Gestern Mittwoch wurde die Gründung von „Ethereum Institutional“ bekannt gegeben: eine neue unabhängige, gemeinnützige Organisation, die als neutrales Tor für Institutionen dienen soll, die mit Ethereum sowie Netzwerken der zweiten Ebene, Tokenisierung, Stablecoins und dezentralen Plattformen zusammenarbeiten möchten.
Die Organisation wurde von früheren Mitgliederteams der Institutionen in der Ethereum Foundation aufgebaut – „David Walsh“ und „Matthew Dawson“ sowie „Marius Smith“ – mit Finanzierung durch „Bitmine“ und „Sharplink“, zusätzlich zu „Joseph Lubin“, dem CEO von „Consensys“.
Das kommt zu einer kritischen Zeit für Ethereum: Es sieht sich einer Welle von Furcht und Unsicherheit ausgesetzt und wird auf den niedrigsten Niveaus seit Jahren gehandelt – trotz des anhaltenden Schwungs und Interesses, es als Fundament der künftigen Finanzierung zu erhalten.
Das Gründungsteam veröffentlichte die Ankündigung über die neue Organisation wie folgt:
Was fehlte, war ein unabhängiges und verlässliches Tor, das das gesamte Ethereum-Ökosystem ohne Vorurteile abbildet – damit Institutionen direkt mit ihm interagieren können.
und konzentriert sich auf fünf Bereiche:
Institutioneller Austausch, Marktdaten-Intelligence, Ethereum-Marketing, Bedarfsanalyse und Veranstaltungen – mit dem Ziel, die Anforderungen von Institutionen in konkrete Anwendungen auf dem Ethereum-Netzwerk zu übersetzen, in einer entscheidenden Phase, in der Institutionen Entscheidungen über die Infrastruktur treffen.
Erklärte „David Walsh“, der ehemalige Leiter des Institutional-Teams bei der Ethereum Foundation:
Seit Jahren verfügt Ethereum über die glaubwürdigste und neutralste Basisschicht in der Krypto-Welt – mit Liquidität und Robustheit. Doch es fehlte eine neutrale Stelle, die für das institutionelle Marketing des Ökosystems verantwortlich ist.
fügte hinzu:
Die Einrichtungen wiederholten ihr Wunschbild nach einem ehrlichen und neutralen Ansprechpartner, mit dem sie tatsächlich in Kontakt treten können. Daher erweitern wir diese Rolle unabhängig.
In diesem Zusammenhang veröffentlichte die Ethereum Foundation – die sich kürzlich in einer Finanzierungs- und Einstellungs-Krise befindet – am Mittwoch einen Leitfaden „Ethereum-Basics für Regierungen und Institutionen“. Es handelt sich dabei um eine nicht-technische Referenz, die erklärt, wie Ethereum funktioniert, wie sein Governance-Modell aufgebaut ist und welchen Nutzen es als neutrale, vertrauenswürdige allgemeine Infrastruktur bietet – im Vergleich zu zentralisierten Systemen, die anfällig für Ausfälle, Hacks und als Waffe eingesetzte Rekrutierung sind.