Ethereum (ETH) befindet sich in einer strategischen Unsicherheit. Nach einem erfolglosen Versuch, die Widerstände Anfang Januar zu durchbrechen, hat die Kryptowährung nachgegeben und testet nun die Geduld der Anleger. Die Situation ist geprägt von einem "Kampf um die Kontrolle" zwischen der Kurzfristvolatilität und der stillen Akkumulation durch die Wale.

1. Das Grafische Muster: Das Dreieck der Unentschlossenheit

Seit November befindet sich ETH in einem symmetrischen Dreieck. Dieser Muster spiegelt das Kräftegleichgewicht wider:

Niedrigere Tops und höhere Boden: Niemand beherrscht den Markt.

Falsche Stärke: Obwohl der RSI (Relative Strength Index) kürzlich Stärke gezeigt hat, folgte der Preis nicht, was eine bärische Divergenz schafft. Dies signalisiert, dass die Käufer genau dort an Momentum verlieren, wo sie am meisten Stärke benötigen: an der oberen Trendlinie.

2. Das Verhalten der Investoren

Der Markt wird von zwei Gruppen mit gegensätzlichen Strategien bewegt:

Kurzfristige Spekulanten: Investoren, die ETH weniger als eine Woche halten, fördern eine hohe Umsatzrate. Sie verkaufen an den Höchstständen und kaufen an den Tiefstständen, was einen nachhaltigen Aufwärtstrend verhindert und eine psychologische "Deckelung" schafft.

Wale (Große Inhaber): Im Gegensatz dazu haben große Wallets seit dem 7. Januar etwa 200.000 ETH (ca. 620 Millionen US-Dollar) absorbiert. Diese Bewegung wirkt wie ein Polster, das verhindert, dass der Preis während der Korrekturen frei fällt.

3. Entscheidende Niveaus: Wo fokussieren

Die aktuelle Region ist eine "Kostenzone", in der Millionen von Coins gehandelt wurden.

Veredito: Ethereum befindet sich nicht in einem freien Fall, aber es fehlt an "Käuferüberzeugung". Solange der Preis um diese Kostenlevels schwirrt, wird die Seitwärtsbewegung anhalten. Der tägliche Schlusskurs wird der beste Indikator für den nächsten großen Sprung (oder Tauchgang) sein.