Moody’s lässt Japans Kreditrating unverändert, trotz milliardenschwerer Ausgabenpläne, die bereits die Anleihemärkte ins Wanken bringen.
Die finanzpolitische Rechnung in Japan ist seit Jahren nicht mehr zu rechtfertigen: Schuldenstand in Relation zum BIP über 260 %, anhaltende Defizite, alternde Bevölkerungen, die den Haushalt belasten. Dennoch verlängern Ratingagenturen weiterhin ihr Vertrauen.
Das funktioniert, bis es nicht mehr funktioniert. Drei Dinge gilt es zu beobachten:
1. Erwachen der „Bond Vigilantes“. Die Renditen bei JGBs sind gestiegen, während die Bank of Japan versucht, die Geldpolitik zu normalisieren. Wenn die Renditen schneller steigen als erwartet, könnte allein die Schuldendienstbelastung außer Kontrolle geraten.
2. Die Geduld der Ratingagenturen ist nicht unendlich. Japan wurde bisher durchgewunken, weil sie in Yen finanziert, über inländische Ersparnisse verfügt und die politische Glaubwürdigkeit aufrechterhält. Doch massive neue Ausgaben ohne glaubwürdige Finanzierungsänderungen verändern die Erzählung.
3. Der Moment der Abrechnung kommt plötzlich. Herabstufungen erfolgen nicht schrittweise – sie reißen sich kaskadenartig durch. Sobald eine Agentur umschwenkt, ziehen die anderen nach, und die Märkte bewerten das Risiko auf einmal neu.
Japan war seit Jahrzehnten die Ausnahme. Die Frage ist nicht, ob die Ausnahme endet, sondern wann – und ob politische Entscheidungsträger dann einen Plan haben.
Die finanzpolitische Rechnung in Japan ist seit Jahren nicht mehr zu rechtfertigen: Schuldenstand in Relation zum BIP über 260 %, anhaltende Defizite, alternde Bevölkerungen, die den Haushalt belasten. Dennoch verlängern Ratingagenturen weiterhin ihr Vertrauen.
Das funktioniert, bis es nicht mehr funktioniert. Drei Dinge gilt es zu beobachten:
1. Erwachen der „Bond Vigilantes“. Die Renditen bei JGBs sind gestiegen, während die Bank of Japan versucht, die Geldpolitik zu normalisieren. Wenn die Renditen schneller steigen als erwartet, könnte allein die Schuldendienstbelastung außer Kontrolle geraten.
2. Die Geduld der Ratingagenturen ist nicht unendlich. Japan wurde bisher durchgewunken, weil sie in Yen finanziert, über inländische Ersparnisse verfügt und die politische Glaubwürdigkeit aufrechterhält. Doch massive neue Ausgaben ohne glaubwürdige Finanzierungsänderungen verändern die Erzählung.
3. Der Moment der Abrechnung kommt plötzlich. Herabstufungen erfolgen nicht schrittweise – sie reißen sich kaskadenartig durch. Sobald eine Agentur umschwenkt, ziehen die anderen nach, und die Märkte bewerten das Risiko auf einmal neu.
Japan war seit Jahrzehnten die Ausnahme. Die Frage ist nicht, ob die Ausnahme endet, sondern wann – und ob politische Entscheidungsträger dann einen Plan haben.