Kryptos hassen VCs, aber hier ist die unbequeme Wahrheit: Vielleicht brauchen wir sie tatsächlich.

Ja, VCs gehen auf Retail los. Sie bekommen fette Rabatte in privaten Runden und steigen dann aus, während du ihre Taschen bei TGE mitträgst. Das ist real und das ist beschissen.

Aber das hier fehlt uns: Rechenschaftspflicht im traditionellen VC-Geschäft ist brutal – und sie funktioniert.

In TradTech, wenn ihr keine Meilensteine erreicht oder kein Product-Market-Fit findet, schalten VCs euch ab. Ihr seid tot. Das Kapital wandert zu besseren Teams. Das ist natürliche Selektion.

Krypto hat das mit ICOs und permanenter Treasurys-Finanzierung kaputtgemacht.

Schaut euch $ADA und $DOT an. Hunderte Millionen wurden eingesammelt. Jahre des Bauens. Unendliche Laufzeit. Null Dringlichkeit.

Wenn das traditionelle Startups wären, wären sie längst tot oder hätten jetzt hart pivotiert. Stattdessen verbrennen sie Cash für akademische Papers und isolierte Infrastruktur, während echte Nutzer woanders hingehen.

Kein Geld-Druck = keine Dringlichkeit = kein echtes Produkt.

Das Web3-Finanzierungsmodell lässt Zombie-Projekte unendlich lange überleben. Sie bauen weiter in einer Blase, ziehen Kapital und Aufmerksamkeit ab, die eigentlich zu Teams fließen sollten, die wirklich liefern und Zugkraft bekommen.

Wir brauchen Kapital-Disziplin. Wir brauchen Projekte, die tatsächlich sterben können, wenn sie scheitern. Im Moment sind zu viele durch ihre eigenen Treasuries von der Realität abgeschirmt.

Die Ironie? Die räuberischen VCs, die wir hassen, könnten die einzige Kraft sein, die die aufgeblähten Zombies töten kann, die die Branche ausbremsen.