Restaking

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Aktualisiert Sep 18, 2026

Was ist Restaking?

Beim Restaking werden bereits gestakte Kryptowährungen, meist Ether (ETH), genutzt, um mit demselben hinterlegten Wert zusätzliche Dienste oder Netzwerke zu sichern. Im Gegenzug lassen sich über die übliche Staking-Rendite hinaus weitere Rewards erzielen, allerdings bei zusätzlichem Risiko.

Bekannt wurde das Konzept vor allem durch EigenLayer, ein Protokoll auf Ethereum. Inzwischen gibt es ähnliche Restaking-Ansätze aber auch auf anderen Protokollen und Netzwerken, teils sogar für andere Assets als ETH.

Ein gestaktes Asset sichert normalerweise nur sein eigenes Basisnetzwerk. Durch Restaking lässt es sich zusätzlich für weitere Systeme einsetzen, die häufig als aktiv validierte Dienste (Actively Validated Services, AVSs) bezeichnet werden. Dazu zählen etwa Datenverfügbarkeitslayer, Orakel und Bridges, die auf eine eigene ökonomische Absicherung angewiesen sind.

So funktioniert Restaking

Vereinfacht gesagt weist ein Nutzer bereits gestakte Assets über ein Restaking-Protokoll wie EigenLayer zusätzlich einem oder mehreren AVSs zu. Das übernimmt er selbst oder ein Protokoll in seinem Namen. Operatoren nutzen den so gebundenen Stake anschließend, um diese Dienste zu betreiben und zu deren Sicherheit beizutragen.

Da derselbe Stake nun zur Sicherheit mehrerer Systeme beiträgt, kann er auch aus mehreren Quellen Rewards einbringen. Man spricht hier mitunter von gemeinsamer Sicherheit (Shared Security), weil sich neue Dienste eine bereits vorhandene Vertrauensbasis zunutze machen können, statt eine völlig neue aufbauen zu müssen.

Liquid-Restaking-Tokens (LRTs)

Ein Liquid-Restaking-Token (LRT) ist ein Token, den du erhältst, wenn ein Protokoll deine Assets für dich restakt und dir im Gegenzug einen handelbaren Token ausgibt. Er repräsentiert deine Restaking-Position und bleibt handelbar, während die zugrundeliegenden Assets weiter gestakt sind. Restaking erweitert das Prinzip des Liquid-Stakings um eine zusätzliche Ebene: Du zahlst ETH oder einen Liquid-Staking-Token ein, das Protokoll restakt den Betrag und gibt dir dafür einen LRT aus, der deinen Anspruch auf die zugrundeliegende Position und die damit erzielten Rewards repräsentiert.

Weil ein LRT übertragbar ist, lässt er sich in der Regel handeln, verleihen oder als Collateral in anderen Anwendungen des dezentralen Finanzwesens (DeFi) einsetzen, während der hinterlegte Stake weiterhin seine Funktion erfüllt. Genau das macht LRTs attraktiv: Du erhältst Zugang zu möglichen Restaking-Rewards, ohne deine Assets vollständig zu binden.

Diese Risiken solltest du im Blick behalten

Restaking steigert zwar das Ertragspotenzial, bringt aber ebenso zusätzliche Risiken mit sich. Eines davon ist Slashing. Verhält sich ein Operator oder ein Dienst fehlerhaft, kann ein Teil des eingesetzten Stakes als Strafe einbehalten werden. Hinzu kommt das Smart-Contract-Risiko, denn Restaking stützt sich auf mehrere Smart-Contract-Ebenen, in denen Programmierfehler zu Verlusten führen können.

Bei LRTs kommen Liquiditäts- und Depeg-Risiken hinzu: In angespannten Marktphasen kann ein LRT unter den Wert des zugrundeliegenden Assets fallen. Wer einen LRT als Collateral nutzt, geht außerdem ein Liquidationsrisiko ein. Da sich diese Risiken summieren, kann das Ergebnis für Anleger sehr unterschiedlich ausfallen.