Die Korrelation von -0,90 zwischen Bitcoin und USD/JPY über die letzten 52 Wochen ist alles andere als gewöhnlich. Mit einem R² von 0,81 lassen sich fast 81 % der BTC-Preisbewegungen durch dieses Währungspaar erklären. Das stellt die traditionelle Logik des Carry Trades direkt infrage: Anstatt dass ein schwacher Yen „risk-on“ unterstützt, bewegt sich Bitcoin nun im Gleichlauf mit dem Yen gegenüber dem USD.

Wenn man alles zusammensetzt: Steigt der USD aufgrund der Erwartung, dass die Fed die Zinsen hoch hält, dann stehen sowohl der japanische Yen als auch Bitcoin unter Abwärtsdruck. Der klassische Carry Trade geht davon aus, dass ein schwacher Yen riskante Vermögenswerte anheizt, doch in der Praxis zeigt sich, dass die Beziehung deutlich komplexer ist.

Für Trader ist dies ein Signal, die Bewegungen von BOJ und Fed besonders genau zu beobachten. Das Auflösen des Carry Trades kann zu starken Ausschlägen führen, aber diese inverse Korrelation deutet auch darauf hin, dass ein unerwarteter Anstieg des Yen einen möglichen Boden für BTC bilden könnte – entgegen dem, was die Mehrheit denkt. Risikomanagement steht an erster Stelle.

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