Gestern, am 9. Januar, sollte der "Tag des Gerichts" für den globalen Handel sein. Die Finanzwelt hielt den Atem an, während sie auf die Entscheidung des US-Höchstgerichtshofs über die Verfassungsmäßigkeit der Zollbefugnis des Präsidenten Trump wartete. Die Frist verstrich. Das Gericht blieb schweigend. Es wurde kein Urteil gefällt.
Doch während die Richter pausierte, eskalierte die Regierung.
In einer entscheidenden Enthüllung nur Stunden vor der erwarteten Entscheidung legte der Wirtschaftsbeauftragte des Weißen Hauses, Kevin Hassett, eine Bombe. Er bestätigte, dass der Präsident über "wichtige alternative Optionen" und gesetzliche Wege verfügt, die unabhängig vom gerichtlichen Ergebnis weiterhin verfügbar sind.
Was bedeutet das? Das Weiße Haus hat einen "Plan B."
Unsere Analyse deutet darauf hin, dass dies auf das International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) verweist. Falls das Gericht die aktuellen Zölle (aufgrund von Abschnitt 232) aufhebt, kann der Präsident einfach eine "wirtschaftliche Notstandslage des Landes" erklären, um die Zölle sofort wieder einzuführen. Auf diese Weise umgeht er gerichtliche und parlamentarische Kontrollen und verwandelt einen Handelskonflikt in eine nationale Sicherheitsverpflichtung.
Warum das für Ihr Portfolio wichtig ist:
Der Markt hasst Unsicherheit mehr als schlechte Nachrichten. Ein klares "Nein" vom Gericht hätte eine Rally ausgelöst. Ein klares "Ja" hätte den Dollar gestärkt. Doch dieses "verzögerte Schweigen" kombiniert mit der Drohung mit Notstandsbefugnissen schafft die schlechteste mögliche Situation: maximale Unvorhersehbarkeit.
Anleger, die auf eine Rückkehr zu normalen Handelsbeziehungen hofften, erhielten eine Warnung. Der Handelskrieg endet nicht; er ändert lediglich die rechtlichen Waffen. Beobachten Sie die Eröffnung am Montag – Volatilität ist wieder auf der Speisekarte.