Analyse: Der Hauptgrund für den Anstieg des Bitcoin ist nicht die Ereignisse in Venezuela, sondern vielmehr die institutionelle Adoption, die Wende in der Kryptoregulierung und die Erholung der Risikobereitschaft.

Am 6. Januar veröffentlichte Ryan Rasmussen, Research-Manager bei Bitwise, einen Beitrag, in dem er erklärte: "Die Erklärung von Wall Street für den Anstieg des Bitcoin um etwa 5 % lautet: Die Freigabe der venezolanischen Ölreserven führt zu sinkenden Ölpreisen, sinkender Inflation und sinkenden Zinssätzen, was wiederum zu einem Anstieg des Bitcoin führt. Diese Logik ist jedoch falsch. Kurzfristig hat sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung gegenüber der vergangenen Woche im Wesentlichen nicht verändert. Selbst wenn man bis Ende 2026 blickt, bleibt die Erwartung einer Zinssenkung unverändert, auch nach der Festnahme von Maduro. Die Faktoren, die den Anstieg des Bitcoin um mehr als 5 % seit der Festnahme von Maduro ausgelöst haben, sind folgende:

· Institutionelle Adoption (positiv für Bitcoin): Seit der Einführung der physischen Bitcoin-ETFs im Jahr 2024 fließen kontinuierlich institutionelle Mittel in den Kryptomarkt, ein Trend, der sich beschleunigt. Mit der Einbeziehung großer Plattformen wie Morgan Stanley, Wells Fargo und Merrill Lynch, einer Tochtergesellschaft von Bank of America, in die Vermögensallokation (z. B. ein Nettozufluss von etwa 500 Millionen US-Dollar an Bitcoin-ETFs am 2. Januar an einem einzigen Tag) steigt die Beteiligung institutioneller Akteure deutlich.

· Wende in der Kryptoregulierung (positiv für Bitcoin): Mit der Festigung einer kryptofreundlichen Regulierungsrichtung nach den Wahlen 2024 beginnt die Kryptobranche nun tatsächlich von den Vorteilen einer politischen Wende zu profitieren. Wall-Street-Institutionen, einschließlich Vermögensverwaltungsunternehmen, Universitätsstiftungen, Pensionsfonds und staatliche Vermögensfonds, beginnen nun ernsthafter und systematischer Bitcoin zu konfigurieren.

· Optimismus bezüglich KI (positiv für risikobereite Anlagen): Die Besorgnis über eine KI-Blase lässt nach. Die Anlegerstimmung wendet sich wieder positiv, und Kapital fließt erneut in risikobereite Anlagen wie Technologieaktien und Bitcoin.

· Unveränderte Erwartung einer Zinssenkung (positiv für risikobereite Anlagen): Die Festnahme von Maduro hat die kurzfristige Erwartung einer Zinssenkung nicht substantiell verändert. Gleichzeitig bedeutet dies nicht, dass quantitative Lockerung (QE) ausgeschlossen ist – QE hat gerade erst begonnen. Marktanalysten erwarteten bereits vorher und erwarten nach wie vor eine Zinssenkung um 50 Basispunkte (sogar mehr) bis Ende 2026.

Das Ereignis in Venezuela hatte in diesem Wochenende zwar eine gewisse Wirkung auf den Bitcoin, ist jedoch nicht der Hauptgrund für den Anstieg um etwa 5 %."$SOL

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