ARK Invest erklärte, dass trotz des Wertverlusts von Bitcoin um ungefähr 14 % im zweiten Quartal 2026 On-Chain-Daten das Ende des Verkaufsdrucks signalisieren. Das Unternehmen betrachtete die Rekordhöhe an Bitcoin, die von langfristigen Investoren gehalten wird, als bedeutendes Indiz für einen möglichen Marktboden.

Laut dem Bitcoin-Bericht von ARK Invest für das zweite Quartal $BTC schloss der Juni bei etwa 58.544 $. In diesem Zeitraum fiel der Bitcoin-Preis unter den Realisierungspreis für kurzfristige Anleger von rund 70.327 $, unter den 200-Tage-Durchschnitt von 75.371 $ sowie unter den On-Chain-Durchschnitt von etwa 76.660 $.

Der Bericht stellte fest, dass ein Verbleib von Bitcoin unter allen drei wichtigen gleitenden Durchschnitten historisch mit bärischen Marktbedingungen verknüpft ist. Daher vertrat er die Ansicht, dass sich die technische Lage bislang noch nicht wesentlich verbessert hat.

Allerdings deuten On-Chain-Indikatoren darauf hin, dass der Verkaufsdruck womöglich kurz vor dem Ende steht. Zum ersten Mal in diesem Zyklus hat der Anteil der Bitcoin-Angebotsmenge im Verlust den Anteil im Gewinn übertroffen und liegt bei etwa 54 %. Der Anteil von Bitcoin im Gewinn ist derweil auf 46 % gefallen.

ARK Invest stellte fest, dass in früheren Marktzyklen in der Nähe von Tiefständen typischerweise das Angebot von Aktien in Verlusten das Angebot von Aktien in Gewinnen überstieg. Dass die Quote der realisierten Verluste die Quote der realisierten Gewinne kurzzeitig übertraf und das Verhältnis auf 0,82 fiel, wurde ebenfalls als Zeichen von Erschöpfung beim Verkaufsdruck gewertet.

Eine weitere zentrale Erkenntnis des Berichts betraf die Menge an Bitcoin, die von langfristigen Investoren gehalten wird. Das Angebot an Bitcoin, das von langfristigen Investoren gehalten wird, stieg im zweiten Quartal um etwa 313.000 $BTC in und erreichte mit 14,85 Millionen $BTC einen Allzeithöchststand.

Laut ARK Invest setzten langfristig orientierte Investoren mit hoher Überzeugung ihren Zukauf von im Markt verteiltem Bitcoin während des Preisrückgangs fort. Das Unternehmen stellte fest, dass die Erhöhung des Angebots durch langfristige Investoren während des Preisrutschs eine positive Divergenz hinsichtlich der fundamentalen Marktaus­sichten darstelle.

Der Bericht bemerkte jedoch, dass Bitcoin noch nicht auf die historisch niedrigen On-Chain-Kosten-Niveaus zurückgefallen ist. Er erklärte, dass der aktuelle Preis von Bitcoin bei ungefähr 53.000 US-Dollar liegt, während der Preis der Inhaber (Investor Price) bei rund 49.000 US-Dollar liegt.

ARK Invest erklärte, dass die Abwärtsrisiken noch nicht vollständig verschwunden seien, da Bitcoin diese Kosten-Spanne zwischen 49.000 und 53.000 US-Dollar noch nicht getestet habe. Laut dem Unternehmen habe der Prozess der Rückkehr zum Durchschnitt, der in der Vergangenheit von globalen Markttiefs begleitet wurde, bislang noch nicht stattgefunden.

Der Bericht stellte außerdem fest, dass Abflüsse aus in den USA gehandelten Spot-Bitcoin-ETFs zusätzlichen Druck auf den Markt ausgeübt haben. Die Mittel verzeichneten gegen Ende des Quartals sieben Wochen in Folge Netto-Abflüsse und verloren im Verlauf des zweiten Quartals insgesamt etwa 71.000 $BTC in.

Zugehörige Nachrichten: Nettozuflüsse in Kryptowährungs-Investmentprodukte haben wieder begonnen: Ist das ein Zeichen für eine Bitcoin-Rallye?

Während der schlimmsten Woche Ende Juni wurden etwa 30.000 BTC aus ETFs abgezogen. ARK Invest erklärte, dass die nachlassende Nachfrage nach Spot-ETFs darauf hindeutet, dass eine der wichtigsten zusätzlichen Nachfrageressourcen, die den Bitcoin-Preis stützen, an Kraft verloren hat.

Anzeichen von Stress waren außerdem in den Finanzierungsbedingungen von Bitcoin-Treasury-Unternehmen zu sehen. STRC von Strategy, Vorzugsaktien, unter dem Codenamen „Stretch“, fiel im Verlauf des Quartals von seinem Nennwert von 100 US-Dollar auf einen Wert von bis zu 74,57 US-Dollar. STRC beendete das zweite Quartal bei ungefähr 84,86 US-Dollar.

ARK Invest erklärte, dass STRC unter seinem Nennwert zu handeln könnte darauf hindeuten, dass die Kapitalkosten für ge­hebelte Unternehmen steigen, die Bitcoin-Treasuries aufbauen.

Die Drei-Monats-Futures-Basisrate für Bitcoin blieb über das Quartal hinweg niedrig, aber positiv, mit einem Durchschnitt von 2,3 %. Dass die Rate zeitweise nahe an eine Backwardation heranreichte, deutete darauf hin, dass die Nachfrage nach gehebelten Long-Positionen und die spekulative Risikofreude begrenzt waren.

ARK Invest bewertete technische und On-Chain-Indikatoren sowie das makroökonomische Umfeld. Der Bericht argumentierte, dass produktivitätssteigernde Entwicklungen, die von der Technologie getrieben werden, inflationsbedingten Druck begrenzten.

Es wurde angegeben, dass die Lohnstückkosten zwar um 0,5 Prozent gestiegen sind, die Produktivität jedoch um 2,8 Prozent zunahm und die Kernverbraucherinflation trotz der höheren Ölpreise bei rund 2,9 Prozent blieb.

Das Unternehmen argumentierte zudem, dass die Abflachung der Zinsstrukturkurve eher deflationäre als Rezessions-Tendenzen widerspiegele. Es erklärte, dass Künstliche Intelligenz, Energie-Infrastruktur, Deregulierung sowie Vorschriften, die Investitionen ermöglichen, direkt als Aufwand verbucht zu werden, die Kapitalausgaben stützten.

Laut ARK Invest deutet es darauf hin, dass sich ein nachhaltiger Wachstumskreislauf bildet, der durch Technologie- und Energieinvestitionen angetrieben wird, wenn neue Aufträge für Kernanlagegüter einen Rekordwert erreichen und eine Widerstandsschwelle aus 25 Jahren übertreffen.

*Dies ist keine Anlageberatung.
#BTC #bitcionstrategy #NewsAboutCrypto