Bitcoin (CRYPTO: BTC) ist am Dienstag aufgrund der optimistischen Stimmung rund um den „Clear Act“ auf 66.000 US-Dollar gestiegen. Bitwise-Capital-Partner Jeff Park warnt jedoch, dass der Markt ohne Unterstützung durch die Demokraten zu weit vorausläuft.
Warum Park dem „Clear Act“ nicht vertraut, dass er bald verabschiedet wird
Jeff Park sagte im Podcast „The Wolf Of All Streets“, dass die gesamte Berichterstattung über den „Clear Act“ ausschließlich von republikanischer Seite komme. Er halte das für die entscheidenden, von den Marktteilnehmern übersehene(n) Story-Details.
Park sagte: „Das Weiße Haus hat bereits einen moralischen Regelvorschlag ausgearbeitet, mit dem sie selbst zufrieden sind. Aber meiner Ansicht nach ist es nach wie vor sehr unklar, ob der Vorschlag tatsächlich festlegt, dass Donald Trump im Krypto-Bereich kein Geld verdienen darf.“
Er wies darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Gesetzentwurf verabschiedet wird, weiterhin gering sei – unabhängig davon, wie der Kurs darauf reagiert, solange die entsprechenden Formulierungen seitens der Demokraten nicht eindeutig seien.
Auch die Abstimmungslage untermauert seine Skepsis: Der Tod des Senators Lindsey Graham (Republikaner aus South Carolina) ließ der GOP eine Stimme verlieren, während Senator Mitch McConnell (Republikaner aus Kentucky) weiterhin fehlt. Das bedeutet, dass die Republikaner mindestens sieben Stimmen von Demokraten benötigen, um die 60-Stimmen-Hürde zu erreichen.
Außerdem meinte er, die derzeitige politische Stimmung sei nicht gerade optimistisch. Er räumte jedoch ein, dass bei einem überraschenden Durchbruch oder einer Einigung ein starkes Short-Squeeze- bzw. Liquiditätsereignis bei Krypto-Aktien ausgelöst werden könnte.
Circle, Robinhood und Ethereum könnten am meisten vom „Clear Act“ profitieren
Park sagte, dass Trader bereits Positionierungen für die Verabschiedung des „Clear Act“ vorgenommen hätten und dabei vor allem auf jene Aktien setzten, deren Entwicklung am direktesten mit dem Ausgang des Gesetzes verknüpft sei.
Er erklärte, falls der Gesetzentwurf vorankommt, seien Circle (NYSE-Code: CRCL), Robinhood Markets (NASDAQ-Code: HOOD) sowie aktienbasierte Unternehmen mit Fokus auf Tokenisierung die aussichtsreichsten Anlageziele.
Bezüglich der Token sagte er, dass im Vergleich zu Bitcoin vor allem Ethereum (CRYPTO: ETH) sowie jene Vermögenswerte profitieren dürften, deren Ertragsmodelle direkt von regulatorischen Rahmenbedingungen abhängen.
Er sagte, Bitcoin könnte zwar ebenfalls steigen, aber die klarsten Trading-Chancen lägen eher bei Token, die von den Gesetzen unmittelbar beeinflusst werden, wie ihre Wertgenerierung erfolgt.
Der „Clear Act“ könnte helfen, Offshore-Kapital in den US-Markt zu ziehen