Die Justiz Südkoreas hat einen der schwerwiegendsten Fälle geschlossen, der Kryptowährungen mit staatlicher Spionage in Verbindung bringt. Ein 40-jähriger Betreiber einer Kryptowährungsbörse wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, nachdem die Gerichte bestätigt hatten, dass er an dem Versuch beteiligt war, hochklassifizierte Militärinformationen an Nordkorea im Austausch für Bitcoin weiterzugeben.
Das Urteil wurde kürzlich von der dritten Kammer des Obersten Gerichts, geleitet von Chief Justice Lee Sook-yeon, bestätigt, wodurch das Urteil des unteren Gerichts, dass der Angeklagte – nur als Herr A identifiziert – das nationale Sicherheitsgesetz Südkoreas verletzt hat, in Kraft bleibt.
Anweisungen über Telegram und Kryptowährungszahlungen
Der Fall begann sich im Juli 2021 zu entwickeln, als Herr A Anweisungen über Telegram von einer Person mit dem Alias „Boris“ erhielt, von der die südkoreanischen Behörden vermuten, dass sie ein nordkoreanischer Hacker ist. Auf Grundlage dieser Anweisungen wandte sich Herr A an einen aktiven südkoreanischen Militäroffizier, der in den Gerichtsdokumenten als Herr B bezeichnet wird, und bot Kryptowährungszahlungen im Austausch für geheime militärische Informationen an.
Laut den Ermittlern war Herr B in die Operation verwickelt und verwendete Spionagewerkzeuge, die mehr an einen High-Tech-Thriller als an das wirkliche Leben erinnerten. Dazu gehörten eine versteckte Kamera, die in eine Armbanduhr eingebettet war, und ein spezielles USB-Hacking-Gerät namens „Poison Tap“, das entwickelt wurde, um sensible militärische Daten zu erkennen und zu extrahieren. Das Ziel war es, den Fernzugriff auf Militär-Laptops zu ermöglichen und Versuche zu unternehmen, in die Verteidigungssysteme Südkoreas einzudringen.
Fehlgeschlagener Versuch, ein kritisches Militärsystem zu durchbrechen
„Boris“ suchte gezielt Zugang zum Korean Joint Command and Control System (KJCCS), einer der sensibelsten militärischen Kommandoinfrastrukturen des Landes. Herr B gelang es, Anmeldeinformationen zu erhalten und diese sowohl an Boris als auch an Herrn A weiterzugeben. Die Behörden bestätigten jedoch, dass der tatsächliche Hacking-Versuch letztendlich fehlgeschlagen ist.
Wie viel wurden die Spione bezahlt?
Die Ermittler enthüllten das finanzielle Ausmaß des Plans. Herr A erhielt Bitcoin im Wert von etwa 700 Millionen Won (rund 525.000 $) für seine Rolle. Herr B, der Militäroffizier, erhielt Bitcoin im Wert von etwa 48 Millionen Won (ungefähr 36.000 $).
Die Untersuchung ergab auch, dass Herr A versuchte, zusätzliche Komplizen zu rekrutieren, indem er einen anderen aktiven Offizier im Dienst mit Angeboten von Kryptowährung im Austausch gegen militärische Organigramme ansprach. Dieser Offizier wies den Vorschlag zurück.
Urteil des Gerichts und eine deutliche Warnung
Herr A wurde für schuldig befunden und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, ausgesetzt für vier Jahre. In ihrer Begründung betonte das Gericht, dass er „zumindest wusste, dass er militärische Geheimnisse an ein feindliches Land oder eine feindliche Gruppe der Republik Korea offenlegte.“ Die Richter stellten fest, dass Herr A ausschließlich aus persönlichem finanziellen Gewinn motiviert war, während er eine Straftat beging, die die gesamte Nation gefährden könnte.
Sowohl das Berufungsgericht als auch der Oberste Gerichtshof stimmten dieser Einschätzung zu und bestätigten das ursprüngliche Urteil.
Herr B erhielt eine erheblich härtere Strafe. Er wurde wegen Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutz militärischer Geheimnisse verurteilt und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Der Oberste Gerichtshof verhängte außerdem eine zusätzliche Geldstrafe von 50 Millionen Won.
Der Fall hebt hervor, wie Kryptowährungen, während sie finanzielle Innovationen ermöglichen, auch als Werkzeuge für ernsthafte Bedrohungen der nationalen Sicherheit missbraucht werden können – und wie entschlossen Staaten reagieren, wenn diese Grenzen überschritten werden.
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