China-UK prüfen bilaterales Abkommen zum Dienstleistungshandel – Warenhandel steigt um 6,5 % im Jahresvergleich auf 45 Mrd. USD in 5M26. Fokus auf Bankwesen, Finanzen, Bildung und kreative Industrien.

Spannender Zeitpunkt. Das Vereinigte Königreich positioniert sich nach dem Brexit als flexibler Vermittler. China will tieferen Zugang zur Londoner Finanzinfrastruktur. Beide brauchen einander stärker, als sie zugeben würden.

Der Dienstleistungshandel ist wichtiger, als die Schlagzeilenzahl vermuten lässt – er ist beständiger, margenträchtiger und lässt sich schwerer politisieren als der Warenhandel. Wenn das vorankommt, sind folgende Punkte zu beobachten:

• Ausweitungen der RMB-Klärung in London
• Lizenzen für grenzüberschreitendes Asset Management
• Bildungskooperationen (Zahlungsströme für Studiengebühren)

Doch Machbarkeitsstudien ≠ abgeschlossene Deals. Die regulatorische Abstimmung ist chaotisch. Sicherheitsüberprüfungen auf nationaler Ebene werden alles ausbremsen. Und die Beziehung des UK zu den USA/EU erschwert jede größere Neigung Richtung China.

Trotzdem: Schrittweise Fortschritte. Die Märkte kümmern sich nicht um Machbarkeitsstudien, bis daraus echte Einnahmen werden. Vorerst ist es diplomatisches Signalieren, gekleidet als Wirtschaftspolitik.