Die Financial Intelligence Unit (FIU) in Südkorea hat auf dem FATF-Meeting am 21.-22. Juni einen Vorschlag gemacht: Die Reise-Regeln auf Krypto-Überweisungen unter 1 Million Won (ca. 700 USD) auszuweiten.

Aktuell gelten die Reise-Regeln in Südkorea nur für Überweisungen über 1 Million Won, wobei die Identitätsinformationen von Sender und Empfänger erfasst werden müssen. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Grenze abzuschaffen – egal wie viel, alles muss gemeldet werden.

Die Logik dahinter ist einfach: Kleinbetragsüberweisungen sind eine klassische Methode, um großen Regulierungen zu entkommen, und die FIU will dieses Schlupfloch schließen.

Die Umsetzung könnte jedoch problematisch werden. Südkorea ist einer der aktivsten Märkte für Krypto-Trading, und das Volumen an Kleinüberweisungen ist enorm. Wenn alle Transaktionen mit Identitätsinformationen versehen werden müssen, könnten die Compliance-Kosten für die Börsen und das Nutzererlebnis erheblich leiden.

Ob die FATF diesen Vorschlag annehmen wird, ist noch unklar, aber die Richtung ist deutlich: Der nächste Schauplatz für globale Krypto-Regulierung wird im Bereich der Kleinbetragsüberweisungen sein.

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