Laut einem Bericht der Lianhe Zaobao unter Berufung auf Bloomberg hat die Organisation der Vereinten Nationen genug Mittel, um nur noch bis Ende August weiterarbeiten zu können, weil wichtige Beitragszahler, darunter die USA und China, ihre Verpflichtungen noch nicht vollständig beglichen haben. UN-Kontroller Chandramouli Ramanathan sagte dies am 1. Juli. Ramanathan erklärte, dass nach August kein Bargeld mehr vorhanden sein werde und die UN im September das Geld ausgehen werde. Zugleich fügte er hinzu, dass die Organisation auf Zahlungen warte, um den Betrieb über September hinaus sicherzustellen. Die UN warte weiterhin auf die vollständige Zahlung der Budgetbeiträge für 2026 durch die USA und China und müsse möglicherweise andere Zahlungen verschieben, um Mittel freizumachen, falls die wichtigsten Geldgeber die Finanzierung nicht erhöhen. Die USA, die eigentlich 22% des UN-Regelbudgets abdecken sollen, hätten unter der Trump-Administration bislang nur einen kleinen Teil gezahlt und schuldeten noch rund 2 Milliarden USD an nicht beglichenen Beiträgen, darunter Rückstände. China habe zwar einen Teil seiner Beiträge geleistet, schulde aber immer noch etwa 430 Millionen USD für das Regelbudget, so Ramanathan. Er fügte hinzu, dass Peking typischerweise in Raten zahle und in den kommenden Monaten mit weiteren Zahlungen zu rechnen sei, während die USA zudem ebenfalls angekündigt hätten, bald zu zahlen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte zuvor in diesem Jahr gewarnt, dass der UN vor Juli das Geld ausgehen werde; Ramanathan sagte jedoch, dass Einsparungen bei den Ausgaben und Budgetanpassungen die Finanzierung bis Ende des Sommers verlängert hätten.