Der Mitgründer eines der größten Videospielentwickler der Welt, Ubisoft, der 69-jährige Claude Guilmo, ist bei einem Flugzeugabsturz in Frankreich ums Leben gekommen, berichtete das Ouest-France unter Berufung auf eine Quelle, was ein Gesprächspartner der Zeitung Le Figaro bestätigte.

Das zweimotorige Geschäftsflugzeug Cessna 421, das laut Le Figaro von Guilmo gesteuert wurde, stürzte am Abend des Freitags, den 19. Juni, ab. Dies geschah beim Landeanflug auf den Flughafen La-Bole près der Stadt Nantes. Beide Personen an Bord kamen ums Leben. Der zweite war ein Fluglehrer, berichtet Ouest-France.

Ubisoft wurde 1986 von fünf Brüdern, den Guilmo-Brüdern, gegründet. Claude gehörte dem Vorstand an und war zugleich für die operative Tätigkeit als Executive Vice President verantwortlich.

Das Unternehmen bringt so beliebte Franchise-Reihen wie Assassin's Creed, Far Cry, Tom Clancy's und Just Dance heraus. Während der Pandemie konnte es dank Lockdowns und anderer Einschränkungen erfolgreich wachsen, die die Spielerbindung erhöhten. In letzter Zeit hat Ubisoft jedoch Schwierigkeiten mit den Verkäufen auf einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt. Eine Ursache war die Verschiebung des Releases von „Assassin’s Creed Shadows“ nach einer schwächeren Nachfrage als erwartet nach „Star Wars Outlaws“, was zu einer Senkung der Gewinnprognose führte.

Im Januar kündigte Ubisoft eine umfassende Umstrukturierung an, darunter auch, dass das Unternehmen die Entwicklung mehrerer Spiele einstellen, zwei Abteilungen schließen und einen Verlust von 1 Mrd. € im Geschäftsjahr 2025–2026 verbuchen werde. An diesem Tag verlor das Unternehmen ein Drittel seiner Kapitalisierung, die Aktie stürzte auf ein Allzeithoch-Tief. Im Mai erklärte Ubisoft, dass sich die Fristen für die Rückkehr zu Profitabilität und einem positiven Cashflow um ein Jahr verschieben.

Seit Jahresbeginn und bis zur Schließung des Handels am 19. Juni sind die Ubisoft-Kurse um 18% gefallen; in den letzten drei Monaten liegen sie jedoch im Plus bei 37%. ㅤ

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