18. Juli: Citrini-Analyst Jukan veröffentlichte einen Beitrag und erklärte, dass eine aktuelle Marktanalyse der Ansicht ist, dass der jüngste Rücksetzer bei Aktien von Speicherchip-Herstellern nicht nur durch Entschuldungseffekte beeinflusst werde, sondern der Markt zudem bereits vorab die Erwartungen an eine Angebotsausweitung im Jahr 2028 einpreise. Obwohl in der Branche allgemein erwartet wird, dass die angespannte Situation bei High-End-Speichern wie HBM bis 2027 andauern wird, sind sich Forschungsinstitute und Sell-Side-Analysten einig, dass sich die Angebotslücke voraussichtlich ab 2028 zu entspannen beginnt, sobald große Hersteller wie Samsung Electronics und SK Hynix massiv ausweiten. Nach traditioneller Erfahrung führen Speicheraktien typischerweise etwa zwei Quartale vor den Speicherpreisen zu einem Hochpunkt. Die Analyse stellt jedoch fest, dass der Markt sich möglicherweise nicht strikt an dieses Muster halten muss, sondern die Erwartung auf eine künftige Angebotszunahme auch länger im Voraus einpreisen könnte.
Allerdings beruhen alle pessimistischeren Erwartungen auf derselben Annahme: Die neu hinzugefügten Kapazitäten sollen sich 2028 konzentriert freisetzen und dazu führen, dass die Speicherpreise erneut deutlich fallen. Ein Rückblick auf die Geschichte zeigt, dass seit den 1980er-Jahren die meisten großen Preisstürze in der Speicherbranche fast immer auf eine schnelle Ausweitung des Angebots zurückzuführen waren und nicht auf einen Nachfragerückgang. Die Nachfrage im Zeitalter von PCs, Smartphones und Cloud-Computing ist tatsächlich stets weiter gewachsen. Dieser KI-Zyklus könnte in Wahrheit einen wesentlichen Unterschied zu früheren Phasen haben: KI-Anwendungen weisen eine höhere Preiselastizität bei Rechenleistung und Speicher auf. Wenn die Preise fallen, könnte das Wachstum der Nachfrage den Einfluss übertreffen, der durch die Preisrückgänge entsteht, wodurch die bisher typische „Tötungskraft“ des traditionellen Speicherzyklus deutlich abgeschwächt wird.
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