Der Markt war in letzter Zeit ziemlich volatil, erinnert ihr euch noch an das Thema Liquidation?
Viele fassen das SBM V2 von JustLend DAO in einem Satz zusammen – das Risiko wird voneinander getrennt.
Nachdem ich das Upgrade von @DeFi_JUST gesehen habe, ist mir jedoch vor allem eine zweite Veränderung wichtig: Unterschiedliche Sicherheiten müssen sich endlich nicht mehr denselben Kredit-„Pool“ für das Verleihen und Leihen teilen.
Wer Liquidationen erlebt hat, weiß: Auf der Seite steht vielleicht „sicher“, aber die Positionen halten nicht lange durch. Wenn irgendwo eine Komponente nicht mitkommt – Preis, Orakel, Liquidität oder Effizienz der Liquidation – wartet der Markt nicht auf dich.
SBM V2 von JustLend nutzt eine zweistufige Struktur aus Vault und Market. Der Vault bündelt die Liquidität eines einzelnen Assets und verteilt die Mittel anschließend auf mehrere unabhängige Markets. Jeder Market nimmt nur bestimmte Sicherheiten und Kredit-Assets auf, hat seine eigenen unabhängigen Risiko-Grenzen.
Wenn eine hochvolatile Sicherheit stark fällt, bleibt der größte Druck im jeweiligen Market – er springt nicht so leicht auf andere Markets über.
Durch die Segmentierung der Markets wird das Problem gelöst, wohin Risiken „wandern“. Aber wie weit dieser Market überhaupt leihen kann, wann liquidiert wird und wie sich der Zinssatz in Zeiten von Liquiditätsengpässen verändert, hängt noch von seinen eigenen Parametern ab.
Der wichtigste Punkt dabei ist der LLTV – man kann ihn als Kreditwarnlinie verstehen. Wie tief man Positionen aufnehmen kann und bis zu welchem Kursrückgang es möglicherweise zur Liquidation kommt, hängt mit dieser Linie zusammen.
V2 nutzt außerdem das Adaptive-Curve-Zinsmodell. Wenn die Auslastung niedrig ist, kann die Zinskurve nach unten rutschen und mehr Nachfrage nach Krediten anziehen. Steigt die Auslastung, wandert die Kurve nach oben – das treibt Rückzahlungen an und sorgt dafür, dass Liquidität wieder zurückfließt.
Das Orakel liefert die Preisinputs; die Kombination aus Sicherheiten und Kredit-Assets bestimmt, welche Art Risiko dieser Market trägt. Erst wenn diese Mechanismen zusammenwirken, bekommt jede Sicherheit ihre wirklich relevanten Kreditbedingungen.
Assets mit höherer Volatilität, geringerer Liquidität und anfälligeren Preisquellen sollten ohnehin nicht dieselben Kreditgrenzen mit reifen Assets teilen. Genau das ist wohl der bedeutendste Aspekt von SBM V2.
Das Risiko ist nicht verschwunden – es wurde nur aufgeteilt. Dadurch lassen sich die Bedingungen je nach Situation jeder einzelnen Asset-Art festlegen.
Die Grenzen müssen klar definiert sein: Unabhängige Markets reduzieren die Ansteckung zwischen Märkten, aber innerhalb eines einzelnen Markets besteht das Risiko weiterhin. Die Sicherheiten können weiter fallen, das Orakel muss stabil sein und es muss genug Liquidität für die Liquidationen geben.
Das Go-Live von V2 bedeutet nicht, dass V1 keinen Wert mehr hat. Die beiden Modelle bedienen unterschiedliche Asset-Typen und Risiko-Präferenzen. Zwischen Kapitaleffizienz und Risiko-Isolation muss man sowieso abwägen.
#JUSTLENDDAO #TRONEcoStar
Viele fassen das SBM V2 von JustLend DAO in einem Satz zusammen – das Risiko wird voneinander getrennt.
Nachdem ich das Upgrade von @DeFi_JUST gesehen habe, ist mir jedoch vor allem eine zweite Veränderung wichtig: Unterschiedliche Sicherheiten müssen sich endlich nicht mehr denselben Kredit-„Pool“ für das Verleihen und Leihen teilen.
Wer Liquidationen erlebt hat, weiß: Auf der Seite steht vielleicht „sicher“, aber die Positionen halten nicht lange durch. Wenn irgendwo eine Komponente nicht mitkommt – Preis, Orakel, Liquidität oder Effizienz der Liquidation – wartet der Markt nicht auf dich.
SBM V2 von JustLend nutzt eine zweistufige Struktur aus Vault und Market. Der Vault bündelt die Liquidität eines einzelnen Assets und verteilt die Mittel anschließend auf mehrere unabhängige Markets. Jeder Market nimmt nur bestimmte Sicherheiten und Kredit-Assets auf, hat seine eigenen unabhängigen Risiko-Grenzen.
Wenn eine hochvolatile Sicherheit stark fällt, bleibt der größte Druck im jeweiligen Market – er springt nicht so leicht auf andere Markets über.
Durch die Segmentierung der Markets wird das Problem gelöst, wohin Risiken „wandern“. Aber wie weit dieser Market überhaupt leihen kann, wann liquidiert wird und wie sich der Zinssatz in Zeiten von Liquiditätsengpässen verändert, hängt noch von seinen eigenen Parametern ab.
Der wichtigste Punkt dabei ist der LLTV – man kann ihn als Kreditwarnlinie verstehen. Wie tief man Positionen aufnehmen kann und bis zu welchem Kursrückgang es möglicherweise zur Liquidation kommt, hängt mit dieser Linie zusammen.
V2 nutzt außerdem das Adaptive-Curve-Zinsmodell. Wenn die Auslastung niedrig ist, kann die Zinskurve nach unten rutschen und mehr Nachfrage nach Krediten anziehen. Steigt die Auslastung, wandert die Kurve nach oben – das treibt Rückzahlungen an und sorgt dafür, dass Liquidität wieder zurückfließt.
Das Orakel liefert die Preisinputs; die Kombination aus Sicherheiten und Kredit-Assets bestimmt, welche Art Risiko dieser Market trägt. Erst wenn diese Mechanismen zusammenwirken, bekommt jede Sicherheit ihre wirklich relevanten Kreditbedingungen.
Assets mit höherer Volatilität, geringerer Liquidität und anfälligeren Preisquellen sollten ohnehin nicht dieselben Kreditgrenzen mit reifen Assets teilen. Genau das ist wohl der bedeutendste Aspekt von SBM V2.
Das Risiko ist nicht verschwunden – es wurde nur aufgeteilt. Dadurch lassen sich die Bedingungen je nach Situation jeder einzelnen Asset-Art festlegen.
Die Grenzen müssen klar definiert sein: Unabhängige Markets reduzieren die Ansteckung zwischen Märkten, aber innerhalb eines einzelnen Markets besteht das Risiko weiterhin. Die Sicherheiten können weiter fallen, das Orakel muss stabil sein und es muss genug Liquidität für die Liquidationen geben.
Das Go-Live von V2 bedeutet nicht, dass V1 keinen Wert mehr hat. Die beiden Modelle bedienen unterschiedliche Asset-Typen und Risiko-Präferenzen. Zwischen Kapitaleffizienz und Risiko-Isolation muss man sowieso abwägen.
#JUSTLENDDAO #TRONEcoStar
