Zwei große US-Veranstaltungen stehen morgen nacheinander an, und gemeinsam könnten sie die Markteinschätzung hinsichtlich Wachstumserwartungen, Rezessionsrisiken und zukünftiger Zinssenkungen der Fed erheblich beeinflussen.
Zunächst steht die Entscheidung des US-Supreme Court zu Trump-Ära-Zöllen um 10:00 Uhr ET an. Der Gerichtshof wird entscheiden, ob diese Zölle rechtlich zulässig waren. Die Märkte schätzen derzeit eine etwa 77-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Entscheidung gegen sie ausfällt. Im Fall einer negativen Entscheidung könnte die Regierung verpflichtet sein, einen großen Teil der bereits über 600 Milliarden US-Dollar eingesammelten Beträge zurückzuzahlen. Abgesehen von den finanziellen Auswirkungen ist die größere Sorge die Stimmungslage. Zölle wurden lange als förderlich für bestimmte Bereiche des Marktes angesehen, daher könnte eine negative Entscheidung zu einer Abwertung führen. Aktien könnten unter Druck geraten, und Kryptowährungen könnten ebenfalls betroffen sein.
Früher am Tag, um 8:30 Uhr ET, werden die US-Arbeitsmarkt- und Arbeitslosenzahlen veröffentlicht. Die Erwartung liegt bei einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote von 4,6 % auf 4,5 %. Starke als erwartete Daten würden die Rezessionsängste dämpfen, aber die Hoffnung auf kurzfristige Zinssenkungen weiter verringern, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Senkung im Januar bereits bei etwa 11 % liegt. Schwächere Daten hingegen würden die Rezessionsnarrative schnell verstärken.
Die Märkte befinden sich in einer schwierigen Lage. Schwache Arbeitsmarktdaten schüren Rezessionsängste, während starke Daten auf eine längere striktere Geldpolitik hindeuten. In beiden Fällen deutet dies auf erhöhte Volatilität in den kommenden 24 Stunden hin.
Händler sollten wachsam bleiben, das Risiko sorgfältig managen und sich auf starke Bewegungen vorbereiten.



