Edelmetalle erhalten laut Analystenkommentaren weiterhin strukturelle Unterstützung durch Käufe aus dem öffentlichen Sektor und durch ein knappes Angebot aus dem Bergbau bis Ende Juni.

Laut Jin10 sagte FxEmpire-Analyst Arslan Ali, dass zwei Faktoren den Sektor gestützt hätten: laufende Käufe durch offizielle Institutionen und ein eingeschränktes Angebot aus neuer Bergbauproduktion. Er erklärte, dass Zentralbanken ihre Goldreserven im Rahmen von Diversifizierungsbemühungen erhöht hätten, um sich gegen hohe globale Schuldenstände und sich verändernde Bedingungen der Geldpolitik abzusichern. Dadurch sei diese Nachfragequelle relativ unabhängig und eine beständige Quelle für Käufe.

Ali sagte außerdem, dass das neue Angebot aus Minen für Gold und Silber weiterhin knapp geblieben sei. Er wies darauf hin, dass die Goldproduktion seit einem früheren Hoch keine nennenswerte Wachstumsentwicklung gezeigt habe, unter Verweis auf alternde Minen und steigende Abbaukosten. Er fügte hinzu, dass Silber vor ähnlichen Einschränkungen steht, die Angebotsdrucke sich jedoch teilweise entspannen, weil Silber häufig als Nebenprodukt anderer Metalle gewonnen wird.

Auf der Nachfrageseite sagte Ali, die industrielle Nachfrage nach Silber sei weiterhin stark, insbesondere in der Verarbeitung und in der Fertigung, vor allem in Bereichen wie Solar-Photovoltaik, Elektronik und Elektrofahrzeugen. Er sagte, dass dieser Trend durch den globalen Energieübergang zusätzlich gestärkt wurde und damit relativ stabile strukturelle Unterstützung für die Silberpreise bietet – gleichzeitig mit der Rolle des Silbers als monetäres Anlagegut.

Ali fügte hinzu, dass auch Anleger am Markt für Edelmetalle, darunter ETFs und Halter von physischem Metall, zu einer vergleichsweise stabilen Nachfrage nach Gold und Silber beigetragen hätten.