Laut ChainCatcher hat die verlĂ€ngerte Schließung der US-Regierung unerwarteterweise Ökonomen seltene und wertvolle Einblicke in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Jerry Templeman, Vice President fĂŒr festverzinsliche Forschung bei American Joint Capital Management, stellte fest, dass die Datenunterbrechungen der vergangenen drei Monate nun ein klareres Bild der BeschĂ€ftigungsbedingungen in der gesamten Wirtschaft aufzeigen.

Obwohl die Arbeitslosenrate im November auf ein vierjĂ€hriges Hoch stieg, betonte Templeman, dass die allgemeine SchwĂ€che auf dem Arbeitsmarkt noch nicht ein solches Ausmaß erreicht hat, dass zusĂ€tzliche Zinssenkungen durch die Federal Reserve zu diesem Zeitpunkt gerechtfertigt wĂ€ren. Die Arbeitsmarktlage ist zwar weicher geworden, bleibt aber noch nicht ausreichend verschlechtert, um die kurzfristige Politik der Fed erheblich zu verĂ€ndern.

Diese Bewertung lĂ€sst darauf schließen, dass EntscheidungstrĂ€ger vorsichtig bleiben werden und Anzeichen einer AbkĂŒhlung auf dem Arbeitsmarkt mit anhaltenden Sorgen ĂŒber Inflation und FinanzstabilitĂ€t abwĂ€gen werden. Daher könnten Erwartungen an eine sofortige Lockerung der Geldpolitik trotz der jĂŒngsten SchwĂ€che auf dem Arbeitsmarkt weiterhin begrenzt bleiben.

FĂŒr die MĂ€rkte verstĂ€rkt dies die Vorstellung, dass die makroökonomische Unsicherheit weiterhin hoch ist. Arbeitsmarktdaten könnten weiterhin die Zinserwartungen beeinflussen, doch ohne klare Verschlechterung neigt die Federal Reserve dazu, ihre derzeitige Politikrichtung in naher Zukunft beizubehalten.

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