Der weitere Weg für den CLARITY Act scheint sich zu verbessern, nachdem eine große Strafverfolgungsorganisation ihre Position zum Gesetzentwurf zur Krypto-Marktstruktur abgemildert hat.

Die Major County Sheriffs of America, auch bekannt als MCSA, hat dem Senat kürzlich mitgeteilt, dass sie von der Gegnerschaft zum Gesetzentwurf zu einer neutralen Haltung übergegangen ist. Der Wandel kam nach weiteren Gesprächen zu Abschnitt 604, einem Teil des Gesetzentwurfs, der sich auf den Schutz von Entwicklern konzentriert.

Laut der Gruppe gibt es nach wie vor Spielraum, die Gesetzgebung weiter zu verbessern, sodass sie Innovation unterstützen kann und gleichzeitig den staatlichen und lokalen Strafverfolgungsbehörden die Werkzeuge an die Hand gibt, die sie für die Bewältigung digitaler, mit Vermögenswerten zusammenhängender Vorfälle benötigen.

Diese Änderung ist wichtig, weil Sicherheits- und Strafverfolgungsbedenken zuvor Druck rund um den Gesetzentwurf erzeugt hatten. Im Juni drängten mehrere Organisationen der Strafverfolgung, katholische Organisationen und Vertreter von Banken gegen Abschnitt 604. Ihre Hauptsorge war, dass die Formulierung es schlechten Akteuren leichter machen könnte, Gelder über Krypto-Netzwerke zu bewegen.

Der Schritt von MCSA hin zu einer neutralen Haltung lässt darauf schließen, dass sich zumindest einige dieser Bedenken inzwischen möglicherweise abschwächen.

Coinbase-CEO Brian Armstrong reagierte positiv auf das Update und bezeichnete es als wichtige Entwicklung für den Gesetzentwurf. Seine Reaktion spiegelt die wachsende Zuversicht wider, dass der CLARITY Act nun einen klareren Weg durch den Kongress haben könnte.

Dennoch ist der Gesetzentwurf nicht frei von politischen Verwicklungen.

Ethikbedenken sind wieder in den Mittelpunkt gerückt, nachdem Berichte behauptet hatten, die Familie von Donald Trump habe 2025 mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar durch Krypto-Aktivitäten verdient. Ein großer Teil dieser Summe soll aus dem offiziellen Trump-Memecoin gekommen sein.

Nach den Berichten erneuerte Senatorin Kirsten Gillibrand ihren Ruf nach strengeren Regeln, die verhindern sollen, dass gewählte Amtsträger und ihre Ehepartner Krypto-Tokens auflegen oder herausgeben. Sie argumentierte, dass öffentliche Amtsträger nicht davon profitieren sollten, während sie gleichzeitig die Regulierung von Krypto mitgestalten.

Gillibrand warnte außerdem, dass Eigeninteressen eine seltene Gelegenheit zur Verabschiedung sinnvoller Krypto-Gesetze beschädigen könnten. Ihrer Ansicht nach sollte der Gesetzentwurf sich auf Verbraucherschutz, die Eindämmung illegaler Finanzströme und den Ausbau des Zugangs zu finanziellen Möglichkeiten konzentrieren.

Die Debatte über Ethikregeln hat bereits Spannungen rund um den CLARITY Act erzeugt. Einige Demokraten haben deutlich gemacht, dass diese Bedenken adressiert werden müssen, bevor sie dem Gesetzentwurf ihre volle Unterstützung geben.

Auch andere in der Krypto-Branche haben Bedenken geäußert. Hasu, ein strategischer Berater bei Lido, kritisierte die Situation und gab zu bedenken, dass sie die Branche schädigen könnte, wenn sie nicht sorgfältig gehandhabt wird.

Die endgültige aktualisierte Version des CLARITY Act wird voraussichtlich rund am 4.-Juli-Wochenende veröffentlicht, mit einer möglichen Senatsabstimmung später im Monat.

Marktbeobachter sind weiterhin uneins, wie gut die Erfolgschancen des Gesetzentwurfs stehen. Bloomberg hat Berichten zufolge die Wahrscheinlichkeit der Verabschiedung in diesem Jahr auf etwa 60% geschätzt, während Galaxy Research eine vorsichtigere 50-50-Einschätzung vertreten hat.

Der CLARITY Act scheint derzeit nach dem Rückzug von MCSA aus einer offenen Opposition an wichtige Bodenhaftung gewonnen zu haben. Allerdings könnten die erneuten Debatten über Ethik weiterhin ein ernstes Hindernis werden, falls Gesetzgeber sich nicht auf einen Kompromiss einigen.

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