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NYDIG bestätigt: $BTC -32,9% YTD, schlechtestes H1 aller Zeiten für Spot-ETFs

Laut NYDIGs Q2-Bericht ist Bitcoin mittlerweile 32,9% im Jahresverlauf gefallen – während der Nasdaq 100 um 27,7% gestiegen ist und Tech-Aktien +43,5% verzeichnen. Das ist kein Makro-„Risk-off“. Das ist bitcoin-spezifisch.

Der 4,9-Mrd.-$-ETF-Run-off: US-Spot-Bitcoin-ETFs verloren allein im Q2 netto 4,9 Milliarden US-Dollar . Juni war der schlechteste Monat seit dem Start bei -4,5 Mrd. US-Dollar. BlackRocks IBIT allein machte etwa 80% der Rücknahmen im Juni aus.

Der eigentliche Verursacher sind nicht die ETFs — sondern Strategy ($MSTR ).

Der größte historische Käufer von Bitcoin — Michael Saylor's Strategy — hat von einem Netto-„Accumulator“ zu einem Netto-Verkäufer gewechselt. Ihr neues „Digital Credit Capital Framework“ hat Verkäufe von bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar in BTC autorisiert, um Verpflichtungen für die Kapitalstruktur zu bedienen. Zum ersten Mal seit Dezember 2022 haben sie verkauft — 32 BTC Ende Mai — mit einem Rahmen, um weiter zu verkaufen.

Das DAT-Konglomerat (Digital Asset Treasury: MSTR, MARA etc.) ging von einer Nachfrage-„Maschine“ zu einem Angebotsrisiko über. Das ist der strukturelle Shift, den offenbar niemand einpreist.

Was gerade passiert: BTC bei 63,6K$, ETF-Flows sind diese Woche leicht positiv geworden (+79 Mio. $ am 16. Juli, +181 Mio. $ am 14. Juli), aber die 8-wöchige Abfluss-Serie ist gerade erst beendet. Die kumulierten Zuflüsse sinken weiterhin gegenüber dem 250K-BTC-Peak. Der NYDIG-Hinweis sagt es ganz klar: „Leverage statt Spot-Nachfrage treibt Bitcoin.“ Die Funding Rates sind positiv, während die Spot-CVD fällt — das ist eine fragile Konstellation, kein belastbares „Bid“.

Fazit: Die ETF-Erzählung hat sich von „institutionelle Adoption“ zu „institutionelle Distribution“ gedreht. Die Frage ist, ob die 54K–56K-Zone (in der passive Käufer die Tiefs im Juni aufgesogen haben) als strukturelle Unterstützung hält — oder ob der Wiederaufbau des gehebelt Long zu der nächsten Liquidations-Kaskade wird.

Keine Finanzberatung. -32,9% YTD bei ETFs, die angeblich das „neue Zeitalter institutioneller Nachfrage“ einläuten sollten. Die Straße lernt: Dass der größte marginale Käufer zu einem Verkäufer wird, ist wichtiger als jede ETF-Hülle.