die sichtbare On-Chain-Nachfrage und die stärkere Netzwerkaktivität.
Oft führt so eine Mischung zu einer längeren Seitwärtsphase. Es kann aber auch sein, dass das Risiko für eine stärkere Korrektur steigt, wenn anhaltende Nachfrage nicht mehr für neue Impulse sorgt.
Polygon-Kurs: Diese Marken entscheiden über Seitwärtsphase oder starken Rücksetzer
Nun entscheidet die Entwicklung des POL-Kurses über das nächste Szenario. Bleibt POL über 0,155 USD, spricht viel für eine Seitwärtsbewegung. Diese Marke war schon Anfang November ein wichtiger Unterstützungsbereich. Sie zu halten, könnte Verkäufe auffangen und die Struktur bewahren.
Steigt der Kurs wieder klar über 0,188 USD, schwächen sich die bärischen Signale ab. Ein starker Schlusskurs oberhalb von 0,213 USD würde die Divergenz komplett aufheben und den Weg in Richtung 0,253 USD freimachen.
POL-Kursanalyse: TradingView
Auf der Unterseite würde ein anhaltender Bruch unter 0,155 USD das Bild verändern. Das eröffnet Platz in Richtung 0,142 USD. Sollte der Verkauf stärker werden, ist zudem ein weiterer Rückgang in die Nähe von 0,098 USD möglich.
Aktuell bleibt der POL-Coin weiterhin durch eine stabile Nachfrage auf der Chain unterstützt.
Die Aufwärtsbewegung hält zwar an, jedoch lässt das Momentum nach und große Halter ziehen sich momentan zurück. Ob es nun zu einer einfachen Seitwärtsphase oder zu einem stärkeren Rückgang kommt, hängt davon ab, wie sich der Kurs an den Unterstützungen verhält.
Undurchsichtige Lobbygruppe startet Anti-DeFi-Kampagne – CLARITY-Act-Abstimmung steht kurz bevor
Eine neue Interessengruppe hat eine landesweite Werbekampagne gestartet. Diese lehnt es ab, dezentrale Finanzsysteme (DeFi) in das kommende Krypto-Gesetz aufzunehmen.
Die Aktion verschärft den Streit um Lobbyarbeit. Dieser findet nur wenige Tage vor einer wichtigen Abstimmung im Senat über das Gesetz zur Struktur des Krypto-Marktes statt.
„Investors for Transparency“ kritisiert DeFi, verschweigt dabei eigene Geldgeber
Die Gruppe nennt sich „Investors for Transparency“. Sie zeigt ihre Werbespots während der Hauptsendezeit auf Fox News.
Die Werbung fordert die Zuschauer auf, Druck auf die Senatoren auszuüben. DeFi soll aus dem erwartet vorteilhaften Regulierungsrahmen ausgeschlossen werden, der im Rahmen des Gesetzentwurfs zur Marktstruktur am 16. Januar vom Bankenausschuss des Senats behandelt wird.
Die Kampagne hat bei führenden Köpfen der Krypto-Branche und bei Politikern, die Krypto unterstützen, sofort Kritik ausgelöst. Sie meinen, die Gruppe stehe für traditionelle Finanzinteressen, die Konkurrenz verhindern wollen.
Der US-Politiker Warren Davidson kritisierte die Kampagne als Schutzmaßnahme großer Institutionen, um den Ist-Zustand zu bewahren.
„Dezentrale Finanzsysteme (DeFi) machen großen Finanzinstituten und dem Überwachungsstaat Angst. Mit DeFi kannst du Mittelsmänner ausschalten, Kosten senken, Privatsphäre schützen … Kurz gesagt: DeFi verteidigt Freiheit, deshalb wollen sie es abschaffen”, sagte er.
Bemerkenswert finden Branchenmitglieder auch, wie ironisch der Name der Lobby-Gruppe ist.
Auf der eigenen Website schreibt die Organisation, dass sie ein „goldenes Zeitalter haltbarer Finanzinnovationen” mit Vertrauen und Integrität schaffen will. Allerdings nennt sie weder ihre Geldgeber noch ihr Führungsteam.
„Eine Gruppe mit dem Namen ‚Investors for Transparency‘ schaltet öffentliche Werbung und macht Lobbyarbeit, um DeFi zu beenden. Das ist ironisch, denn DeFi ist das transparenteste Finanzsystem der Welt. Wenig überraschend nennt die Website nicht, wer sie finanziert”, sagte Hayden Adams, der Gründer des DeFi-Protokolls Uniswap, auf X.
Der Streit zeigt auch einen zentralen Konflikt im vorgeschlagenen Gesetz. Es geht darum, wie bestehende Finanzregeln auf Software-Protokolle angewendet werden können, die ohne zentrale Vermittler arbeiten.
Das Gesetz soll zwar ein einheitliches System für digitale Börsen, Verwahrung und Einordnung schaffen. Allerdings bleibt DeFi ein strittiges Thema.
Die Aufsichtsbehörden wollen den Bereich streng überwachen, um Geldwäsche zu verhindern. Entwickler meinen jedoch, dass Regeln wie bei Banken für reine Software technisch unmöglich sind.
Der Vorsitzende des Bankenausschusses im Senat, Tim Scott, begleitet den Gesetzesprozess. Er erklärt, dass die neuen Regeln eine Balance zwischen Innovation und Sicherheit bieten sollen.
Scott erklärte weiter, das neue Regelwerk gebe Unternehmern Planungssicherheit in den USA. Gleichzeitig werde es „Kriminellen und feindlichen Staaten“ schwer gemacht, die Technik auszunutzen.
Branchenkenner erwarten, dass das Komitee den endgültigen Text zu den DeFi-Regeln kurz vor der Abstimmung veröffentlicht.
Michaël van de Poppes Strategie für Altcoins enthüllt: Darum könnte 2026 richtig lukrativ werden
Altcoins hatten in den letzten Monaten Schwierigkeiten, einen klaren Aufwärtstrend zu zeigen. Viele Anleger haben im zweiten Quartal und in der ersten Hälfte des dritten Quartals 2025 alternative Coins gekauft, weil sie auf hohe Gewinne hofften, sobald der Bitcoin-Kurs wieder stärker wird. Diese Erwartung wurde nicht erfüllt, da Bitcoin gestiegen ist, während viele Altcoins kaum Bewegung zeigten.
In dieser Zeit blieb viel Kapital in Altcoins, obwohl es kaum Aufwärtspotenzial gab. Viele Anleger entschieden sich dafür, ihre Coins zu halten, weil sie eine später einsetzende Rotation erwarteten. Dennoch blieb diese Schwäche bestehen, da Altcoins beim Kurs meistens schlechter als Bitcoin abschnitten.
Deshalb sprach Michaël van de Poppe in einem exklusiven Interview mit BeInCrypto darüber, was die Vergangenheit für die Zukunft bedeuten könnte und wie sich der Altcoin-Markt im Jahr 2026 entwickeln könnte.
Startet jetzt Altcoins bald durch?
Im Oktober 2025 änderte sich kurzzeitig die Stimmung. Einige Altcoins stiegen schnell im Kurs, und viele hofften, dass eine Altcoin-Saison begonnen hatte. Doch diese Bewegung hielt nicht lange an. Die Kurse fielen innerhalb weniger Wochen wieder, Gewinne wurden ausgelöscht und der Zweifel im Markt wurde wieder stärker.
Altcoin Season Index. Quelle: Blockchain Center
Seitdem ist die Enttäuschung gewachsen. Altcoins sinken weiterhin im Vergleich mit Bitcoin auf neue Tiefs. Michaël van de Poppe vergleicht die aktuelle Lage mit dem dritten Quartal 2019 und der Mitte von 2015. Er sieht bei vielen Anlegern eine große Erschöpfung, während sie andere Anlageklassen bessere Ergebnisse erzielen sehen, was sich aber 2026 ändern könnte.
„Das kommende Jahr sollte diese Entwicklung ändern, in dem geduldige Investoren für ihre Bereitschaft, auf das Web3-Ökosystem zu setzen, belohnt werden. Deshalb sollten einzelne Krypto-Protokolle selektiv eine positive Rendite bringen“, sagte Michaël.
Darauf kommt es jetzt für Anleger an
Michaël betont, dass es wichtig ist, das eigene Portfolio auf Grundlagen aufzubauen – nicht nur auf Geschichten aus der Community. Er warnt davor, nur Trends oder einen einzelnen „Lieblings“-Token zu verfolgen, da das zusätzliche Risiken bringt. Die starke Entwicklung im Markt wechselt oft unerwartet, besonders in Umbruchphasen.
Stattdessen legt er Wert auf Protokolle, die sich stetig weiterentwickeln. Entwicklung, ein wachsendes Ökosystem und die echte Nutzung sind für ihn wichtiger als kurzfristige Kursgewinne. Laut van de Poppe sind das die Faktoren, die später – wenn die Stimmung stabiler ist – den Wert bestimmen.
„Ich schaue auf Protokolle, die Technologie bauen, die später für das gesamte On-Chain-Ökosystem gebraucht wird. Auch schaue ich darauf, ob Aktivität, gesperrte Werte und Einnahmen in ihrem Ökosystem steigen“, sagte Michaël.
Er hebt Arbitrum (ARB), Chainlink (LINK) und Near Protocol (NEAR) als Beispiele hervor. Diese Protokolle haben im vergangenen Jahr trotz schwieriger Marktbedingungen Fortschritte gemacht. Ihre Ökosysteme wurden ausgebaut, auch wenn die Kurse zurückblieben.
Von den dreien sticht Chainlink heraus. Die Entwicklerdaten zeigen, dass LINK viel bessere Fortschritte gemacht hat als ARB und NEAR. Diese Entwicklung hat zur Einführung eines LINK-ETFs beigetragen und zeigt, dass starke Grundlagen auch für institutionelle Anleger wichtig sind.
Entwicklungsaktivität. Quelle: Santiment Werden diese Krypto-Narrative 2026 richtig groß?
Übergeordnet betrachtet bleibt van de Poppe auf die Bereiche Künstliche Intelligenz, dezentralisierte Finanzen (DeFi), Infrastruktur und DePIN fokussiert. Außerdem glaubt er, dass neue Regeln diese Sektoren wachsen lassen werden. Besonders das CLARITY Act könnte die Teilnahme an DeFi stärken.
„Zusätzlich denke ich, dass die Verbindung zwischen KI und Blockchain wichtiger wird, während DePIN (zum Beispiel Speicher oder Robotik) mehr Fahrt aufnehmen, weil KI immer stärker Teil solcher Systeme wird“, ergänzte Michaël.
Trotz dieser Sicht zeigen Marktdaten ein schwieriges Bild. DePIN-Token starteten 2025 mit einer Bewertung von 29,33 Mrd. USD. Heute liegt dieser Wert laut CoinGecko nur noch bei 11,97 Mrd. USD. Das Interesse der Anleger bleibt gering.
DePIN-Marktkapitalisierung. Quelle: DePINScan
Auch KI-Krypto-Assets haben sich ähnlich entwickelt. Die gesamte Marktkapitalisierung sank innerhalb eines Jahres von 52,3 Mrd. USD auf 19,9 Mrd. USD. Dieser Rückgang zeigt, dass es trotz großem Potenzial noch eine Lücke zwischen langfristigen Möglichkeiten und der aktuellen Nutzung gibt.
Marktkapitalisierung von AI-Token. Quelle: CoinMarketCap Wie kannst du potenzielle Verluste beim Investieren in Altcoins vermeiden?
Mit Blick auf die Zukunft betonte van de Poppe, dass ein diszipliniertes Risikomanagement wichtig ist. Er sieht zwar weiterhin Risiken eines Bärenmarkts, aber laut ihm hat Krypto schon einen langen Abwärtstrend von vier Jahren überstanden. Aus seiner Sicht braucht es daher jetzt Geduld statt riskanten Spekulationen.
„… Mein Plan ist, dass ich mit meinem aktuellen Portfolio im Markt bleibe. Einen Teil davon werde ich aktiv handeln, damit ich flexibel bleibe und den Markt jederzeit verlassen kann, wenn es nötig ist. Für jeden Anleger sollte es klare Ausstiegspunkte geben (diese können fundamental sein, sie müssen nicht technisch sein), an denen man darüber nachdenkt, auszusteigen“, sagte Michael.
Die jüngsten Rückgänge des Bitcoin-Kurses wurden meist durch Liquidationen ausgelöst und nicht durch anhaltenden Verkauf. Daten von Coinglass zeigen, dass rund 2,58 Mrd. USD an Long-Liquidationen vor allem unterhalb der 86 000 USD auftraten. Dieser Bereich wirkte dabei wie ein vorübergehender Stabilisator.
Bitcoin-Liquidationskarte. Quelle: Coinglass
Deshalb ist es ratsam, vorsichtig zu sein, wenn sich der Bitcoin-Kurs dieser Grenze nähert. Ein Durchbruch nach unten könnte weitere Verkäufe auslösen und auch Altcoins belasten. In solch einem Fall wäre es klug, Positionen zu schließen. Bis dahin müssen Altcoin-Anleger vermutlich weiterhin eine Phase der Seitwärtsbewegung aushalten, während der Markt sich neu orientiert.
Ethereum-Kurs schwankt: Drohen 9 Prozent Risiko oder locken 12 Prozent Chance? Das entscheidet jetzt
Der Ethereum-Kurs ist in eine angespannte Phase gefallen, nachdem der Januar schwach begonnen hat. ETH ist in den letzten 24 Stunden um knapp ein Prozent gefallen und der Rückgang der letzten 30 Tage liegt nun bei etwa 3,6 Prozent. Dennoch bleibt der Kurs deutlich über wichtigen langfristigen Unterstützungen, sodass die Trader bei der Richtung unsicher sind.
Diese Situation ist besonders schwierig, weil die Risiken ausgeglichen sind. Ethereum bewegt sich zwar in einem bärischen Chartmuster, allerdings zeigen die Daten zur Positionierung, dass ein weiterer Rückgang womöglich nicht so eindeutig ist, wie es aussieht.
Ethereum bewegt sich aktuell in einem bärischen Muster – droht ein Kursrutsch?
Im Tages-Chart bildet sich bei Ethereum ein Kopf-Schulter-Muster. Dieses Muster wird als bärisch angesehen: Der Kurs bildet zuerst eine linke Schulter, dann einen höheren Kopf und anschließend eine niedrigere rechte Schulter. Fällt der Kurs unter die Nackenlinie, ist der Abwärtstrend bestätigt.
Bei Ethereum würde ein Tagesschlusskurs unterhalb der Nackenlinie etwa neun Prozent Kursverlust bedeuten. Steigt der Kurs dagegen um etwa zwölf Prozent, wäre das Muster ungültig und es könnte bullisch weitergehen.
Bearish ETH: TradingView
Das Momentum hilft den Bullen bisher nicht. Der Relative Strength Index, kurz RSI, misst die Dynamik des Kurses. Wenn der RSI ein höheres Hoch macht, aber der Kurs ein niedrigeres Hoch bildet, nennt man das eine versteckte bärische Divergenz – sie zeigt, dass der Trend schwächer wird. Genau das ist zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar passiert.
RSI-Divergenz führte zum Rückgang: TradingView
Danach ist der Kurs gefallen, wobei noch keine bullische Divergenz entstanden ist. Somit bleibt das Risiko eines weiteren Abwärtsbruchs bestehen und ist noch nicht ausgestanden.
Strukturell bleibt Ethereum also verwundbar. Trotzdem erklärt das Chartmuster alleine nicht alles. Die nächste Frage ist, woher der Verkaufsdruck tatsächlich kommt.
Mehr kurzfristige Verkäufe: Verhalten der Holder schwächt Unterstützung
On-Chain-Daten helfen dabei zu erkennen, wer verkauft und wer nicht.
Zuerst die HODL Waves. Dieser Wert teilt das Ethereum-Angebot in Gruppen, je nachdem, wie lange die Coins gehalten werden. Kurze Haltezeiten stehen oft für spekulatives Kapital, während lange Haltezeiten Überzeugung zeigen.
Zwischen dem 6. und 9. Januar ist der Anteil beim 1-Woche-bis-1-Monat-Zeitraum stark gesunken – und zwar von 7,44 auf 3,92 Prozent. Das ist ein Rückgang um 47 Prozent und erklärt einen großen Teil der aktuellen Schwäche beim ETH-Kurs.
Kurzfristige ETH-Inhaber verkaufen: Glassnode
Parallel dazu ist der Anteil der Coins, die zwischen 1 Tag und 1 Woche gehalten werden, von 1,34 auf 2,21 Prozent gestiegen – ein Plus von 65 Prozent. Diese Gruppe verkauft meist sehr schnell, sobald der Kurs sich bewegt.
Weiteres Kurzfrist-Risiko entsteht: Glassnode
Langfristige Unterstützung wird zudem schwächer. Der Indikator „Hodler Net Position Change“ zeigt, ob langfristige Halter zukaufen oder verkaufen. Obwohl der Wert noch positiv ist, hat der Kaufdruck deutlich nachgelassen. Die Nettozuflüsse sind von etwa 179.000 ETH am 4. Januar auf rund 135.500 ETH am 9. Januar gefallen – ein Rückgang der Kaufkraft um 24 Prozent.
ETH-Käufer werden zurückhaltender: Glassnode
Einfach gesagt: Langfristige Halter kaufen noch, jedoch nicht mehr so energisch wie zuvor. Das verringert die Absicherung gegen fallende Kurse.
Da die Unterstützung am Spotmarkt schwindet, rücken die Derivate in den Fokus, weil die Positionierung dort oft die kurzfristige Richtung entscheidet.
Derivatemarkt signalisiert erhöhtes Rebound-Risiko, da Ethereum-Kurs immer enger schwankt
Der Daten von Derivaten zeigen ein deutliches Ungleichgewicht.
In großen unbefristeten Märkten liegt die gesamte Short-Liquidation derzeit bei etwa 3,38 Mrd. USD, während sich Long-Positionen auf etwa 1,57 Mrd. USD belaufen. Das heißt, Short-Positionen sind ungefähr 115 Prozent stärker als Long-Positionen. In Prozent ausgedrückt erwartet der Markt also deutlich sinkende Kurse.
ETH Liquidation Map: Coinglass
Das ist wichtig, weil zu viele Short-Positionen den Kurs auch stark steigen lassen können, wenn der Kurs anzieht. Dann kommt es zu automatischem Kaufdruck durch das sogenannte „Short Squeeze”-Phänomen.
Dieses Risiko sammelt sich um wichtige Kursmarken. Ethereum liegt aktuell bei rund 3.080 USD. Die erste wichtige Unterstützung ist bei 3.050 USD, also einem der wichtigsten Bereiche für die nächste Zeit. Dieser Kurs wurde schon mehrfach getestet.
Danach folgt die Marke bei 2.890 USD. Fällt auch dieser Bereich, wäre ein Schlusskurs unter 2.809 USD ein deutliches Zeichen. Ein Rückgang um 9 Prozent würde das bärische Muster bestätigen und den sogenannten „Neckline Break“ abschließen.
Auf der Oberseite liegt bei 3.300 USD die erste Marke, die das bärische Bild abschwächt. Ein Schlusskurs darüber könnte die rechte Schulter des Musters ungültig machen. Wenn der Kurs sogar auf 3.440 USD steigt, wäre das Muster ganz aufgehoben. Das könnte in einem 12 Prozent starken Anstieg enden, bei dem die Short-Positionen der letzten sieben Tage ausgelöst würden.
Ethereum Price Analysis: TradingView
Im Moment befindet sich Ethereum zwischen nachlassender Unterstützung durch direkte Käufe und immer mehr Short-Positionen.
Der Ethereum-Kurs ist also noch nicht stark gefallen, aber auch nicht sicher. Der Verkaufsdruck ist gestiegen, und langfristige Käufer sind fast um ein Viertel weniger aktiv. Gleichzeitig bleiben kurzfristige Halter aktiv. Allerdings könnten die Positionen bei den Derivaten schnell in die andere Richtung drehen.
Die nächste große Bewegung wird vom Kurs selbst bestimmt. Ob Ethereum um 9 Prozent fällt oder um 12 Prozent steigt, hängt davon ab, welche Seite zuerst nachgibt.
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