$SNDK Heute kann ich diese Spielweise nicht nachmachen, ich sehe da nur Blödsinn.

Ein Tag 16,75 %, aktueller Kurs um 1874, Umsätze knacken 2 Mrd. U. Die Funding-Rate ist bei 0 festgenagelt. Das ist kein brutales Hochziehen der Longs – das sind Longs, die die Haltekosten überhaupt nicht bezahlen müssen. Die Shorts werden so hart geprügelt, dass sie nicht mal mehr riskieren, Orders zu platzieren. Wenn der Preis nach oben gedrückt wird, traut sich keiner, derjenige zu sein, der Geld aus der Tasche zahlen muss – so eine Struktur lese ich ausnahmslos nur als ein Signal: Die Kontraktions-/Short-Squeeze-Welle ist noch nicht vollständig durch.

Das OI liegt gerade mal bei etwas über 80.000 – im Vergleich zu dieser Menge ist das doch gar nichts. Was heißt das? Das sind Quick-Money, die da alles rumballern, nicht irgendwelche Großanleger, die langsam und geduldig nachlegen. Das Merkmal von Quick-Money ist: schnell, heftig, und getrieben von Emotions-Resonanz. In derselben Phase gibt es in dem Tech-Sektor-Korb niemanden, der irgendein makroökonomisches Good News hat, um $SNDK speziell zu beglaubigen – also ist die Kaufkraft heute pur und einfach zum Kotzen (im besten Sinne: überwältigend eindeutig). Short-Covering-Orders plus Gap-Follow-Chase-Momentum von Leuten, die über die Shorts hinterherlaufen – beide Kräfte drehen sich wie zwei Spulen, die zu einer einzigen Geraden verwunden werden.

Beim letzten ähnlichen Setup bin ich reingefallen. Damals dachte ich auch: So weit ist der Kurs gestiegen, da müssen die Shorts doch endlich kapitulieren – ich habe Longs vorher reduziert und auf eine Korrektur gewartet. Ergebnis: Funding war drei Tage in Folge neutral oder sogar leicht negativ, und sie haben mich hart aus dem Zug geworfen. Später schrieb ich in meine Trading-Notizen: „Steigt der Kurs + Funding ist neutral oder negativ, dann beeil dich nicht, dich für clever zu halten. Solange die Shorts nicht endgültig die Waffen strecken, ist der Treibstoff für die Kontraktion noch nicht verbrannt.“ Und jetzt: diese bullische Tageskerze, Volumen und Preis gehen gleichzeitig hoch, die Finanzierungskosten sind bei Null – das ist das klassische Chartbild dafür, dass die Shorts noch nicht vollständig „aufgegeben“ haben.

Drei Skripte liegen auf dem Tisch.

Das aggressive: Rein damit. Bricht der Preis 1900 nach oben durch, Volumen bleibt mindestens stabil oder nimmt sogar zu, und Funding bleibt weiterhin negativ oder neutral – dann setze ich meine Long-Position nicht in den Stop-Loss und stocke auch nicht, ich lasse den Gewinn laufen. Erst wenn Funding plötzlich ins Positive dreht und der Anstieg beschleunigt, ist das mein Signal, das Netz einzuholen. Dann ist FOMO vom Einzelhandel schon eingestiegen und kauft die Zeche.

Das solide: Der Kurs „reibt“ zwischen 1820 und 1880, das Volumen schrumpft, und OI fällt nach und nach. Dann schneide ich die Hälfte der Position ab und behalte die andere Hälfte, um die Richtung zu sehen. Ich gehe nicht raus, aber ich lasse auch keinen Überschwang zu – ich halte mir Manövrierfreiheit frei. Wenn nach ein paar Tagen mit Schrumpfvolumen plötzlich wieder Volumen dazukommt und erneut angegriffen wird, stocke ich sofort. Wenn es stattdessen mit Volumen nach unten kracht (Sell-Off), dann bin ich raus und gehe komplett raus.

Das Ausweichende: Wenn Funding in Sekunden auf über +0,01 hochschnappt, der Preis aber trotzdem weiter nach oben ballert – dann zögere ich nicht, ich bin direkt komplett raus. Das ist dann Einzelhandel, der mit hohen Kosten hinterherkauſt – die Emotion ist schon überhitzt, verbrannt.

Das habe ich schon mal gesehen, fast exakt dieselbe Kombination – drei Tage später hat der Kurs wieder den Großteil zurückgegeben.

Trading-Tag: #TradFi #链上美股 #SNDK

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