Der prominente Angel-Investor und frühe Uber-Unterstützer Jason Calacanis hat argumentiert, dass die größte Herausforderung für Bitcoin nicht mehr das Asset selbst ist, sondern der wachsende Einfluss von Strategy (früher MicroStrategy) und dessen lautstarker Mitgründer Michael Saylor.
„Die Herausforderung für $BTC besteht darin, dass eine Person Chaos verursacht ($MSTR ), während der Einzelhandel eher an Wetten auf Produkte interessiert ist, die die Welt verändern (SpaceX, OpenAI, Anthropic),“ schrieb Calacanis auf X.
Ein großes Problem
Calacanis ist zu einem der lautstärksten Kritiker des bitcoin-zentrierten Unternehmensmodells von Strategy geworden. Seine Argumentation lautet nicht, dass Bitcoin selbst grundsätzlich fehlerhaft ist, sondern dass Strategy so dominant geworden ist, dass es die Markterzählung verzerrt.
Das Unternehmen hat sich in das verwandelt, was es eine „Bitcoin-Treasury-Company“ nennt: Es finanziert immer größere $BTC Käufe durch wiederholte Kapitalerhöhungen, Wandelanleihen und die Ausgabe von Vorzugsaktien. Infolgedessen ist Strategy zum weltweit größten börsennotierten Unternehmenshalter von Bitcoin geworden, und seine Aktie wird weithin als gehebelt wirkender Proxy für Bitcoin betrachtet.
Strategy dominiert zunehmend die institutionelle Diskussion über Bitcoin. Gleichzeitig zieht MSTR häufig spekulatives Kapital an, das andernfalls möglicherweise direkt in Spot-BTC oder Bitcoin-ETFs fließen würde.
Calacanis steht dem Thema Bitcoin seit langem skeptisch gegenüber
Calacanis hat seit Jahren Zweifel an Bitcoin geäußert, obwohl er früh in zahlreiche Technologieunternehmen investiert hat.
Im Jahr 2022 argumentierte er nach dem Zusammenbruch von FTX, dass ein Großteil der Kryptoindustrie inzwischen von Spekulation und schlechtem Governance dominiert werde. Er forderte stärkere Regulierung und unterschied dabei zwischen Blockchain-Technologie und spekulativen Tokens.
In jüngerer Zeit hat er Strategie wiederholt für dessen Finanzierungsmodell kritisiert. Während früherer Marktverkäufe forderte er Investoren auf, „MSTR zu verkaufen und stattdessen direkt Bitcoin zu kaufen“, und beschrieb die Unternehmensstruktur als ähnlich einem „beeindruckenden Pyramidensystem“.
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