Ehemaliger Präsident der Bank von Japan: Er erwartet, dass die Zinsen in den Jahren 2026-2027 jährlich zweimal erhöht werden und der Leitzins schrittweise auf ein neutrales Niveau angehoben wird.
Kürzlich gab der ehemalige Präsident der Bank von Japan, Haruhiko Kuroda, eine Prognose über den zukünftigen geldpolitischen Kurs Japans ab und erklärte, dass die Bank von Japan wahrscheinlich in den Jahren 2026 und 2027 jährlich zweimal die Zinsen erhöhen und den Leitzins schrittweise auf ein neutrales Niveau anheben wird.
Kuroda ist der Meinung, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage Japans gut ist und die Regierung schrittweise die fiskalische und geldpolitische Straffung vornehmen muss, um den Leitzins auf einen Normalisierungsweg zurückzuführen. Seine Aussage bestätigt auch die Markterwartungen, dass die Bank von Japan bald die ultra-lockere Geldpolitik verlassen wird.
In Bezug auf den Wechselkurs glaubt Kuroda, dass der Yen gegenüber dem US-Dollar in letzter Zeit auf einem "leicht schwachen" Niveau geblieben ist. Daher könnte der Yen-Kurs mit dem Fortschreiten des Zinserhöhungszyklus der Bank von Japan Unterstützung finden und schrittweise aus dem aktuellen schwachen Trend herauskommen.
Darüber hinaus warnt Kuroda, dass die Ausgaben- und Steuersenkungspläne von Premierministerin Sanae Takaichi den Inflationsdruck erhöhen und die Anleiherenditen in die Höhe treiben werden. Dies erfordert von Japan, dass bei der Normalisierung der Geldpolitik ein Gleichgewicht zwischen fiskalischer Expansion und Inflationsrisiken hergestellt wird.
Zusammenfassend glaubt Kuroda, dass die Geldpolitik Japans in den kommenden zwei Jahren durch schrittweise Zinserhöhungen auf die bereits positive wirtschaftliche Perspektive reagieren wird, während gleichzeitig eine klare Entwicklungspfad zur Vermeidung einer übermäßigen Inflation durch die Fiskalpolitik streng überwacht wird.
Für die globalen Märkte könnte dies bedeuten, dass Japan als die letzte große Volkswirtschaft, die weiterhin negative Zinsen anwendet, sich dem Schritt zur Wende in der Geldpolitik bereits nähert.

