Die Protokolle der Europäischen Zentralbank zu ihrem Junitreffen erklärten, die Bank könne den Energieschock nicht länger ignorieren, da steigende Energiepreise erwartet würden, die mittelfristige Inflation über ihr 2%-Ziel zu drücken.

Laut Jin10 beschloss der EZB-Rat letzte Monats einstimmig, den Leitzins auf 2,25% anzuheben. Damit sei es die erste große Zentralbank, die die Zinsen aufgrund erhöhter Energiepreise anhebt, die mit dem Krieg im Iran zusammenhängen.

Die Protokolle besagten, dass die aktuelle Situation eindeutig nicht mehr eine sei, in der der Schock vernachlässigt werden könne. Sie fügten hinzu, dass je länger die Energiepreise hoch blieben, desto wahrscheinlicher sei es, dass indirekte und Zweitrundeneffekte eine breitere Inflation anheben würden. Dies erhöhe das Risiko, dass der Energieschock sich in der zugrunde liegenden Inflation sowie in den mittelfristigen bis langfristigen Inflationserwartungen verankere.