Das „Adjusted Sell-side Risk Ratio“ (aSSRR) ist erneut in eine extreme Niedrigzone gefallen – ein Niveau, das wiederholt Phasen der Akkumulation markiert hat, bevor es zu der nächsten großen bullischen Expansion kommt. Historisch gesehen tauchten ähnliche Werte bereits Anfang 2019, Ende 2020, Anfang 2023 sowie während mehrerer Konsolidierungsphasen auf, die schließlich starken Aufwärtstrends vorausgingen. Die aktuelle Struktur deutet darauf hin, dass sich der Markt einem weiteren kritischen Wendepunkt nähert.
Ein gedrücktes Sell-side Risk Ratio zeigt, dass realisierte Gewinne und Verluste im Verhältnis zum Marktwert von Bitcoin relativ klein geworden sind. In der Praxis bedeutet das: Anleger sind weniger bereit, zu den aktuellen Preisen zu verkaufen, während langfristige Inhaber ihre Coins weiterhin vom Markt nehmen. Diese Verringerung des Verkaufsdrucks spiegelt häufig einen Übergang von der Verteilung hin zur Akkumulation wider.
Vorherige Zyklen zeigen, dass längere Phasen unter dieser Schwelle selten lange anhielten. Stattdessen folgten ihnen eine erneute Nachfrage, eine Ausweitung der Liquidität und eine frische Welle der Preissteigerung, da das für den Verkauf verfügbare Angebot zunehmend knapp wurde. Obwohl der Indikator selbst nicht die genaue Zeit einer Ausbruchssituation vorhersagt, hebt er konsequent Umfelder hervor, in denen der Abwärtsverkaufsdruck weitgehend erschöpft ist.
Aus on-chain- und makroökonomischer Sicht scheint Bitcoin in eine vertraute Phase einzutreten, in der Akkumulation das Marktgeschehen dominiert. Wenn die Kapitalzuflüsse weiterhin besser werden und die breiteren Liquiditätsbedingungen unterstützend bleiben, könnte diese historisch bedeutsame Zone erneut als Grundlage für den nächsten bullischen Abschnitt dienen – ähnlich wie die Erholungen nach früheren Besuchen dieser extrem niedrigen Werte.

Verfasst von CryptoZeno
