Letzte Woche hat der CEO von Greenlane einen Brief an Investoren geschrieben und über PoL Next gesprochen. Ich frage mich, warum ein an der US-Börse gelistetes Unternehmen überhaupt so viel Aufwand betreibt, um dieses Thema zu erklären.
Nachdem ich es gelesen hatte, wurde es mir ungefähr klar: Bis zum 7. Juli halten sie rund 81,6 Millionen BERA-Tokens. Während sie gleichzeitig Personal abbauen und Kosten kürzen, stocken sie weiter auf und müssen den Aktionären auch noch die Logik dahinter erläutern. Dass sich ein Unternehmen an der Nasdaq dazu bereit erklärt, öffentlich in einem Schreiben die Kette offenzulegen, die zu ihren Beständen führt, verdient es, genauer hingesehen zu werden.
Die Bärenkette hat in den letzten sechs Monaten drei Dinge gemacht:
1️⃣ Im November: Bera Builds Businesses. Die Stiftung gibt „TVL ist gleich Erfolg“ auf und richtet sich neu aus: Unterstützung für Anwendungen mit Jahresumsätzen im Bereich von 10 bis 100 Millionen US-Dollar. Anstatt nur auf TVL zu setzen, werden die Token durch Inbetriebnahme, Revenue-Splitting und eine Beteiligungs-/Eigenkapitalstruktur gestützt – geändert wird das Ziel.
2️⃣ Am 24. Juni: Fusaka-Upgrade. Fulu und Osaka werden eingeführt, um die Ausführung mit Änderungen am Konsens abzugleichen und so die Kompatibilität von Bera-Geth zu beenden. Reine technische Arbeit, keine Preisänderung – aber es schafft die Grundlage, ohne die man die nächsten Schritte nicht umsetzen könnte. Geändert wird die Basis.
3️⃣ Vom 7. bis 8. Juli: PoL Next. BGT wird aufgegeben, die Boost-Kurve entfällt, und es konvergiert zu einem Ertrags-Asset, sWBERA. Am 7. Juli wechseln die Verträge zu WBERA, am 8. Juli stoppt ein Hard Fork die Emissionen. Die Migration ist nicht automatisch: Wer BGT oder BGT LST hat, muss manuell im Hub umtauschen (wer es nicht braucht, kann sich mein Video-Tutorial ansehen). Das im Vault verbleibende Guthaben wird bei der nächsten Abrechnung zu WBERA ausgezahlt. Die offizielle APR-Kennzahl kann maximal das Dreifache erreichen – geändert wird die Incentive-Ebene.
Erst das Ziel ändern, dann die Basis, zuletzt die Anreizschicht. Das hat eine Reihenfolge. Als Nächstes schauen wir uns an, wie ERA sich entwickelt.
Nachdem ein Team ausgewählt wurde, erhält es gezielte Mittelströme aus der Emission. Innerhalb von 3 bis 12 Monaten wird bei jedem BERA ein mindestens fester Ertrag zurückerstattet, und dauerhaft wird ein Teil der Einnahmen ins Netzwerk zurückgeshared. Die Kette behandelt Emissionen wie ein eingesetztes Kapital und fordert Rendite. Wenn dieses Modell funktioniert, ist es eine Sache, die in der Branche bisher nur selten jemand gemacht hat – lassen wir uns überraschen.
#berachain