Chainlink (LINK) zeigt zunehmende Anzeichen von Abwärtsrisiken, da die nachlassende Nachfrage von Walen und die sich verschlechternden On-Chain-Metriken mit mehreren bärischen technischen Mustern übereinstimmen. Der Token steht seit mehreren Monaten unter Druck, und die aktuellen Marktbedingungen deuten darauf hin, dass weitere Verluste möglich sind, wenn wichtige Unterstützungsniveaus versagen.

Anhaltender Abwärtstrend seit August

Chainlink befindet sich seit August in einem anhaltenden Abwärtstrend, was die breitere Schwäche im Altcoin-Markt widerspiegelt. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird LINK bei etwa 12,38 $ gehandelt, was einem Rückgang von 4,5 % in den letzten 24 Stunden und ungefähr 16,6 % unter dem monatlichen Hoch entspricht. In einem breiteren Zeitrahmen hat der Token fast 54 % von seinem Höhepunkt im Jahr 2024 verloren, was das Ausmaß des bärischen Sentiments verdeutlicht.

Wal-Kaufaktivität verliert an Momentum

On-Chain-Daten signalisieren eine bemerkenswerte Verlangsamung der Wal-Akkumulation. Laut Nansen sind die von Walen gehaltenen LINK-Bestände in der ersten Hälfte des Dezembers von 1,77 Millionen auf 1,91 Millionen Token gestiegen, was auf eine kurzfristige Akkumulation hindeutet. Die Bestände sind jedoch seitdem auf 1,87 Millionen gesunken, was darauf hinweist, dass große Investoren begonnen haben, ihre Exposition zu reduzieren.

Ein Rückgang der Wal-Nachfrage wird oft als Warnsignal betrachtet, da diese Teilnehmer normalerweise als frühe Akteure bei großen Marktbewegungen auftreten. Geringeres Wal-Interesse kann das Vertrauen des Einzelhandels dämpfen und den Verkaufsdruck während technischer Schwäche verstärken.

Netzwerkaktivität und DeFi-Metriken verschlechtern sich

Fundamentale Indikatoren deuten ebenfalls auf eine nachlassende Nachfrage innerhalb des Chainlink-Ökosystems hin. Daten von DeFiLlama zeigen, dass der insgesamt gesperrte Wert (TVL) über Chainlink-basierte DeFi-Protokolle von 1,13 Milliarden USD Ende August auf etwa 530 Millionen USD stark gefallen ist.

Zusätzlich sind die wöchentlichen Protokollgebühren seit September um fast 50% gesunken, was auf eine reduzierte Netzwerknutzung und geringere wirtschaftliche Aktivität hinweist. Zusammen deuten diese Trends auf eine Verlangsamung des Engagements im Ökosystem hin, was möglicherweise das kurzfristige Aufwärtspotenzial für LINK einschränkt.

Bärische technische Struktur nimmt Gestalt an

Aus technischer Sicht bildet LINK ein absteigendes Dreiecksmuster im Tageschart – eine Struktur, die häufig mit einer bärischen Fortsetzung assoziiert wird. Das Muster besteht aus einer fallenden oberen Trendlinie und einer flachen Unterstützungszone, wobei die Bestätigung erfolgt, wenn der Preis unter die horizontale Unterstützung bricht.

Derzeit wird LINK nur 5% über dieser wichtigen Unterstützung gehandelt, was wenig Spielraum für Fehler lässt. Historisch gesehen haben Durchbrüche aus ähnlichen Strukturen zu beschleunigtem Verkaufsdruck geführt.

Momentum-Indikatoren verstärken die bärische Aussicht:

MACD bleibt unter der Null-Linie, was auf negatives Momentum hinweist.

RSI tendiert bei 42 nach unten, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer die Kontrolle behalten, während weiterhin Spielraum für weiteren Abwärtsdruck besteht, bevor überverkaufte Bedingungen auftreten.

Zusätzlich zum Risiko nähert sich LINK auch einem potenziellen Durchbruch aus einer mehrjährigen Doppelspitzenformation, einem Muster, das oft tiefere Korrekturen vorwegnimmt, wenn es bestätigt wird.

Wichtige Niveaus zu beobachten

Wenn Chainlink das Unterstützungsniveau von $10.1 nicht halten kann, das seit Mitte 2024 als starker Boden fungiert hat, könnte der Preis auf sein Tief im August 2024 nahe $8 fallen. Eine solche Bewegung würde eine erhebliche Ausweitung des aktuellen Abwärtstrends markieren.

📜Ausblick

Mit sinkender Wal-Teilnahme, schwächeren On-Chain-Fundamentaldaten und einer fragilen technischen Struktur sieht sich Chainlink kurzfristig einem erhöhten Abwärtsrisiko gegenüber. Bullen müssen die wichtigen Unterstützungszonen überzeugend verteidigen, um eine tiefere Korrektur zu vermeiden, während Händler genau auf Volumen, Wal-Flüsse und die Bestätigung des Abwärtsdurchbruchs des Dreiecks achten sollten.

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