
Kupfer ist zusammen mit anderen Industrie-Metallen gestiegen, nachdem der US-Dollar schwächer geworden ist und die Erwartungen zurückgegangen sind, dass die US-Notenbank (Fed) in den kommenden Monaten die Zinsen anhebt. Das berichtet Bloomberg.
„Das ‚rote Metall‘“ ist an der London Metal Exchange (LME) am Freitag fast um 1% gestiegen und kann damit eine zweitägige Verlustserie beenden. Schwache Daten zum US-Arbeitsmarkt haben die Renditen für teurere Kredite gesenkt und einen Teil des rückläufigen Drucks auf die Industrie-Nachfrage abgeschwächt. Der Dollar-Index fällt bereits zum zweiten Tag in Folge, wodurch Metalle für Inhaber anderer Währungen günstiger werden.
In den letzten Wochen standen Industriemetalle unter Druck, nachdem US-Behörden ein Signal für eine wachsende Unterstützung einer Verschärfung der Geldpolitik gegeben hatten. Besonders deutlich verbilligte sich Aluminium und kehrte in Erwartung einer Erholung der Lieferungen aus dem Nahen Osten auf das Niveau vor der Pandemie zurück: Seitdem die USA und der Iran im vergangenen Monat ein vorübergehendes Friedensabkommen geschlossen haben, passiert mehr Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Die Brent-Ölpreise haben sich im Wochenverlauf nahezu nicht verändert und die gesamte Kurssteigerung aus der Phase des Militärschaubes wieder verloren.
„Der Dollar ist zurückgegangen, nachdem die Ölpreise gefallen sind und die Beschäftigungsdaten aus den USA schwächer ausgefallen sind, was der Kupferlage zugutekommt“, sagte Lee Xueqzhi, Leiter der Analyseabteilung der Brokerfirma Chaos Ternary Futures. „Doch das Aufwärtspotenzial wird durch die anhaltende Schwäche in den traditionellen Branchen begrenzt.“
Kupfer ist um 0,7% gestiegen und notierte an der LME (Stand 10:35 Uhr Ortszeit Shanghai) bei 13.413 US-Dollar je Tonne. Aluminium legte um 0,6% zu und erreichte 3.110 US-Dollar je Tonne, Nickel sprang um 1,8% auf 16.540 US-Dollar je Tonne. Auch Zink und Zinn stiegen.