Krypto-Community 2026: In der ersten Jahreshälfte gestohlenes Geld hat bereits 840 Millionen US-Dollar überschritten. Allein im Q2 gab es 83 Hackerangriffe und 775 Millionen US-Dollar Verluste – beides neue Rekordwerte. Der größte Einzelverlust im Jahresverlauf liegt bei fast 300 Millionen und stammt von KelpDao.
Diese groß angelegten Diebstähle haben einen gemeinsamen Punkt: Die Angriffspunkte konzentrieren sich auf Bereiche außerhalb des Codes. Verifizierungsmechanismen von Cross-Chain-Brücken, das Verwahren privater Schlüssel, und die Vertrauensannahmen zwischen Protokollen – diese „externen Vertrauensebenen“ sind der Hauptschauplatz der Hacker in diesem Jahr. Die Angriffsebene ist bereits vom Code auf die Frage verlagert, wie DeFi-Systeme sich gegenseitig vertrauen und wie genau diese Vertrauenskonstruktion entworfen ist.
Für normale Inhaber von Coins sind die wichtigsten Maßnahmen eigentlich nicht kompliziert. Der Grundstein ist eine verteilte Wallet-Nutzung: größere Beträge in Cold Wallets, und für den Alltag nur in die Wallet, die für den jeweiligen Bedarf vorgesehen ist. Legt außerdem nicht alles in ein einziges DeFi-Protokoll – selbst das größte Protokoll kann in Schwierigkeiten geraten. Für Cross-Chain-Brücken soll man die wenigen auswählen, die auf dem Markt die höchste Akzeptanz haben; selbst wenn kleine Brücken günstiger sind, sollte man sie nicht anfassen. Wallet-Berechtigungen für Protokolle sollten nach der Nutzung wieder entzogen werden – viele übersehen genau diesen Schritt und werden dadurch später gehackt. Und noch eines: An Wochenenden besonders vorsichtig sein. Es gibt weniger On-Chain-Aktivitäten, und die Teams im Bereich Security/Monitoring sind oft kleiner – Hacker haben bei solchen Gelegenheiten eine höhere Wahrscheinlichkeit, zuzuschlagen.
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