US-Arbeitsmarktbericht im Juni weit unter den Erwartungen, die Markterwartungen für weitere Zinserhöhungen noch in diesem Jahr kühlen sich schnell ab
Laut den am Abend veröffentlichten US-Daten zum US-amerikanischen Arbeitsmarkt im Juni lag die Zahl der neu geschaffenen Nichtfarm-Arbeitsplätze bei lediglich 57.000. Das ist deutlich weniger als die Markterwartung von 114.000 und stellt den niedrigsten Stand in den letzten vier Monaten dar.
Zugleich wurden auch die Daten für April und Mai nach unten korrigiert. In Summe beträgt die Abwärtskorrektur für beide Monate 74.000 Arbeitsplätze. Dies zeigt, dass frühere Einschätzungen zur Lage auf dem Arbeitsmarkt offenbar zu optimistisch waren.
Die Arbeitslosenquote fiel unerwartet auf 4,2 % zurück, unter der erwarteten Quote von 4,3 %. Der Rückgang ist jedoch vor allem auf einen Rückgang der Erwerbsbeteiligung um 0,3 Prozentpunkte auf 61,5 % zurückzuführen – nicht auf eine besonders rege Einstellung.
Mit Blick auf die Branchen: Im Juni ging die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Freizeit und Hotels um 61.000 zurück, was den größten Gegenwind lieferte. Die Zahl der Stellen im Bereich Professionelle und Geschäftsbezogene Dienstleistungen stieg um 36.000. Im Sozialhilfe-Sektor und im Bereich Gesundheitswesen wurden jeweils 25.000 bzw. 22.000 neue Stellen geschaffen.
Bei den Löhnen: Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im Monatsvergleich um 0,3 % auf 37,64 US-Dollar, im Jahresvergleich um 3,5 %. Damit blieb das Lohnwachstum eher moderat. Nach der Veröffentlichung der Daten kühlten sich die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed ab. Laut CME FedWatch stieg die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins im Juli unverändert bleibt, auf 82,4 %.
Zusammengefasst hat dieser Beschäftigungsbericht die Bedenken des Marktes gegenüber Zinserhöhungen durch die Fed weitgehend ausgeräumt. Der Markt rechnet allgemein damit, dass die Fed in diesem Jahr höchstwahrscheinlich keine weiteren Schritte unternehmen wird. Die zuvor weit verbreitete Zinserhöhungs-Panikstimmung im Markt geht damit nach und nach zurück.
Ausblick: Anleger sollten besonders darauf achten, welchen möglichen Einfluss die künftigen Inflationsdaten auf den geldpolitischen Pfad der Fed haben könnten. Kurzfristig könnte der US-Dollar-Index unter Druck geraten, während sich bei Gold und anderen sicheren Häfen möglicherweise eine Erholungschance bietet.
#美国非农数据 #加息预期
Laut den am Abend veröffentlichten US-Daten zum US-amerikanischen Arbeitsmarkt im Juni lag die Zahl der neu geschaffenen Nichtfarm-Arbeitsplätze bei lediglich 57.000. Das ist deutlich weniger als die Markterwartung von 114.000 und stellt den niedrigsten Stand in den letzten vier Monaten dar.
Zugleich wurden auch die Daten für April und Mai nach unten korrigiert. In Summe beträgt die Abwärtskorrektur für beide Monate 74.000 Arbeitsplätze. Dies zeigt, dass frühere Einschätzungen zur Lage auf dem Arbeitsmarkt offenbar zu optimistisch waren.
Die Arbeitslosenquote fiel unerwartet auf 4,2 % zurück, unter der erwarteten Quote von 4,3 %. Der Rückgang ist jedoch vor allem auf einen Rückgang der Erwerbsbeteiligung um 0,3 Prozentpunkte auf 61,5 % zurückzuführen – nicht auf eine besonders rege Einstellung.
Mit Blick auf die Branchen: Im Juni ging die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Freizeit und Hotels um 61.000 zurück, was den größten Gegenwind lieferte. Die Zahl der Stellen im Bereich Professionelle und Geschäftsbezogene Dienstleistungen stieg um 36.000. Im Sozialhilfe-Sektor und im Bereich Gesundheitswesen wurden jeweils 25.000 bzw. 22.000 neue Stellen geschaffen.
Bei den Löhnen: Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im Monatsvergleich um 0,3 % auf 37,64 US-Dollar, im Jahresvergleich um 3,5 %. Damit blieb das Lohnwachstum eher moderat. Nach der Veröffentlichung der Daten kühlten sich die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed ab. Laut CME FedWatch stieg die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins im Juli unverändert bleibt, auf 82,4 %.
Zusammengefasst hat dieser Beschäftigungsbericht die Bedenken des Marktes gegenüber Zinserhöhungen durch die Fed weitgehend ausgeräumt. Der Markt rechnet allgemein damit, dass die Fed in diesem Jahr höchstwahrscheinlich keine weiteren Schritte unternehmen wird. Die zuvor weit verbreitete Zinserhöhungs-Panikstimmung im Markt geht damit nach und nach zurück.
Ausblick: Anleger sollten besonders darauf achten, welchen möglichen Einfluss die künftigen Inflationsdaten auf den geldpolitischen Pfad der Fed haben könnten. Kurzfristig könnte der US-Dollar-Index unter Druck geraten, während sich bei Gold und anderen sicheren Häfen möglicherweise eine Erholungschance bietet.
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