Freunde wollten mich zum Ausgehen und Reisen verabreden. Ich sagte: „Ich habe kein Geld.“ Eigentlich liegt das Geld nur in einer Börse/auf einer Handelsplattform herum.

Reflektier am Wochenende über die narrativen Veränderungen dieser Woche.

Die größte Veränderung letzte Woche war eigentlich der ETF. Zuvor waren es mehrere Wochen hintereinander Abflüsse, und die Stimmung bei allen war komplett im Eimer. Aber am Freitag gab es 2,23 Milliarden Yuan netto Zufluss – zwar nicht viel, aber die Richtung hat sich gedreht. Das Geld der Institutionen kommt langsam zurück.

Noch etwas Interessantes: Der kanadische Rentenfonds CPP Investments hat 1,75 Milliarden in KI-Infrastruktur gesteckt. Das sind seriöse Renten—kein Krypto-Spielgeld von kurzfristigen Zockern. Bei dieser Größenordnung wird das Geld nicht einfach nach ein oder zwei Wochen wieder verschwinden.

Dann noch ein Makro-Indikator: Die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen der US-Notenbank für Juli ist auf 21,9% gefallen. Das ist im Grunde gleichbedeutend mit „keine Zinserhöhung“. Für riskante Assets heißt das: Es fehlt eine zusätzliche „Kopfschlinge“.

Der CEO von Strategy ist rausgekommen und hat verkündet: Bitcoin sei die Vereinigten Staaten von Amerika als Währung. Hat das wirklich Substanzwirkung? Nein. Aber dass so jemand das sagt, zeigt, dass ihre BTC-Positionen noch da sind—kein Crash-Abverkauf.

Also lautet die zentrale Story für diese Welle: Die ETF-Wendung ins Positive ist der erste Schritt einer Veränderung der Haltung der Institutionen. KI-Infrastruktur-Investitionen sind ein Einstieg von Langfristgeldern, und dass die Erwartungen an Zinserhöhungen schwinden, bedeutet makroökonomische Lockerung. Diese drei Signale überlagern sich—zufällig ist das nicht.

Aber geh am Wochenende nicht zu euphorisch. Auf der Strecke von 63K bis 65K könnte es wegen mangelnder Handelsvolumina ein paar Tage dauern.

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