SEC holt öffentliche Stellungnahmen zu den „neuen ETF“-Regelwerken ein und bezieht dabei Krypto-Fonds sowie Vorhersagemarkt-Fonds mit ein

Am 30. Juni hat die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC bekannt gegeben, dass sie die Öffentlichkeit dazu auffordert, Stellung zu nehmen, ob und wie „neue ETFs“ reguliert werden sollten und ob ihr bestehendes Registrierungsverfahren angepasst werden muss.

Der Entwurf der Stellungnahmeentfassung konzentriert sich insbesondere darauf, wie Innovation im ETF-Bereich gefördert werden kann – bei gleichzeitiger Wahrung der Anlegerinteressen, der Sicherstellung eines fairen, geordneten und effizienten Marktes sowie der Förderung der Kapitalbildung.

SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte in einer Stellungnahme, dass diese Phase der Meinungs­einholung breit gefächerte Beiträge aus dem Markt einbeziehen und Wege für nachhaltiges Wachstum und eine innovationsfördernde Entwicklung des ETF-Marktes erkunden werde, damit wir beurteilen können, wie die Regelwerke an die Veränderungen der heutigen Marktnachfrage angepasst werden müssen.

SEC-Leiter der Abteilung für Investment Management, Brian Daly, ergänzte: Das ETF-Volumen sei von 2019 (40 Billionen USD) auf Ende 2025 mehr als 120 Billionen USD angewachsen; gleichzeitig kämen immer neue Produktarten auf den Markt. Das Feedback aus der Öffentlichkeit sei entscheidend, um die langfristigen Regeln der Branche zu verbessern.

Die aktuelle Stellungnahmeentfassung konzentriert sich im Wesentlichen auf drei Aspekte: Ob neue ETFs in den aufsichtsrechtlichen Rahmen für Investmentgesellschaften aufgenommen werden sollten, wie die begleitenden Regeln für innovative ETFs optimiert werden können und welche Spielräume es für Verbesserungen im Registrierungs- und Zulassungsverfahren für neue Produkte gibt.

Wie Marktbeobachter zudem vorhersagen, könnte diese Konsultation dazu führen, dass die SEC ab 2027 eine breitere Palette von ETF-Typen zulässt, darunter Fonds auf Basis von Ereigniskontrakten, Krypto-Assets und Single-Stock-Strategien.

Bemerkenswert ist, dass die Frist für die öffentliche Einholung von Stellungnahmen zu diesen neuen aufsichtsrechtlichen Regelwerken 60 Tage beträgt und ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der entsprechenden Unterlagen im Federal Register offiziell läuft.

In dieser Zeit können Marktteilnehmer, Branchenorganisationen und weitere Interessenträger schriftliche Stellungnahmen zum regulatorischen Rahmen für neue ETFs einreichen, um der SEC als Grundlage für die Ausarbeitung ihrer Politik zu dienen.

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