Trump tritt von der Entlassung von Powell als Fed-Ermittlung zurück und die hartnäckige Inflation erhöht die Spannungen
Präsident Donald Trump sagte, er habe keinen Plan, den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, zu entlassen, auch wenn eine Untersuchung des Justizministeriums zur Renovierung des $2,5-Milliarden-Hauptquartiers der Fed politischen Druck auf die Zentralbank erhöht. Die Ermittlung, die mit Großjury-Anhörungen im Zusammenhang mit Powells Aussage vor dem Kongress verbunden ist, hat erneut Fragen zur Unabhängigkeit der Fed aufgeworfen, zu einer Zeit, in der die Geldpolitik ohnehin intensiv unter die Lupe genommen wird.
Trotz der Ankündigung, keine sofortigen Schritte zur Absetzung von Powell zu unternehmen, sagte Trump, es sei noch zu früh, zu entscheiden, ob die Ermittlung ihn letztendlich zu Handlungen veranlassen könnte. Er bestätigte auch, dass er in den nächsten Wochen mit der Nominierung von Powells Nachfolger fortfahren werde und lobte mögliche Kandidaten wie Kevin Hassett und Kevin Warsh.
Gleichzeitig erschweren neue Inflationsdaten den Weg der Fed vorwärts. Die Großhandelspreise stiegen im November um 3 %, während die Kernverbraucherinflation sich bereits zum vierten Monat in Folge unverändert bei 2,6 % hielt – beide Zeichen dafür, dass Preistreibende Kräfte weiterhin hartnäckig sind. Mehrere Fed-Beamte erwarten, dass die Inflation später in diesem Jahr nachlassen wird, unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich der Geschwindigkeit, mit der Zinssenkungen folgen sollten.
Unter zunehmendem politischem Druck, hartnäckiger Inflation und der bevorstehenden Entscheidung über die nächste Führung der Fed befindet sich die Unabhängigkeit und die Politikrichtung der Zentralbank in einer entscheidenden Phase.