Die gefährlichste Phase ist oft nicht diese Art von schnellen, extremen Anstiegen oder Abstürzen, sondern ein seitwärts laufender Markt direkt vor der Liquidationszone.

$BTC ist jetzt bei 64350, das 24-Stunden-Hoch liegt bei 64504. Bis zur 66000er-Liquidationslinie für die dort dicht sitzenden Short-Positionen ist es noch nicht soweit, aber es ist nicht mehr fern. Laut den Daten von Coinglass gilt: Sobald es über 66000 geht, beträgt die kumulierte Liquidationsstärke der Mainstream-CEX-Shorts 567 Mio.; fällt es unter 63000, liegt die Liquidationsstärke der Longs bei 482 Mio. Auf beiden Seiten ist Sprengstoff – die Frage ist nur, wer zuerst die Zündschnur trifft.

Ich habe jetzt nicht hinterhergejagt. Ich habe bei 66080 mit einer kleinen Position einen ersten Short platziert (Positionsgröße 4%). Stop-Loss bei 66680, als erstes Ziel 64800, danach 63950. Der Grund ist ziemlich direkt: Das Verhältnis von Kontrakt- zu Spot-Volumen liegt bei 5,5x. Das Kontraktvolumen beträgt 3,236 Mrd., das Spot-Volumen nur 591 Mio. Solche Kursbilder laufen eher zuerst in Richtung Liquidationen, statt in einem Zug eine klare Trendbewegung zu erzeugen. Außerdem ist die Funding Rate nur +0,0047%: Die Long-Seite wirkt nicht überfüllt. Das bedeutet, dass ein Anstieg nach oben in dieser Phase möglicherweise nicht von neuen Käufen getrieben wird, sondern eher dazu dient, die Short-Positionen oberhalb zuerst herauszudrängen.

Wenn es wirklich über 66600 geht und innerhalb von 15 Minuten nicht wieder zurückkommt, werde ich die Shorts abschneiden und stattdessen eine Breakout-Order entgegengesetzt aufnehmen. Umgekehrt: Wenn 63000 fällt, steige ich nicht auf Long um, denn darunter würden sich die Long-Liquidationen selbst gegenseitig zum Stolpern bringen.

In so einer Lage sollte man Seitwärtsbewegungen nicht als sicher betrachten. Es ist nah an der Liquidationslinie – die Volatilität kann plötzlich schneller werden. $BTC #BTC

Der Markt verändert sich. Was heute gilt, kann morgen schon nicht mehr stimmen.