Bitcoin hat sich nach der jüngsten Korrektur um die Marke von 61.000 US-Dollar stabilisiert, liegt jedoch weiterhin deutlich unter seinem Allzeithoch. Während sich viele Anleger weiterhin auf kurzfristige Preisschwankungen konzentrieren, sind einige der prominentesten Befürworter von Bitcoin der Ansicht, dass die langfristige Investment-These nach wie vor fest Bestand hat.
Zu ihnen gehören Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy, sowie der Investor Bill Miller IV, die beide glauben, dass der jüngste Rücksetzer kaum etwas daran geändert hat, wie Bitcoin langfristig eingeschätzt wird.
Michael Saylor: Massive Bitcoin-Gewinne sind nicht notwendig
In einem aktuellen Interview stellte Michael Saylor den verbreiteten Glauben infrage, dass Strategy Bitcoin drastisch steigen lassen müsse, um starke Renditen für die Aktionäre zu erzielen.
Laut Saylor ist diese Annahme schlicht falsch.
„Ich brauche, dass Bitcoin um etwa 3% steigt, nicht um 30%“, sagte Saylor.
Er erklärte, dass die Kapitalstruktur und Finanzstrategie von Strategy es dem Unternehmen ermöglicht, auch dann attraktive Renditen für Aktionäre zu erzielen, wenn Bitcoin nur in relativ bescheidenem Tempo ansteigt.
Laut Saylor könnte die Aktie von Strategy Bitcoin selbst übertreffen, wenn Bitcoin jährlich etwa um 8% bis 10% steigt. Wenn Bitcoin um etwa 15% zulegt, könnten die Unternehmensanteile potenziell Renditen von 20% bis 25% liefern.
Er betonte zudem, dass die Flexibilität von Strategy – einschließlich Möglichkeiten zur Refinanzierung, innovativer Finanzierungsprodukte und eines effizienten Kapitalmanagements – es dem Unternehmen ermöglicht, Werte zu schaffen, die über das reine Halten von Bitcoin hinausgehen.
Bill Miller: Wachsender Schuldenstand stärkt Bitcoins Argument
Bill Miller IV, Chief Investment Officer bei Miller Value Partners, bleibt in gleicher Weise optimistisch.
Er glaubt, dass Anleger zu viel Aufmerksamkeit auf die kurzfristigen Kursbewegungen von Bitcoin richten, während sie die makroökonomischen Kräfte übersehen, die das Asset langfristig weiter stützen.
Miller verwies auf das anhaltende Wachstum der US-Staatsverschuldung und bezog sich dabei auf Prognosen des Congressional Budget Office (CBO), die dauerhaft große Bundeshaushaltsdefizite vorhersagen.
Laut ihm stützen eine wachsende öffentliche Verschuldung und eine anhaltende Geldmengenausweitung den ursprünglichen Zweck von Bitcoin als alternative Wertaufbewahrung.
Bitcoin bleibt ein Hedge gegen zukünftige Risiken
Miller lehnte außerdem das Argument ab, dass Bitcoin keinen Nutzen im realen Leben habe.
Er merkte an, dass Bitcoin nach der Finanzkrise von 2008 als Alternative zu einer unbegrenzten Geldmengenausweitung durch Zentralbanken geschaffen wurde.
Er argumentierte außerdem, dass Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz Regierungen künftig unter noch stärkeren Druck setzen könnten, mehr zu investieren und die Schuldenstände zu erhöhen. In einem solchen Umfeld glaubt Miller, dass Bitcoin zu einer zunehmend wichtigen Absicherung gegen die langfristige Abwertung von Fiatwährungen werden könnte.
Kurzfristige Volatilität ändert nicht das große Ganze
Trotz der jüngsten Korrektur bei Bitcoin glaubt kein Investor, dass sich der übergeordnete Trend geändert hat.
Bill Miller sieht Bitcoin weiterhin als Absicherung gegen steigende staatliche Schulden und Inflationrisiken, während Michael Saylor argumentiert, dass sogar moderate langfristige Wertsteigerungen durch das Kapitalallokationsmodell von Strategy außergewöhnlichen Aktionärswert schaffen können.
Ihre Botschaft ist eindeutig: Kurzfristige Marktvolatilität schwächt nicht die langfristige Investment-These für Bitcoin.
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