Der südkoreanische KOSPI ist an einem Tag um rund 8,03 % gefallen und hat damit einen Handelsstopp (Circuit Breaker) ausgelöst. Ausländische Anleger verkauften etwa 1,493 Milliarden US-Dollar, während Privatanleger hingegen netto etwa 1,522 Milliarden US-Dollar kauften – die Gelder zeigten an demselben Tag eine seltene Form des „direkten Gegengeschäfts“.
Gemäß den überarbeiteten Regeln wird der Handel ausgesetzt, wenn der Index gegenüber dem vorherigen Schlusskurs um 8 % oder mehr fällt und dies 1 Minute lang anhält. Dies war der erste Circuit Breaker seit Inkrafttreten der neuen Regel, was darauf hindeutet, dass der emotionale Druck inzwischen ein Niveau erreicht hat, auf dem man die Börse zwangsläufig „abkühlen“ muss.
Gleichzeitig fielen die Speicherchip-Flaggschiffe SK Hynix um über 10 % und Samsung Electronics um mehr als 9 %. Die Fundamentaldaten werden zwar weiterhin von der Nachfrage nach KI gestützt, doch bei hohen Erwartungen und überfüllten Trades lastet auf den Kursen offenbar eine noch größere Verkaufsbelastung.
Ob es diese Art von „Käufe der Privatanleger auf das Verkaufsangebot der Ausländer“ schafft, die anschließende Gewinnperiode und die makroökonomischen Veränderungen zu überstehen, ist weiterhin unklar. Das wird sich zudem ganz konkret auf die Preisbildung globaler Technologiewerte und damit verbundener KI-Assets auswirken.