Zwischen schwachen Zyklen, neuer institutioneller Nachfrage und Kritik am künftigen Wachstum diskutiert der Markt, wie weit Bitcoin überhaupt kommen kann.

CZ argumentiert, dass die geringe aktuelle Adoption Raum für Wachstum lässt, während Analysten die Wiederholung der Vergangenheit infrage stellen.

CZ schätzt, dass zwei weitere Aufwärtszyklen Bitcoin von 600.000 auf 1 Million bringen könnten.

Er behauptet, dass derzeit weniger als 1 % des weltweiten Vermögens dem Bitcoin ausgesetzt ist.

Changpeng Zhao (CZ), Mitgründer von Binance, hat ein Szenario skizziert, in dem Bitcoin (BTC) für den Marktzyklus 2033 die Marke von 1 Million US-Dollar erreichen könnte. Wie er in einem Interview für das Medium The Block erklärte, das am 7. Juli 2026 veröffentlicht wurde, basiert seine Rechnung auf der Annahme, dass Bitcoin globaler Adoption noch keinen Sättigungspunkt erreicht hätte.

Die These von CZ basiert auf einer teilweisen Wiederholung des Verhaltens, das in früheren Zyklen zu beobachten war. Der Unternehmer geht davon aus, dass Bitcoin nach einem Bärenjahr wie 2025 in einen neuen bullischen Zyklus im Jahr 2029 und einen weiteren im Jahr 2033 eintreten könnte. In diesem Szenario würde ein Anstieg um das Fünffache im nächsten Zyklus den Preis auf etwa 600.000 US-Dollar bringen, während ein weiterer Anstieg um das Zweifache im darauffolgenden Zyklus ausreichen würde, um die Marke von einer Million Dollar zu erreichen.

„Wenn der nächste Zyklus um das Fünffache steigt, dann läge er bei ungefähr 600.000 Dollar. Und der Zyklus danach braucht nur das Zweifache, um eine Million zu erreichen. Das ist absolut möglich“, sagte CZ. Der Gründer von Binance betonte jedoch, dass er nicht behauptet, dass es tatsächlich passieren werde.

CZ zufolge ist das Wachstumspotenzial weiterhin offen, weil das derzeitige Niveau der Adoption noch Raum für Expansion lässt. Seinen Aussagen zufolge machen Menschen, die Bitcoin besitzen, wahrscheinlich weniger als 1% des weltweiten Vermögens aus. Das würde darauf hindeuten, dass es noch einen großen Spielraum für eine stärkere Beteiligung von Investoren, Unternehmen und Institutionen gibt.

Der Unternehmer bewertete den letzten Bitcoin-Zyklus ebenfalls als ungewöhnlich schwach. Wie er erklärte, habe der Vermögenswert nur ungefähr zweimal zulegen können, weit unter den in früheren Phasen beobachteten historischen Multiplikatoren. Dieses Abschneiden führte er auf externe Faktoren zurück, darunter geopolitische Konflikte, Wahlen und der Wettbewerb um spekulatives Kapital mit Unternehmen, die mit dem Sektor der Künstlichen Intelligenz verbunden sind.

„Wir wurden vom Krieg und den Wahlen in Mitleidenschaft gezogen. Es war ein schwacher Zyklus, in dem Bitcoin nur zwei Mal gestiegen ist“, sagte CZ und ergänzte, dass das Fehlen einer Markt-Sättigung weiterhin ein Argument für eine künftige Expansion sei.

Neben dem Preis sprach CZ auch über die Rolle anderer Netzwerke innerhalb des Ökosystems. Obwohl er Bitcoin gegenüber weiterhin positiv eingestellt ist, lehnte er eine maximalistische Haltung ab und sagte, dass die Existenz mehrerer verteilter Netzwerke Innovation fördern kann. Wie er erklärte: „10, 20 oder 30 Krypto-Netzwerke zu haben oder sogar ein paar Hundert, die gerade innovieren, ist wahrscheinlich etwas Gutes“, obwohl er der Ansicht war, dass eine zu hohe Anzahl von Netzwerken zu Fragmentierung führen könnte.

Ein Szenario, das die Meinungen über die Zukunft von Bitcoin spaltet

Wie Criptonoticias berichtete, gehören zu denjenigen, die Szenarien ähnlich wie bei CZ befürworten, unter anderem Firmen wie Bernstein und ARK Invest. Diese argumentieren, dass die institutionelle Adoption, die Aufnahme von Bitcoin in Unternehmens-Treasuries und eine höhere Beteiligung von Regierungen eine neue Phase struktureller Nachfrage auslösen könnten.

Auf der anderen Seite stellen Kritiker wie Peter Schiff die Fähigkeit von Bitcoin infrage, einen lang anhaltenden Anstieg aufrechtzuerhalten. Sie sind der Ansicht, dass seine großen Multiplikatoren eher von einer spekulativen Erzählung als von traditionellen wirtschaftlichen Fundamentaldaten abhängen. Aus dieser Perspektive könnte das künftige Wachstum deutlich moderater ausfallen, während der Markt reifer wird.

Die Möglichkeit, dass Bitcoin 1 Million Dollar erreicht, stößt auf Kritik, weil es schwierig ist, die gleichen Wachstumsmultiplikatoren beizubehalten, wenn seine Marktkapitalisierung weiter steigt. Einige Analysten sind der Ansicht, dass Zyklen mit einem Anstieg von 3x bis 5x in einem größeren, stärker institutionell geprägten Vermögenswert seltener sein könnten, da jeder neue Wachstumsschub eine deutlich größere Kapitalzufuhr erfordert.

Bislang zeigt die Diskussion eine breitere Frage nach der nächsten Phase des Marktes: Ob sich das Asset noch in einem frühen Stadium der globalen Adoption befindet oder ob seine Wachstumskreisläufe beginnen werden, an Kraft zu verlieren. Der entscheidende Punkt für die kommenden Jahre wird nicht nur sein, ob Bitcoin bestimmte Zahlen erreicht, sondern ob es gelingt, institutionelle und staatliche Nachfrage in eine dauerhafte Basis aus Nutzern und Kapital zu verwandeln. Wenn diese Umstellung gelingt, würden sich die großen Preisziele nicht mehr ausschließlich von spekulativen Zyklen ableiten, sondern stärker damit verknüpfen, wie Bitcoin in das globale Finanzsystem integriert wird.

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