Guten Morgen, ihr alle!

In der Nacht hat sich die Lage zwischen Iran und den USA erneut drastisch zugespitzt. Die USA haben eine neue, groß angelegte militärische Offensive gegen mehrere militärische Ziele im Iran gestartet; das Ausmaß der Operation wurde im Vergleich zur vorherigen Phase noch einmal erweitert. Gleichzeitig kündigten die USA an, einen Teil der zuvor gewährten temporären Ausnahmen im Zusammenhang mit dem Verkauf von iranischem Öl zu widerrufen. Neue Transaktionen werden ausgesetzt, lediglich eine kurze Übergangsfrist bleibt erhalten. Vor diesem Hintergrund stiegen die internationalen Rohölpreise zwischenzeitlich zeitweise um mehr als 5 %, und die Risikoaversion der globalen Märkte heizte sich deutlich auf.

Für den Kryptomarkt bedeutet diese geopolitische Unsicherheit erneut eine erneute Unterdrückung des ursprünglich wieder besser werdenden Erholungsrhythmus. Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran, auf die der Markt diese Woche hoffte, sind nun erneut von Unsicherheit geprägt. Das bestätigt zudem erneut die bisherige Einschätzung: Auch wenn beide Seiten bereits eine Reihe von Teilvereinbarungen getroffen haben, fehlt nach wie vor eine ausreichende Vertrauensbasis. Sobald sich der Konflikt erneut verschärft, kann es jederzeit zu Rückschlägen kommen, und die Risikobereitschaft des Marktes kann sich schnell abkühlen.

Allerdings zeigt der Verlauf des Marktes seit gestern Abend, dass Bitcoin eine bemerkenswert hohe Widerstandsfähigkeit besitzt. Während in den US-Aktienmärkten Tech-Aktien und Chip-Aktien gemeinsam fielen und der Philadelphia-Halbleiterindex um 4,65 % einbrach, blieb der Rückgang von Bitcoin insgesamt vergleichsweise begrenzt; es kam nicht zu jenem panikartigen Verkaufsdruck wie zuvor. Zudem kam es am On-Chain-Derivate-Markt nicht zu massiven Kettenliquidationen, was darauf hindeutet, dass das Leverage-Risiko im aktuellen Marktumfeld relativ gut kontrollierbar ist und sich die Stimmung des Kapitals im Vergleich zur vorherigen Phase stabiler zeigt.

Das bedeutet: Vor dem Hintergrund, dass die geopolitischen Risiken weiter zunehmen, sehen immer mehr Gelder Bitcoin als Anlage, die sowohl Inflationsschutz als auch „Safe-Haven“-Eigenschaften vereint. Die Kopplung an traditionelle riskante Vermögenswerte nimmt damit schrittweise ab. Natürlich muss dieser Trend noch durch mehr Zeit verifiziert werden; kurzfristig wird der Markt weiterhin durch anhaltende Störungen über die Nachrichtenseite beeinflusst.

Für den heutigen Gesamtmarkt gilt: Solange er weiter ein Seitwärts-/Konsolidierungsmuster aufrechterhalten kann, ist das bereits recht gut.

Kurzfristig im Fokus:
BTC Unterstützung nahe 62.000
ETH Unterstützung nahe 1.730
SOL Unterstützung nahe 77

Insgesamt betrachtet wird der Markt sehr wahrscheinlich weiterhin einen Seitwärtsverlauf beibehalten, solange die Lage zwischen den USA und dem Iran nicht weiter klarer wird. Für Kontrakt-Trades wird empfohlen, weiterhin vor allem auf kurzfristige Trades und Intraday-/Tageswellen-Strategien zu setzen und geduldig zu warten, bis sich die geopolitische Lage beruhigt und die Marktrichtung noch deutlicher wird, bevor man Chancen auf Tagesniveau einplant.
$BTC $ETH $SOL
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