Die U-Bahn ist gerade kurz vorm Halt am Fuyong-Zoll in Futian, in dem Moment war ich noch dabei, die TradFi-Rangliste auf Binance zu checken. Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinschauen, aber dann stand diese $AMD direkt ganz vorne. Also bin ich wieder zurück und habe mir das Ganze noch etwa zehn Minuten lang angesehen.

Ich bin eher bullisch bei $AMD – nicht weil es innerhalb der letzten 24 Stunden nur um 2,11% gestiegen ist, sondern dieses Gefühl: „Die Euphorie ist nicht bis zur Decke durchgesprungen, aber das Kapital fängt bereits an, es immer wieder anzutippen.“

Schau dir das an: Heute liegt sein Hoch und Tief bei $560,0 und $522,86, die Schwankungsbreite dazwischen ist nicht klein.

Aber die Funding Rate ist immer noch +0,0000%. Das ist irgendwie interessant.

Das zeigt, dass die Stimmung hier nicht extrem überdreht ist – zumindest nicht so, dass eine Menge Leute mit roten Augen hinterherjagen und die Futures dort drüben richtig heiß laufen.

Auch das Handelsvolumen liegt bei $44,20M USDT, das Open Interest bei 19.515 Kontrakten. Die „Wärme“ ist zwar da, aber noch nicht in der Phase, in der „jeder darüber spricht“.

Gerade an so einer Stelle würde ich es mir eher lieber noch eine Weile genauer ansehen.

Meine Einschätzung zu $AMD ist recht simpel.

Im Kern frisst es von der großen Leitstory: Rechenleistung, Chips, KI – dieses Megathema.

In dieser Linie mangelt es aktuell am wenigsten an Geschichten; was fehlt, ist eher die Frage, wer es dauerhaft an den Tisch schafft.

Einige Firmen verlieren nach einem Hype-Wave schnell das Interesse, aber bei $AMD bleibt so ein Name zumindest weiterhin so im Markt, dass er zum Handeln herangezogen wird. Das spricht dafür, dass es in der Industrie nicht nur ein Randphänomen ist.

Noch menschlicher gesagt: Der Weg mit KI und Hochleistungsrechnen ist noch nicht zu Ende. Der Markt wird also nicht nur auf einen einzigen Namen starren.

Solange das Geld aus dem Sektor weiter fließt, wird zwischen der zweiten Reihe und der Spitze immer wieder gewechselt – es gibt Umschichtungen, Nachkäufe, Neubewertungen – das läuft dann im Kreis.

Der Vorteil von $AMD als Aktie ist, dass sie eine gute Branchen-Erkennbarkeit hat.

Du musst sie nicht unbedingt jeden Tag kaufen, aber sobald das Kapital wieder in Richtung Halbleiter und die Rechenleistungs-Kette zurückwill, ist sie in der Liste meistens mit dabei.

Eine Sache, bei der ich selbst aufpasse: Heute schließt sie zwar bei etwa $540,8, aber oben liegt noch ein Stück Abstand zum Intraday-High bei $560,0.

Das heißt, der Verkaufsdruck ist tatsächlich real – nicht so, als würde sie geradlinig nach oben durchgekauft.

Wenn die Euphorie danach nicht mitzieht, oder wenn die ganze Tech-Linie plötzlich abkühlt, dann würde so eine Aktie beim Rücksetzer nicht gerade zimperlich mit dir sein.

Aber von dem Standpunkt aus, auf dem wir jetzt gerade stehen, schaue ich trotzdem eher in Richtung „stärker“.

Wenn ich das machen würde, würde ich sie als „eine starke Aktie, die man noch immer wieder handeln kann“ im Blick behalten – nicht so, als würde ich nur den einen Tageschart anschauen und sie dann direkt aus der Watchlist löschen.

Der Markt dreht schneller den Kopf, als man ein Buch umblättert. Also: bisschen Position behalten.

$AMD #Aktienmarkt-US