📅 13. Dezember | Japan

Während viele Krypto-Investoren erleichtert auf die Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten blicken, entsteht eine stille Bedrohung aus Asien. Die Bank von Japan bereitet sich darauf vor, die Zinsen auf ein Niveau zu erhöhen, das seit drei Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde, ein Schritt, der historisch gesehen Turbulenzen auf den globalen Märkten und scharfe Korrekturen bei Bitcoin verursacht hat.

📖Die Bank von Japan steht Berichten zufolge kurz davor, ihren Leitzins um 25 Basispunkte von 0,50 % auf 0,75 % zu erhöhen, so die Berichte von Nikkei. Sollte diese Anpassung am 19. Dezember finalisiert werden, würde dies die japanischen Zinsen auf den höchsten Stand seit etwa 30 Jahren bringen. Obwohl die Erhöhung gering erscheinen mag, reicht ihre potenzielle Auswirkung weit über Japan hinaus und könnte Bitcoin sowie den breiteren Kryptomarkt direkt betreffen.

Historisch gesehen hatten die Bewegungen des Yen eine klare Korrelation mit dem Preis von Bitcoin. Wenn der Yen stärker wird, verengen sich die globalen Liquiditätsbedingungen, und risikobehaftete Vermögenswerte wie Kryptowährungen neigen dazu, zu leiden. Umgekehrt fiel ein schwacher Yen mit Phasen erhöhten Risikoappetits zusammen. Derzeit wird der Yen bei etwa 156 pro Dollar gehandelt und zeigt im Vergleich zu seinen Werten Ende November eine leichte Stärke.

Der Hauptkanal, durch den der Einfluss übertragen wird, ist der sogenannte „Carry Trade“. Seit Jahrzehnten haben Hedgefonds und große Handelsabteilungen Yen zu extrem niedrigen Zinssätzen geliehen, um in höherverzinsliche Vermögenswerte wie US-Technologiewerte, Staatsanleihen und in letzter Zeit auch Kryptowährungen zu investieren. Wenn die japanischen Zinssätze steigen, wird diese Strategie weniger attraktiv, was zu einem Abzug von Kapital aus riskanten Vermögenswerten und einer allgemeinen Zunahme der Risikoaversion führen könnte.

Dieses Szenario ist nicht theoretisch. Das letzte Mal, dass die Bank von Japan die Zinssätze anhob, war am 31. Juli 2014, als der Yen schnell stärker wurde und die Märkte heftig reagierten. Anfang August dieses Jahres fiel Bitcoin von etwa 65.000 $ auf fast 50.000 $ in einem scharfen Rückgang, den viele auf das Schließen von Carry Trades und reduzierte globale Liquidität zurückführten.

Es gibt jedoch einige Analysten, die glauben, dass es diesmal anders sein könnte. Erstens halten Spekulanten bereits Netto-Long-Positionen im Yen, was die Wahrscheinlichkeit einer scharfen und unmittelbaren Reaktion auf die Entscheidung der BoJ verringert. Im Jahr 2024 war die Situation umgekehrt: Der Markt war größtenteils bärisch gegenüber dem Yen, was die Bewegung verstärkte, als die Zinssätze stiegen.

Darüber hinaus sind die Renditen japanischer Anleihen im Laufe des Jahres gestiegen und haben in verschiedenen Segmenten der Kurve Höchststände erreicht, die seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurden. Dies deutet darauf hin, dass der Markt die Zinserhöhung bereits größtenteils eingepreist hat und dass die Entscheidung der BoJ einfach die offizielle Politik mit dem in Einklang bringen würde, was die Preise bereits widerspiegeln.

Der internationale Kontext begünstigt ebenfalls eine moderatere Reaktion. Erst diese Woche hat die US-Notenbank die Zinssätze um 25 Basispunkte gesenkt, wodurch sie auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen sind, und zusätzliche Liquiditätsmaßnahmen eingeführt. Infolgedessen fiel der Dollarindex auf ein Sieben-Wochen-Tief, was half, die geldpolitische Straffung Japans auszugleichen.

Thema Meinung:

Die Bank von Japan ist seit Jahrzehnten eine wichtige Quelle für globale Liquidität, und jede Änderung ihrer Politik erfordert immer Aufmerksamkeit. Dennoch scheint der Markt besser vorbereitet zu sein als im Jahr 2024 und hat die Unterstützung einer nachgiebigeren Federal Reserve.

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