Präsident der USA, Donald Trump, schloss die Möglichkeit einer Begnadigung des Gründers der Börse FTX, Sam Bankman-Fried (SBF), aus, der eine 25-jährige Haftstrafe wegen Betrugs verbüßt. Darauf ging der Politiker in einem Interview mit der New York Times ein.

In die 'Blacklist' fielen außerdem der ehemalige Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, der Musikproduzent Sean 'Diddy' Combs und der ehemalige Senator aus New Jersey, Robert Menendez.

SBF befindet sich seit August 2023 in Untersuchungshaft – zu diesem Zeitpunkt lehnte ein Bundesrichter seinen Antrag auf Haftentlassung vor der Strafverfolgung ab. Im März 2024 wurde der Kryptobusinessmann zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er sich schuldig bekannt hatte, in sieben Punkten des Anklagepunktes.

In den Medien tauchten Berichte auf, dass die Eltern von Bankman-Fried Möglichkeiten prüfen, eine Begnadigung für ihn zu erreichen. Journalisten der Wall Street Journal berichteten über die Vorbereitung strategischer Memoranden und die Einbindung externer Anwälte. Dabei konnten jedoch keine direkten Kontakte zum Wahlkampfteam von Trump nachgewiesen werden.

Die Aktivistin des konservativen Bewegungs Lora Lumer gab an, eine „umfangreiche und gut finanzierte“ Kampagne zu kennen, die darauf abzielt, den US-Präsidenten zu überzeugen, den Gründer von FTX zu begnadigen. Es gab jedoch keine offiziellen Bestätigungen dafür.

Das Justizministerium der USA hat SBF auch im Jahr 2025 nicht in die Liste der Kandidaten für eine Begnadigung aufgenommen.

Trotz der Entlassung des Gründers von Silk Road, Ross Ulbricht, und des ehemaligen Chefs von Binance, Changpeng Zhao, durch Trump, ist der Markt im Fall Bankman-Fried skeptisch eingestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass er vor 2027 aus dem Gefängnis entlassen wird, wird von der Community auf nur 5 % geschätzt.

Die Lage von Bankman-Fried wird durch seine politische Vergangenheit erschwert: Der Gründer von FTX war einer der wichtigsten Spender der Demokratischen Partei und persönlich Joe Biden gegenüber großzügig.

Aussichten auf Berufung

Bei Bankman-Fried besteht weiterhin die Möglichkeit, das Urteil anzufechten. Die Anhörung vor dem Berufungsgericht fand im November statt, doch das endgültige Dokument wurde bisher noch nicht im Register eingetragen. Im Falle einer Ablehnung bleibt der Verteidigung nur noch eine Möglichkeit: die Einreichung einer Beschwerde beim Obersten Gerichtshof der USA.

Die Strafzeit anderer Beteiligter am Zusammenbruch von FTX nähert sich dem Ende. Caroline Ellison, die zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, wird am 21. Januar entlassen. Im Oktober wurde sie von einer Bundesanstalt im Bundesstaat Connecticut in das Büro für Reintegration in New York überführt – eine standardmäßige Maßnahme im Rahmen der Vorbereitung auf die Entlassung.

Zur Erinnerung: Ende Oktober bezeichnete Bankman-Fried FTX zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs als zahlungsfähig. Laut seiner Angaben beliefen sich deren Vermögenswerte auf 25 Milliarden US-Dollar, während die Verbindlichkeiten bei 13 Milliarden US-Dollar lagen.

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