$ETH fällt unter 1600, nach dem entscheidenden Niveau kommt es zu einer Korrektur
$ETH : Gestern Nacht, in den frühen Morgenstunden, gab es einen heftigen Abverkauf. Das Tief lag bei 1551, mit hohem Volumen und einer langen unteren Dochtkerze. Danach erholte sich der Kurs wieder bis in die Nähe von 1637 und pendelte dort. Eine lange bärische Panik-Kerze mit hohem Volumen + eine anschließende Erholung mit geringerem Volumen: Technisch betrachtet ist das kurzfristig ein recht solides Signal für eine Gegenreaktion. Doch außerhalb des Preises haben sich die wichtigsten Fundamentaldaten, die diese Woche auf ETH lasten, nicht verbessert.
Zuerst die Institutionen. Der Spot-ETF von $ETH hatte am 23.06. Abflüsse in Höhe von 66 Mio. US-Dollar. Das ist kein Einzelfall: Im gleichen Zeitraum verzeichneten BTC-ETFs bereits 6 Wochen in Folge Netto-Abflüsse, kumuliert 5,94 Mrd. US-Dollar. Die traditionelle „Long-Term Hold“-Logik institutioneller Anleger gegenüber Krypto wurde in den vergangenen eineinhalb Monaten im Wesentlichen ausgebremst.
Noch beachtenswerter ist die Ebene der Stiftung. Die Ethereum Foundation kündigte eine Entlassungsrunde von 20% an; 54 Stellen werden gestrichen, das Budget wird um 40% gekürzt. Die Stiftung selbst steuert nicht die Marktstimmung, aber die Nachricht von den Entlassungen wird als „Schrumpfung des Ökosystems“ interpretiert – ein direkter Schlag für das Vertrauen in die eigenen Bestände. In einem Umfeld, in dem der Fear & Greed Index bereits bei 24 liegt, werden solche Signale noch stärker gewichtet.
Auch auf Ökosystem-Ebene ist es in den letzten Tagen nicht ruhig. Die Taiko-Bridge wurde gehackt, 1,7 Mio. US-Dollar an Vermögenswerten gingen verloren, und das Netzwerk pausierte zeitweise die Blockproduktion. Da L2 der Kern-Story der großen ETH-Aufwärtsphase ist, ist ein Bridge-Vorfall auf einem L2 ein negativer Schock für die Erzählung von der Zuverlässigkeit des gesamten Ethereum-Ökosystems. Parallel dazu ereignete sich auch auf der BNB-Chain des Humanity Protocol ein Vorfall – in mehreren Chains ist also keine Ruhe.
Daher wirkt der Status von ETH gerade etwas widersprüchlich: Nach dem schnellen Kursrutsch zeigt sich kurzfristig ein Auffangsignal, aber auf der Seite der Institutionen, der Stiftung und des Ökosystems lockern sich die Dinge gleichzeitig. Die Dochtkerze bei 1551 ist derzeit das Tagestief. Ob es über 1650 gelingt, stabil darüber zu bleiben, ist die nächste entscheidende Beobachtung. Signale, dass die Fundamentaldaten wirklich wieder gefestigt sind, wurden bislang keines klar erkannt. Das nächste Beobachtungsfenster sind die ETF-Abflussdaten vor Börsenstart am Freitag in den USA sowie die Zahl der aktiven On-Chain-Adressen am Wochenende.
#ETH
$ETH : Gestern Nacht, in den frühen Morgenstunden, gab es einen heftigen Abverkauf. Das Tief lag bei 1551, mit hohem Volumen und einer langen unteren Dochtkerze. Danach erholte sich der Kurs wieder bis in die Nähe von 1637 und pendelte dort. Eine lange bärische Panik-Kerze mit hohem Volumen + eine anschließende Erholung mit geringerem Volumen: Technisch betrachtet ist das kurzfristig ein recht solides Signal für eine Gegenreaktion. Doch außerhalb des Preises haben sich die wichtigsten Fundamentaldaten, die diese Woche auf ETH lasten, nicht verbessert.
Zuerst die Institutionen. Der Spot-ETF von $ETH hatte am 23.06. Abflüsse in Höhe von 66 Mio. US-Dollar. Das ist kein Einzelfall: Im gleichen Zeitraum verzeichneten BTC-ETFs bereits 6 Wochen in Folge Netto-Abflüsse, kumuliert 5,94 Mrd. US-Dollar. Die traditionelle „Long-Term Hold“-Logik institutioneller Anleger gegenüber Krypto wurde in den vergangenen eineinhalb Monaten im Wesentlichen ausgebremst.
Noch beachtenswerter ist die Ebene der Stiftung. Die Ethereum Foundation kündigte eine Entlassungsrunde von 20% an; 54 Stellen werden gestrichen, das Budget wird um 40% gekürzt. Die Stiftung selbst steuert nicht die Marktstimmung, aber die Nachricht von den Entlassungen wird als „Schrumpfung des Ökosystems“ interpretiert – ein direkter Schlag für das Vertrauen in die eigenen Bestände. In einem Umfeld, in dem der Fear & Greed Index bereits bei 24 liegt, werden solche Signale noch stärker gewichtet.
Auch auf Ökosystem-Ebene ist es in den letzten Tagen nicht ruhig. Die Taiko-Bridge wurde gehackt, 1,7 Mio. US-Dollar an Vermögenswerten gingen verloren, und das Netzwerk pausierte zeitweise die Blockproduktion. Da L2 der Kern-Story der großen ETH-Aufwärtsphase ist, ist ein Bridge-Vorfall auf einem L2 ein negativer Schock für die Erzählung von der Zuverlässigkeit des gesamten Ethereum-Ökosystems. Parallel dazu ereignete sich auch auf der BNB-Chain des Humanity Protocol ein Vorfall – in mehreren Chains ist also keine Ruhe.
Daher wirkt der Status von ETH gerade etwas widersprüchlich: Nach dem schnellen Kursrutsch zeigt sich kurzfristig ein Auffangsignal, aber auf der Seite der Institutionen, der Stiftung und des Ökosystems lockern sich die Dinge gleichzeitig. Die Dochtkerze bei 1551 ist derzeit das Tagestief. Ob es über 1650 gelingt, stabil darüber zu bleiben, ist die nächste entscheidende Beobachtung. Signale, dass die Fundamentaldaten wirklich wieder gefestigt sind, wurden bislang keines klar erkannt. Das nächste Beobachtungsfenster sind die ETF-Abflussdaten vor Börsenstart am Freitag in den USA sowie die Zahl der aktiven On-Chain-Adressen am Wochenende.
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