📅 6. Januar | Vereinigte Staaten
Der Konflikt zwischen dem traditionellen Bankensystem und dem Kryptowährungsekosystem hat eine neue Phase erreicht, weniger technisch und viel politischer. Diesmal geht es nicht um Hacks, Volatilität oder Betrug, sondern um etwas viel Empfindlicheres: Bankguthaben. Eine Gruppe von Gemeindebanken hat im US-Senat Alarm geschlagen und darauf hingewiesen, dass ein scheinbarer Rechtsloch im Stablecoin-Gesetz namens GENIUS es ertragreichen Stablecoins ermöglichen könnte, direkt mit traditionellen Bankkonten zu konkurrieren.
📖Der Konflikt eskalierte diese Woche, als der Community Bankers Council, ein Arm der American Bankers Association, einen formellen Brief an den US-Senat sendete, in dem er forderte, dass explizite Grenzen für rentierliche Stablecoins festgelegt werden.
Laut Bankern lässt das GENIUS-Gesetz, das im Sommer verabschiedet wurde, Raum für Krypto-Unternehmen, wirtschaftliche Anreize für Stablecoin-Inhaber anzubieten, was in der Praxis dem Bezahlen von Zinsen ähnlich sein könnte, ohne den gleichen Regeln wie Banken unterworfen zu sein.
Das zentrale Argument der Gemeinschaftsbanken ist, dass Einlagen keine einfache Verbindlichkeit sind, sondern die Grundlage für lokale Kredite. Wenn Geld in Ertrags-Stablecoins fließt, warnen sie, verringert dies die Fähigkeit der Banken, kleinen Unternehmen, Studenten, Landwirten und Hauskäufern in regionalen Volkswirtschaften Kredite zu gewähren. In seinem Brief stellte der Rat ausdrücklich fest, dass eine massive Kapitalflucht ganze Gemeinschaften direkt schädigen könnte.
Die Besorgnis ist nicht neu. Im vergangenen Jahr haben Bankenverbände konsequent gefordert, dass Stablecoins keinen Ertrag anbieten können, da dies sie zu einer direkten Alternative zu Sparkonten machen würde, jedoch ohne die regulatorischen Verpflichtungen, denen Banken unterliegen. In einer E-Mail an die CEOs des Sektors warnte ABA-Präsident Rob Nichols, dass dieses „Schlupfloch“ Billionen von Dollar aus dem traditionellen Bankensystem abziehen könnte, wenn es nicht rechtzeitig korrigiert wird.
Auf der anderen Seite der Debatte weist die Krypto-Industrie diese Erzählung zurück. In einem letzten Monat an die Gesetzgeber gesendeten Brief argumentierte die Blockchain Association, dass das Verbot von Belohnungen, die mit Stablecoins verbunden sind, den Wettbewerb schädigen, die Innovationskraft bei Zahlungen schwächen und einen rechtlichen Rahmen wiedereröffnen würde, der ihrer Meinung nach bereits geklärt war. Der Verband behauptet, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Einführung von Stablecoins überproportionale Abflüsse von Bankeinlagen verursacht hat.
Auch ein unangenehmer Punkt für das Bankwesen: Ein großer Teil der Einlagen, die Banken heute halten, wird nicht in produktive Kredite umgewandelt, sondern bleibt als zinsbringende Reserven bei der Federal Reserve geparkt. Aus dieser Perspektive wäre das Problem nicht die Krypto-Konkurrenz, sondern vielmehr die ineffiziente Nutzung von Kapital innerhalb des Bankensystems selbst.
Thema Meinung:
Wenn Gemeinschaftsbanken von riskanten Einlagen sprechen, übertreiben sie nicht: programmierbares, liquides, rentierliches Geld stellt eine strukturelle Bedrohung für ein Modell dar, das auf langsamer Vermittlung und regulierten Margen basiert. Der Versuch, diesen Fortschritt durch Verbote zu stoppen, könnte jedoch dazu führen, dass Ineffizienzen mehr geschützt werden als Gemeinschaften.
💬 Sind Ertrags-Stablecoins eine echte Bedrohung für lokale Banken?
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar...
#Stablecoins #CryptoRegulationBattle #defi #UnitedStates #CryptoNews $USDC

