Das Informationsprivileg von Oracle-Nodes: Die am stärksten verborgene Klasse On-Chain
Wenn man über MEV spricht, konzentrieren sich die meisten auf Suchende und Builder, doch sie übersehen eine weiter vorgelagerte, privilegierte Gruppe: Betreiber von Oracle-Nodes.
Oracle-Nodes besitzen einen zeitlichen Vorteil, den gewöhnliche Trader während des gesamten Prozesses der Aggregation von Offchain-Daten, der Erstellung von Signaturen und des Pushens zur Kette nicht erreichen können. Sie wissen, was das nächste Preis-Update sein wird—hundert Millisekunden oder sogar Sekunden, bevor die Onchain-Welt es sieht. Unter DeFi-Liquidationsmechanismen und der Preissetzungslogik von AMMs entspricht das dem Wissen um den künftigen Onchain-Zustand im Voraus.
Dieser Informationsvorteil ist nicht nur theoretisch. Node-Betreiber können private RPCs ganz konkret nutzen, um Liquidationsportfolios zu positionieren, bevor Preis-Updates bestätigt sind, oder in AMMs frontzunennen. Das nennt die traditionelle Finanzwelt Insiderhandel, doch die Onchain-Welt verfügt nicht über einen entsprechenden regulatorischen Rahmen. Noch subtiler: Viele Nodes werden von bekannten Institutionen betrieben, und dieses „legitime Informationsprivileg“ wird als Infrastrukturvertrauen verpackt.
Mit OEV- und SVR-Mechanismen wird versucht, diese Gewinne wieder an Protokolle zurückzuführen, aber sie beseitigen den Informationsvorteil an seinem Kern nicht—sie verteilen nur Arbitragegewinne um. Nodes stehen weiterhin ganz oben auf der Informationspyramide.
Oracle-Node-Betreiber auszuwählen bedeutet nicht nur, die Qualität der Datenquelle zu wählen, sondern auch, wer dieses Informationsprivileg erhält. Es ist eine der am wenigsten diskutierten, zugleich aber folgenreichsten Entscheidungen in der DeFi-Governance.
#defi
Wenn man über MEV spricht, konzentrieren sich die meisten auf Suchende und Builder, doch sie übersehen eine weiter vorgelagerte, privilegierte Gruppe: Betreiber von Oracle-Nodes.
Oracle-Nodes besitzen einen zeitlichen Vorteil, den gewöhnliche Trader während des gesamten Prozesses der Aggregation von Offchain-Daten, der Erstellung von Signaturen und des Pushens zur Kette nicht erreichen können. Sie wissen, was das nächste Preis-Update sein wird—hundert Millisekunden oder sogar Sekunden, bevor die Onchain-Welt es sieht. Unter DeFi-Liquidationsmechanismen und der Preissetzungslogik von AMMs entspricht das dem Wissen um den künftigen Onchain-Zustand im Voraus.
Dieser Informationsvorteil ist nicht nur theoretisch. Node-Betreiber können private RPCs ganz konkret nutzen, um Liquidationsportfolios zu positionieren, bevor Preis-Updates bestätigt sind, oder in AMMs frontzunennen. Das nennt die traditionelle Finanzwelt Insiderhandel, doch die Onchain-Welt verfügt nicht über einen entsprechenden regulatorischen Rahmen. Noch subtiler: Viele Nodes werden von bekannten Institutionen betrieben, und dieses „legitime Informationsprivileg“ wird als Infrastrukturvertrauen verpackt.
Mit OEV- und SVR-Mechanismen wird versucht, diese Gewinne wieder an Protokolle zurückzuführen, aber sie beseitigen den Informationsvorteil an seinem Kern nicht—sie verteilen nur Arbitragegewinne um. Nodes stehen weiterhin ganz oben auf der Informationspyramide.
Oracle-Node-Betreiber auszuwählen bedeutet nicht nur, die Qualität der Datenquelle zu wählen, sondern auch, wer dieses Informationsprivileg erhält. Es ist eine der am wenigsten diskutierten, zugleich aber folgenreichsten Entscheidungen in der DeFi-Governance.
#defi